Wer wird bei der Spielsucht verantwortlich gemacht?

Wer wird bei der Spielsucht verantwortlich gemacht?

Pathologische Spieler beklagten ihren Verlust beim Glücksspiel und die Casinos mussten in vielen Fällen das verspielte Geld an die krankhaften Spieler zurückzahlen. Laut Gesetz sind die Betreiber verpflichtet die Übersicht zu behalten und im Falle von Spielsucht die Spieler aus den Etablissements zu verweisen. Bisher wurde meist festgelegt, dass die Casinos nicht ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen seien und daher wurden die Betreiber in diesen Fällen zur Verantwortung gezogen.

Ein aktueller Fall zeigte auf, dass auch andere Entscheidungen getroffen werden können. Hier klagte ein Spieler, der von Juni 2010 bis Januar 2012 170.000 ? bei einem Online Anbieter verspielt hatte. Der Spieler forderte das Geld zurück, da er die Spielsucht als Vorwand nutzte und seiner Ansicht nach für seinen krankhaften Spieltrieb nicht bestraft werden dürfte.

Der Anbieter Unibet bewegte sich mit seinem Glücksspielangebot zwar in einer Grauzone, weil er für das Angebot in den Niederlanden keine Lizenz besitzt, dennoch entschied das Gericht sich dafür, die Klage des Spielers abzuweisen. Die Begründung hierfür lautete, dass der Anbieter Unibet keinen Fehler begangen habe und daher für den Verlust des Spielers nicht verantwortlich sei.

Regulierung des Online Glücksspiels in den Niederlanden

Der Glücksspielanbieter Unibet freute sich natürlich über die Entscheidung des Gerichtes und hofft nun gleichzeitig darauf, dass dieser Fall einen Anstoß dazu gebracht hat, dass das Online Glücksspiel in den Niederlanden in Zukunft richtig reguliert werden wird. Noch in diesem Jahr soll eine Regulierung vor Ort stattfinden und eine stabile, rechtliche Grundlage in Bezug auf das Online Glücksspiel schaffen.