Korruption und Spielschulden in Macau

Korruption und Spielschulden in Macau

Sehr früh schon wurden Korruption, Spielsucht, Spielschulden und Kriminalität mit dem Glücksspiel in Verbindung gebracht und ein aktuelles Beispiel aus Macau scheint diese Einstellung zudem noch zu bestätigen. Der CEO der Immobilienfirma Dongding, Shao Dongming, ist derzeit im Fokus der Regierung. Dem Unternehmer wird Korruption vorgeworfen und zudem soll er im Laufe der Jahre Spielschulden in Höhe von 160 Millionen Dollar in Macau gemacht haben.

Dongming ist in China als Zocker bekannt. In Shanghai gilt der Unternehmer als einer der reichsten Männer der Region. Bereits seit dem Jahr 2011 soll der Zocker dem Glücksspiel in Macau nachgegangen sein. Hier sei er mit dem Namen "Red King of Gambling" bekannt geworden. Doch wie es beim Glücksspiel leider oft der Fall ist, hat nicht jeder Spieler dauerhaft Glück. So scheint das Spiel auch dem Unternehmer nicht dauerhaft gut bekommen zu sein. Nach Angaben eines Casinos in Macau habe der Spieler im Jahr 2012 einen Schuldenberg in Höhe von umgerechnet 160 Millionen Dollar angehäuft.

Drohung statt Rückzahlung

Die Regierung prüft aktuell die Vorwürfe gegen Dongming. Es ist nicht bekannt, welchem Casino der Unternehmer die 160 Millionen Dollar schuldet. Bekannt wurde lediglich, dass das Casino den Spieler bereits um die Rückzahlung der Schulden gebeten habe, doch dieser Zahlungen jeder Art verweigerte. Nach Angaben des Casinos soll der Spieler dem Casino sogar gedroht haben, dass jeder der ihm Probleme mache im Gefängnis landen werde.

Der Unternehmer hat dank seines Bekanntheitsgerades jede Menge Kontakte und soll einen Repräsentanten des Casinos eingeschüchtert haben, als dieser um die Rückzahlung bat. Korruption wird aktuell in Macau stark verfolgt und so bleibt abzuwarten, ob sich die Vorwürfe Gegen den Unternehmer als wahr herausstellen und welche Folgen dies für ihn bedeuten werden.