Neue Einlassform in Spielbanken

Neue Einlassform in Spielbanken

Der Prozess soll sowohl für die Betriebe als auch für die Besucher einfacher werden. Vor allem diejenigen Spieler haben hier Vorteile, die regelmäßig die Spielbanken besuchen. Für regelmäßige Gäste gibt es die Möglichkeit, nach einer Registrierung ihre Hand auf den Scanner legen, der sie dann identifiziert. Auch für die Casinos selber bietet dieser Prozess einen enormen Vorteil, denn die bisherigen Kontrollzeiten an den Eingängen sollen auf diesem Weg verkürzt werden.

Vorteile von Einlasskontrollen in Casinos mit Scannern:

– enorme Zeitersparnis

– einfacher Ablauf

– mögliche Registrierung von regelmäßigen Spielern

Die Brandenburgischen Spielbanken GmbH betreibt als Tochtergesellschaft des Landes die Spielbanken in Cottbus und Potsdam. Das Finanzministerium hat in diesen Tagen bekannt gegeben, dass das neue Einlasssystem bereits am 18. August in Cottbus eingeführt werden soll. Die Spielbank in Potsdam wird dann wohl zeitnah folgen. Zuvor gab es drei Spielbanken in der Region, jedoch wurde die Spielbank in Frankfurt (Oder) aufgrund von abgesunkenen Besucherzahlen geschlossen.

Kelheimer Prozess auf Eis gelegt

Kelheimer Prozess auf Eis gelegt

Die Etablissements wurden im Franchise-System betrieben und änderten im Laufe der Zeit mehrfach ihren Namen. Vor Ort wurden einem unbegrenzten Kundenkreis Live-Sportwetten angeboten, obwohl keine notwenige Erlaubnis dafür vorlag. Hinter dem Unternehmen steht die Kapitalgesellschaft "Limited", die ihren Sitz in einer ehemaligen britischen Kolonie, nämlich auf der Insel Malta, hat.

Auf der Anklagebank sitzen bei der Verhandlung in Kelheim ein 25-jähriger ohne Rechtsbeistand und ein 37-jähriger mit Pflicht- und Wahlverteidiger. In der Anklageschrift geht es vor allem um das illegale Angebot von Live-Sportwetten mit fehlender Lizenz. Während zunächst erwartet wurde, dass der Fall klar ist und die Zeugenaussagen dies bestätigen würden, nahm die Verhandlung eine unerwartete Wendung, als sich der Vorsitzende Richter Vanino mit den beiden Rechtsanwälten und der Staatsanwältin kurz nach Beginn der Verhandlung zu einem Rechtsgespräch zurückzog. Nach eineinhalbstündigem Treffen ohne Öffentlichkeit wurde der Prozess fortgesetzt.

Geständnisse der Angeklagten

Beide Angeklagten waren nach dem Treffen von Anwälten, Staatsanwaltschaft und Richter geständig. Trotz der Geständnisse und der eindeutigen Sachlage wurde in dem Fall bis heute kein Urteil gefällt. Wer erwartet hatte, dass das geheime Treffen eine Absprache über das Strafmaß beinhaltet haben könnte, der lag offensichtlich falsch. Das Rechtsgespräch endete ohne Ergebnis.

Richter Vanino machte deutlich, dass das Verfahren erst einmal eingestellt werden würde, da gegen die beiden Angeklagten bereits seit Jahren weitere Verfahren laufen würden. Hier sei ein weit höheres Strafmaß zu erwarten und erst nach Abschluss entsprechender Ermittlungen und weiterer Verurteilungen würde man entschieden, dieses Verfahren gegebenfalls später erneut aufzunehmen.

Umsetzung von Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards

Umsetzung von Identifikations-, Kommunikations- und Prozessstandards

Um diese Vorgänge entsprechen abzuwickeln ist es nötig erst einmal den Bestand zu erfassen, eine Bestellung beim Lieferanten aufzugeben und dann am Ende von Seiten des Lieferanten eine Rechnung gestellt zu bekommen. Dies ist der gängige Prozess in den verschiedenen Branchen. Nach einem ähnlichen Prinzip wird auch die Befüllung eines Geldautomats bei Banken vorgenommen.

Die Organisation GS1 Germany sorgte in der Vergangenheit bereits dafür, dass der Prozess standardisiert wird. Der standardisierte Prozess soll nun auch auf den Handel und die Banken übertragen werden. Hierbei will das Tochterunternehmen der Gauselmann Gruppe, das Traditionsunternehmen Hess, als entsprechende Schnittstelle mitwirken.

Als sogenannter "Solution Provider Cash Logistik" fungiert HESS hierbei als Lösungsanbieter im Bereich Bargeldmanagement. Die Bargeldpolitik soll vereinheitlich werden, daher setzen sich Vertreter von GS1 Germany, Banken, dem Handel, Werttransportunternehmen und Unternehmen für geldverarbeitende Systemlösungen zusammen, um an der Prozessgestaltung zu arbeiten und eine Schnittstelle für diesen Bereich zu formen. Durch die Schnittstelle soll der Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten der Bargeldlogistik vereinheitlicht werden. Einheitliche Standards sollen dazu führen, dass die Prozesse langfristig optimiert werden können.

Etablierung der CashEDI-Schnittstelle

Aktuell wird an der Etablierung der CashEDI-Schnittstelle im Handel und bei Banken gearbeitet. Die Bundesbank nutzt diese Schnittstelle bereits und damit wird ein einfacher, elektronischer Datenaustausch ermöglicht. Durch die Vereinheitlichung des Prozesses werden einige manuelle Schritte überflüssig und auf diese Weise wird der gesamte Prozess vereinfacht. Im Handel und bei den Banken soll CashEDI in Zukunft einige Vorteile mit sich bringen.

Verbot zur Konzessionsverteilung für Sportwetten

Verbot zur Konzessionsverteilung für Sportwetten

Mit dem Verbot ist es dem Hessischen Ministerium nun nicht gestattet, die 20 Lizenzen für die ausgewählten Sportwettenanbieter auszugeben. Das Eilverfahren wurde durch einen Antragssteller eingeleitet, der sich nicht unter den 20 ausgewählten Lizenznehmern befindet. Das Gericht entschied, dass der Antrag zulässig sei und begründet gestellt wurde.

Der Prozess wurde nun komplett gestoppt. Dies wurde von Seiten des Gerichts so begründet, dass die Ausgabe der Lizenzen an die ausgewählten Anbieter für den Antragsteller nicht zumutbar sei. Es wurde mit dem Antrag ein Leitverfahren gegen das Land Hessen eingeleitet. Dem Antragsteller sowie dem Gericht sei bisher keine Akteneinsicht in die Unterlagen der Konkurrenten gewährt worden. Dies wird bei dem Verfahren als Grundlage angesehen, wieso die Auswahl von Seiten des Hessischen Innenministeriums auf seine Rechtmäßigkeit hin in Frage gestellt wird.

Fehlende Transparenz innerhalb des Vergabeverfahrens

Von Seiten des Gerichts wird in erster Linie die fehlende Transparenz bei dem durchgeführten Auswahlverfahren kritisiert. Gerichtlich könne das Auswahlverfahren aufgrund dessen nicht überprüft werden. Von Seiten des Antragsgegners wurde auch nach der Stellung des Eilverfahrens und nach dem Verbot zur Konzessionsverteilung keine Einsicht in die entsprechenden Unterlagen gewährt. Bei dem Auswahlverfahren wurden Bewerber abgelehnt, die nach Angaben der zuständigen Behörde vorgegebene Aufgaben unterdurchschnittlich gelöst haben.

Durch die Fehlende Transparenz ist jedoch für das Gericht und die abgelehnten Bewerber nicht deutlich zu erkennen, an welcher Stelle der Durchschnitt angesetzt wurde und welche Kriterien somit in welcher Art und Weise hätten erfüllt werden müssen. Der Stopp des Vergabeverfahrens wird von Seiten des Gerichts nun damit gerechtfertigt, dass den Bewerbern ein angemessener Rechtsschutz in einer angemessenen Zeit gewährt wird. Die Länge des Vergabeverfahrens habe der Antragsgegner zu verantworten und daher sei die erneute Verzögerung kein unnötiges herauszögern, sondern vielmehr eine notwendige Prüfung des Auswahlverfahrens.

Es wird damit gerechnet, dass weitere Anträge im Eilverfahren mit eben dieser gerichtlichen Entscheidung beantwortet werden. Damit zieht sich, wie bereits erwartet, das Konzessionsverfahren weiterhin in die Länge, da außerdem damit gerechnet wird, dass das Land Hessen Beschwerde gegen die Verbotsentscheidung einreichen wird.

Ehemalige Inhaber der Luganeser Casino-Diskothek Nyx vor Gericht

Ehemalige Inhaber der Luganeser Casino-Diskothek Nyx vor Gericht

Was an dieser Aktion besonders pikant ist, ist die Tatsache, dass das Casino selbst dem Kanton gehört und die Diskothek offiziell ein Teil des Casinos ist, auch wenn der Club durch externe Inhaber betrieben wird. Der Betrugs-Prozess wird vor dem Strafgerichtin Lugano TI verhandelt.

Einer der vier Inhaber ist unterdessen sogar nicht nur, wegen des Betruges in Bezug auf die Diskothek Nyx angeklagt, sondern angeblich auch wegen weiterer Betrügereien. Der 46-jährige Peruaner muss sich daher vor Gericht neben dem Nyx Fall auch wegen undursichtiger Geschäftszahlen in anderen Lokalitäten rechtfertigen. Neben der Diskothek gehörten dem peruanischen Landsmann weitere Bars und Diskotheken, in denen die Buchhaltung ziemlich undurchsichtig gewesen sein soll und insgesamt sogar zwei Millionen Franken zu wenig aufgeführt worden seien.

Ein weiterer Punkt bei der Verhandlung ist zudem die Anklage wegen Mittäterschaft bei Freiheitsberaubung und Körperverletzung. Hierbei soll der Peruaner das Sicherheitspersonal der Diskothek Nyx angewiesen haben, zwei Gäste in einen Raum zu sperren und zu misshandeln.

Der zweite Inhaber, ein 48-jähriger Italiener, ist ausschließlich wegen Finanzdelikten angeklagt.

Darüber hinaus habe der Mann seine Rolle als Marketing-Mitarbeiter im Casino Lugano zu seinen eigenen Gunsten und für Machenschaften der Diskothekbetreiber ausgenutzt, so lautet der Vorwurf. Bei den Finanzdelikten geht es um zu hohe Spesenabrechnungen, die der Italiener gefälscht haben soll, um die überschüssigen Gelder in die eigene Tasche wandern zu lassen. Er selbst gibt an, die Spesenausgaben tatsächlich vergeben zu haben.

Allerdings seien ihm dafür keine Rechnungen ausgestellt worden, weshalb er diese nachträglich erstellt habe.

Nachdem die beiden Angeklagten festgenommen wurden, blieben sie bisher in Untersuchungshaft die Lokale und die Diskothek Nyx wurden vorerst geschlossen und werden nun bereits durch neue Inhaber zum Teil betrieben. Die gestohlenen Gelder wurden nach Angaben des Gerichts doch nicht nur für eigene Zwecke verwendet, sondern in den Betrieb der Diskothek investiert.

Besonders pikär ist die Situation, da die Diskothek Nyx zu der Spielbank Lugano gehört und die Stadt Lugano Mehrteilseignerin ist. Die Stadt habe sich jedoch bereits zu Beginn der Sache von den beiden Inhabern distanziert und so deutlich gemacht, dass hier keine Verbindung im eigentlichen Sinne bestehe.

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