Neuer Standort für das Casino in Köln

Neuer Standort für das Casino in Köln

Das Ratsmitglied Thor Zimmermann gibt an, dass er sich nicht vorstellen könne, dass das Casino an dem geplanten Standort errichtet werde, denn bisher wurde hier mit den Bauarbeiten nicht begonnen. Die Westdeutschen Spielbanken GmbH hält sich als Betreiber in dieser Angelegenheit allerdings weiterhin bedeckt und möchte keine Stellungnahme zu diesem Thema abgeben.

Bereits Mitte des letzten Jahres stand die Errichtung der neuen Spielbank in Köln bereits fest. Nach Angaben des Rathauses standen schon im Juli des letzten Jahres die Pläne fest und alle Voraussetzungen zur Realisierung des Projektes seien zu diesem Zeitpunkt bereits erfüllt gewesen.

Zwar gibt es von Seiten der Westdeutschen Spielbanken GmbH zu diesem Thema keine Stellungnahme, allerdings äußerte sich nun der SPD-Fraktionsvorsitzende, Martin Börschel, der sich als Landtagsabgeordneter für den Standort Köln eingesetzt hatte, zu diesem Thema. Er gibt an, dass aufgrund der Verzögerungen an der Cäcilienstraße bereits andere Standorte in Köln ins Gespräch gekommen seien. Nach Angaben Börschels seien komplizierte planungsrechtliche Themen der Grund dafür, warum es zu den Verzögerungen an dem Standort an der Cäcilienstraße gekommen sei.

Zeit als wichtiger Faktor

Schon bei der Entscheidung für den Standort an der Cäcilienstraße sei zum damaligen Zeitpunkt die Zeit ein wichtiger Faktor gewesen. Aufgrund der Verzögerungen jedoch greift der Zeitfaktor für diesen Standort nun nicht mehr und daher sei es ganz normal, dass alternative Standorte ins Gespräch geraten seien. Die Standortsuche ist nun schon seit geraumer Zeit ein Thema in Köln.

Der Standort an der Cäcilienstraße war von Anfang an ein umstrittener Standort. Zwar ist nun noch keine Entscheidung gegen diesen Standort gefallen, die Zeichen deuten jedoch daraufhin, dass andere Standorte eher in Frage kommen könnten. Börschel betont, dass es bisher allerdings noch keinerlei Vertragsabschlüsse gegeben habe.

Startschuss für den Bau des Casinos in der Cäcilienstraße

Startschuss für den Bau des Casinos in der Cäcilienstraße

Nach einigen Diskussionen und Verhandlungen wurde nun von Seiten des Rathauses ein Vertrag mit der Projektentwicklungsgesellschaft geschlossen. Nach Angaben aus dem Rathaus seien alle Voraussetzungen nun erfüllt und den Konditionen für das Grundstück in der Cäcilienstraße wurde zugestimmt.

Lizenz bereits vergeben

Eine Lizenz wurde bereits vor einiger Zeit vergeben, dafür dass ein neues Casino in der Stadt errichtet werden darf. Der Betreiber hatte von Beginn an das Grundstück in der Cäcilienstraße im Blick und nun wurde der Zweck der Grundstücksnutzung an die Lizenzgebung gebunden. Um das Casino vor Ort realisieren zu können muss nun erst einmal das vor Ort stehende Gebäude, ein Aral-Parkhaus, abgerissen werden, um dann die Baupläne für die Spielbank vor Ort in die Tat umzusetzen.

Entscheidung von Westspiel für die Cäcilienstraße

Als Betreiber für das neue Casino wurde die Westspiel-Gruppe ausgewählt. Die Entscheidung für den Betreiber für das neue Casino in Köln stand schon vor geraumer Zeit fest, nur in Bezug auf den Standort gab es lange Zeit noch Unsicherheiten. Innerhalb des Konzerns mussten noch einige Rahmenbedingungen abgeklärt werden, bevor eindeutig feststand, dass das Casino vor Ort errichtet werden soll. Nun verfügen die Betreiber in der Cäcilienstraße über ein Grundstück, welches rund 300 Quadratmeter Platz für den Bau eines neuen Casinos bietet.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Landesskabinett sich dafür entschieden eine fünfte Lizenz für Nordrhein-Westphalen auszugeben. Köln erhielt den Zuschlag für die Lizenzvergabe und Westspiel setzte sich schnell als Betreiber vor Ort durch. Für die Zukunft soll nicht nur der Betreiber selbst von dem Betrieb einer neuen Spielbank profitieren, sondern auch die Stadt Köln, die mit zwölf Prozent des Bruttospielertrags an den Einnahmen der Spielbank beteiligt werden soll.

Spielhallen sorgen für Konflikt in Gottmadingen

Seit Wochen schon hält ein bestimmtes Thema die Bewohner von Gottmadingen in Atem wie kein anders. Der Konrektor der Eichendorff-Realschule und Anführer der Kritiker des Glücksspiels Raible stellte fest, dass dies seit Wochen rauf und runter geht.

Nicht nur die ablehnende Haltung gegenüber den Spielhallen, sondern auch die allgemeine Vermutung, dass man hier gemauschelt habe, ist äußerst stark. Auf der einen Seite kommt dies aus den Fraktionen je Standort, auf der anderen Seite kommt es aus dem Rathaus, um die Bürgeraktion zu stoppen. Die Glücksspielbetreiber wollen den individuellen bevorzugten Standort stärken. Die Fronten sind schon lange nicht mehr klar, schon lange kann man nur noch Vermutungen anstellen, wer welches Ziel vor Augen hat, schon lange beherrschen unsauberere Methoden die Politik, wie beispielsweise mit einem Leserbrief, der sich als Ente herausstellte.

Die Mitglieder der Gruppe Bürger aktiv verlangen, dass man offen mit dem Thema umgeht. Man wollte den Bürgern die Chance geben, ihre Ansichten zu äußern und direkte Infos zu erhalten. Den Rücktritt des Sprechers Waldschütz nimmt man dabei in Kauf. Im Prinzip sind sich die Gottmadinger einig, dass kaum jemand weitere Spielhallen im Ort möchte. Jedem ist klar, dass der perfekte Standort nicht existiert und keiner zweifelt daran, dass die aktuellen Gesetze eine Ausweisung absolut notwendig machen. Nur über den Weg zum Ziel scheiden sich die Geister. Der Konrektor sagt, dass es bezüglich der Anzahl der Zulassungen keine Kompromisse geben werde. Acht Automaten befänden sich schon im ehemaligen Emminger.

Mit anderthalb weiteren Zulassungen sei die Toleranzgrenze schnell erreicht gewesen, so erklärten Raible und Ruess dass es in der Ortschaft nicht mehr Automaten als nötig stehen müssten. Acht befinden sich bei Emminger, 18 stehen am Stegleacker, das reiche vollkommen aus. Der Gemeinderat der SPD sieht für sich persönlich keine weitere Lösung zur Bürgerinitiative. Er habe den Eindruck, dass dies unbedingt durchgedrückt werden solle, deswegen mache er langsamer.

Er verlangt ein Mitspracherecht für die Bürger und hat keine Angst vor dem Landratsamt, welches schon damit gedroht habe, den Bauantrag für eine Spielhalle im ehemaligen "Adler" direkt neben der bereits existierenden Spielhalle "Las Vegas" auch gegen seinen Willen zuzulassen. Hier sind ebenfalls offene Konflikte vorprogrammiert. Die Gemeinde Gottmadingen hat schon eine Anwaltskanzlei in Freiburg eingeschaltet, um die eigenen Interessen zu vertreten. Wer sich bei diesem Konflikt durchsetzen wird ist noch unklar.