Kein Verkauf der Schleswig-Holsteinischen Spielbanken

Kein Verkauf der Schleswig-Holsteinischen Spielbanken

Nachdem bereits Verhandlungen über den Verkauf geführt wurden, wurden diese von Seiten des Finanzministers Rainer Wiegard (CDU) vorzeitig abgebrochen.

Während der Verhandlungen stellte sich heraus, dass die Räumlichkeiten der Spielbanken von einigen Seiten nachteilig bewertet wurden, weshalb ein geringerer Erlös beim Verkauf herausgekommen wäre, als erwartet wurde. Daher habe man sich gegen den Verkauf entschieden, so das Ministerium.

Nachdem vor Kurzem durch den Landtag das neue Spielbankengesetz verabschiedet wurde, wäre der Verkauf möglich gewesen, jedoch entschied man sich nun offiziell dagegen. Das Finanzministerium gibt an, dass nun ein neues Konzept für die Spielbanken gefunden werden solle, wann dies jedoch umgesetzt wird, ist bisher noch unklar.

Die Spielbanken in Lübeck, Kiel, Flensburg, Schenefeld und auf Sylt bleiben somit weiterhin in der Hand von Schleswig-Holstein. Unter Anderem ist ein Grund dafür, dass die potentiellen Käufer bei den Verhandlungen die Standorte, vor allem von Lübeck und Sylt, als schlecht einstuften.

Während der Verhandlungen bezüglich der Standorte und Räumlichkeiten konnte man sich jedoch offensichtlich nicht einigen, weswegen der Verkauf nun gescheitert ist, da das Angebot der potentiellen Käufer für die Verkäufer zu niedrig schien.

Durch das neue Gesetz ist es den privaten Anbietern von nun an erlaubt, Spielbanken zu betreiben, was vorher nicht der Fall war. Nachdem dies geändert wurde, bleibt es trotzdem weiterhin dabei, dass es in dem nordischen Bundesland nicht mehr als fünf Spielbanken geben wird.

Um als Betreiber einer Spielbank in Frage zu kommen, müssen die Bewerber bestimmte Kriterien erfüllen, um an die Konzession zu gelangen. Sowohl der Schutz der Kunden, als auch die Suchtprävention sollen in den Spielbanken weiterhin gewährleistet werden.

Die Veränderungen im Bereich der Spielbanken sind eine Folge des kürzlich verabschiedeten Glücksspielgesetzes. Nach diesem soll es den Spielbanken außerdem in Zukunft erlaubt sein, ihre Angebote auch Online zu übertragen, somit in die Welt des Online Glücksspiels mit einzusteigen.

Wie sich die Situation rund um die Spielbanken in Zukunft verändern wird, bleibt nach den gescheiterten Verhandlungen nun noch abzuwarten. Bisweilen werden die Objekte jedoch vorerst nicht in private Hand übergeben.