Vorgetäuschte Straftat im Seven Casino Palace in Graz

Vorgetäuschte Straftat im Seven Casino Palace in Graz

Genau auf diese Art und Weise zogen die beiden Gauner den Clou durch, doch blieb dieser vorgetäuschte überfall nicht lange Zeit unentdeckt. Am 22. Dezember 2013 wurde die Straftat von den beiden Ganoven durchgeführt. Der Kellner wurde im Casino überfallen und konnte erst nach 15 min den Alarmknopf drücken, da er nach eigenen Angaben gefesselt gewesen sei. In der Zeit bis zur Alarmauslösung konnte der befreundete Dieb den Tresorraum leeren, die Vorstellung beider Freunde war tatsächlich glaubwürdig, fast schon filmreif.

Während die Vorstellung des überfalls offensichtlich gut durchgeplant und tatsächlich glaubwürdig war, waren die beiden Ganoven anschließend allerdings weniger vorsichtig. Am Tag danach wurde von Seiten des Kellners in einer Diskothek eine Champagnerparty für seine Freunde geschmissen.

In seinem Arbeitsumfeld war bekannt, dass der Kellner hohe Schulden hatte, da er auch als krankhafter Spieler bekannt war. Natürlich wurde aufgrund dessen Verdacht geschöpft, da der Kellner mit Geld nur so um sich zu schmeißen schien. Bei Nachforschungen stellten Beamte fest, dass sich der mutmaßliche Dieb als Gast auf der Party des Kellners befand und stellte somit deren freundschaftliche Verbindung fest.

Sowohl der 30 jährige Kellner als auch sein 20-jähriger Kumpane steckten beide bis zu beiden Ohren in Schulden fest. Die Spielsucht des Kellners war bekannt und dies war auch der Grund dafür, warum der junge Mann sich so hoch verschuldet hatte. Nachdem für die Beamten der Zusammenhang deutlich wurde, wurden beide Verdächtigen zum Verhör geladen. Beide Gauner waren geständig und gaben zu, den überfall vorab gemeinsam geplant zu haben. Die Geständigen wurden nicht in Haft genommen, da es sich bei der Straftat um einen Diebstahl, nicht aber um einen Raub handelte.

Casino "Bellagio" wieder Opfer eines Überfalls

Casino "Bellagio" wieder Opfer eines Überfalls

Beim neusten Überfall spielen auch Perücken, Sonnenbrillen und Pfefferspray eine tragende Rolle. Man wollte 23 Spielchips mit einem Wert von je fünftausend Dollar entwenden, doch dies glückte nicht. Die geistesgegenwärtige Reaktion eines Angestellten in der Spielstätte im bekannten "Bellagio" sorgte dafür, dass die Jetons im Gesamtwert von 115.000 Dollar dort blieben wo sie waren.

Der Täter wurde vor Kurzem festgenommen und bekommt nun eine Anklage aufgrund Raub, Verschwörung und Einbruch. Der 24jährige und sein Komplize gingen um etwa 23 Uhr mit Perücken, Sonnenbrillen und Pfefferspray bewaffnet in den Bereich für Black Jack mit "High Stakes" im besagten Casino.

Ein Zeuge sagte, dass die Räuber dem Verteiler mit dem Spray besprüht haben, dann an die Box mit Spielchips gingen, um so viele Jetons mitzunehmen, wie sie tragen konnten. Der Zeuge hielt das Ganze für einen Streich und rief dann laut "Überfall", als ihm der Ernst der Lage klar wurde. Ein Angestellter des Casinos verfolgte die beiden und konnte den ersten Räuber dingfest machen.

Jeder der 23 Jetons lag auf dem Boden und konnten nach kurzer Zeit konfisziert werden, dem Komplizen gelang es allerdings, zu entwischen. In seiner ersten Vernehmung sagte der Haupttäter, dass eine dritte Person die Idee mit dem Raub hatte. Diese hat ihn mit einer fingierten Anzeige in die Stadt gebracht und ihm sein Vorhaben dargelegt.

Der erste Räuber hatte zu diesem Zeitpunkt keinen Job und kümmerte sich um seine kranken Eltern und war mit dem Plan einverstanden, weil er unter Geldnot litt. Die beiden Täter haben nach Plänen der dritten Person die Chips am Ausgang des Casinos abgeben sollen, damit sie den "Chef" in einem Zimmer im Hotel "Mandalay" treffen konnten.

Die Gesetzeshüter der Stadt berichten, dass der Komplize und die dritte Person noch nicht ausfindig gemacht werden konnten.