Neue Geldwäscherichtlinie verabschiedet

Neue Geldwäscherichtlinie verabschiedet

Hierzu wurde erst im März dieses Jahres die vierte Geldwäscherichtlinie von Seiten des Europäischen Parlaments verabschiedet. Als Adressaten dieser Richtlinie werden dieses Mal vor allem die Glücksspielanbieter gesehen. Natürlich sorgte die Richtlinie bereits für Kritik, wie es oft der Fall ist, wenn innerhalb der Gesetzgebung etwas verändert wird.

Kritisiert wurden in erster Linie die änderungen zu den Identifizierungspflichten bei Online-Glücksspielen. Je nach Art des Glücksspielangebots und nach Art des Etablissements gelten für die Glücksspielanbieter unterschiedliche Anforderungen an die Kundenidentifizierung. In terrestrischen Casinos liegt die Schwelle, bei der eine Identifizierung der Kunden notwendig wird, bei einem Geldbetrag in Höhe von 2.000 Euro.

Beim Online Glücksspiel hingegen, müssen die Kunden sich identifizieren, sobald sie die Geschäftsbeziehung mit dem Glücksspielanbieter eingehen. Beim Online Glücksspiel sei die Gefahr der Geldwäsche besonders hoch, so die Experten. Bei anderen Glücksspielangeboten sei das Risiko für Geldwäscheaktivitäten weitaus geringer.

Wissenschaftlichen Studien zu Folge sei das Risiko der Geldwäscheaktivitäten bei allen Arten des Glücksspiels besonders hoch. Hier spiele es keine Rolle, um welches Glücksspielangebot es sich handle, das Risiko sei das gleiche. Grundsätzlich sei die Aktivität im Bereich der Geldwäsche besonders hoch, wo es für das angebotene Glücksspiel keine Regulierung gibt. Beim illegalen Glücksspiel also, wurden bereits vermehrt Geldwäscheaktivitäten festgestellt, wohingegen bei reguliertem Glücksspiel das Risiko eher gering ausfalle.

Razzia im illegalen Spielcasino

Razzia im illegalen Spielcasino

Mit einer durchgeführten Razzia in einer Villa im Little Venice Housing Estate in der Siam Country Road wurde am 18. Februar 2014 ein illegales Spielcasino ausgehoben. Am frühen Morgen führte eine Polizeieinheit, bestehend aus 50 Mann, eine Razzia durch, die durch einen Tipp möglich gemacht wurde. Aufgrund eines Tipps hatten die Beamten sich einen Durchsuchungsbefehl besorgt und konnten so die Razzia in dem entsprechenden Etablissement durchführen.

Der Tipp machte sich offenbar bezahlt, denn bei dem Einsatz wurde ein komplett eingerichtetes Spielcasino vorgefunden. In diesem gab es extra Räume für Roulette, Poker und andere Glücksspiele. Das illegale Spielcasino war auf die Razzia nicht vorbereitet, wodurch diese für die Beamten zum vollen Erfolg wurde. Es konnten insgesamt 26 Mitarbeiter und 34 Spieler vor Ort festgenommen wurden. Eine Summe in Höhe von 188.000 Baht konnten in Form von Bargeld sichergestellt werden. Auch die Spielchips wurden von Seiten der Polizei beschlagnahmt. Durch die Mitnahme der Sicherheitsbänder des Spielcasinos sollen nun weitere Kunden ermittelt werden, um auch diese entsprechend vor Gericht zu bringen.

Bei dem Betreiber des illegalen Spielcasinos handelt es sich um einen Thailänder mit dem Namen Panya. Dieser konnte auch vor Ort festgenommen werden. Welche Folgen auf die festgenommenen Spieler, Angestellten und den Betreiber und gleichzeitigen Besitzer der Villa zukommen werden, bleibt vorerst noch abzuwarten.

Glücksspielanbieter ziehen sich aus Südtirol zurück

Glücksspielanbieter ziehen sich aus Südtirol zurück

Da die Betreiber vor Ort enorm mit den Regulierungen zu kämpfen haben, drohen nun die Folgen. Die ersten Betreiber, die Adria Gaming und die Allstar GmbH, haben nun bereits angekündigt sich komplett aus Südtirol zurückzuziehen. Mit dem Rückzug aus Südtirol ziehen die Betreiber sich jedoch nicht komplett vom Markt zurück, sondern verlegen die eigenen Standorte in Regionen mit leichteren Bedingungen, wie zum Beispiel Brescia und Verona. Als Folgen daraus drohen 115 Arbeitnehmern nun die Kündigungen und dem Land werden Steuereinnahmen in etwaiger Höhe von 80 Millionen Euro entgehen.

Als Eigentümer von der Allstar GmbH und von Allstar Gaming ist das niederösterreichische Glücksspielunternehmen Novomatic. Novomatic ist eines der größten Glücksspielunternehmen in ganz Europa. Die beiden Gesellschaften betreiben in Südtirol sowohl die Spielautomaten in Gastbetrieben, aber auch insgesamt acht Spielhallen mit Spielautomaten. Die Gesetzgebung, nach der die Spielhallen einen Mindestabstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen von 300m einhalten müssen, besteht bereits seit dem Jahr 2010.

Nun wurde die Gesetzgebung ausgeweitet und gilt heuer auch für Gastbetriebe. Für Südtirol bedeutet dies, dass fast alle Spielautomaten entfernt werden müssen. Als Frist zum übergang wurde ein Zeitraum von zwei Jahren festgelegt. Die Lizenzen für die Spielstätten würden demnach im Jahr 2015 verfallen.

Die Begeisterung der Betreiber in Südtirol hält sich in Grenzen. Hier wird darauf hingewiesen, dass es keinem zu Gute kommen würde, wenn die legalen Spielautomaten aus der Region verbannt werden, denn dies bedeute, dass mehr und mehr Spielautomaten illegal aufgestellt werden würden. Mit den illegalen Spielautomaten würde keine Regulierung möglich sein, was bedeutet auch die Spieler selbst würden in die Illegalität abdriften. Gleichzeitig würde dies auch Steuerverluste für die Stadt bedeuten.

Gesetzesentwurf für die Steiermark

Gesetzesentwurf für die Steiermark

In dem Gesetzesentwurf ist zudem festgelegt worden, dass die Einsätze für die Spielautomaten in Zukunft höher sein sollen. Der Entwurf muss nun einer Prüfung unterzogen werden, bevor das Gesetz tatsächlich verabschiedet werden kann. Die Verabschiedung soll dann zum Jahr 2016 erfolgen, in dem das Gesetz, wenn es verabschiedet werden wird, Gültigkeit erlangen soll.

Insgesamt sind in Bezug auf Spielautomaten strengere Regelungen und Regulierungen vorgesehen. In dem Gesetzesentwurf ist außerdem verankert, dass in Etablissements mit Spielautomaten Rauch- und Alkoholverbot eingeführt werden soll. Die Verringerung der Anzahl an Spielautomaten in der Steiermark soll erreicht werden, indem die Spielautomaten auf Tankstellen oder in Gaststätten nicht mehr aufgestellt werden dürfen.

Ein Verbot der Aufstellung in diesen Etablissements hat zur Folge, dass Spielautomaten nur noch in Spielhallen vorhanden sein dürfen. Für Spielhallen gibt es wiederum eine maximale Anzahl an Spielautomaten, die pro Etablissement aufgestellt werden dürfen. Durch diese Maßnahmen soll die Anzahl der Spielautomaten in der Region deutlich verringert werden.

Weitere Regelungen in Bezug auf das Automatenspiel beziehen sich auf den Einsatz am Spielautomaten. Während vorher bereits mit einem Einsatz in Höhe von 50 Cent gespielt werden konnte, soll dieser Mindesteinsatz nun auf zehn Euro erhöht werden. Parallelspiele sollen damit einhergehend nicht mehr gestattet sein. Außerdem soll es Veränderungen in Bezug auf die Spielzeit geben, denn es soll eine vorgeschriebene Pausenzeit von 15 Minute nach jeweils zwei Stunden festgesetzt werden.

Während Suchtexperten die Verringerung der Anzahl an Spielautomaten begrüßen, ist die Regelung in Bezug auf den erhöhten Mindesteinsatz bisher bei Experten nicht gut angekommen, da durch einen Höheren Einsatz in der gleichen Zeit viel mehr Geld verspielt werden könnte, als mit einem niedrigeren Einsatz.

Online Glücksspiel in China

Online Glücksspiel in China

Eine Vielzahl an illegalen Angeboten bedient die Nachfrage der Spieler in China. In China gibt es bisher lediglich in Macau, der Glücksspielmetropole, für die chinesische Bevölkerung die Möglichkeit, legal zu spielen. Das Online Glücksspiel stellt jedoch eine besondere Verlockung dar, da dieses den Spielern hohe Flexibilität und Bequemlichkeit garantiert und vor allem werden Reisekosten gespart, da die Spieler direkt von zu Hause aus loszocken können.

Der asiatische Online Glücksspielmarkt wird derzeit von bekannten Anbietern wie Bodog88, Dafa888, bet365 und 138 Sun Game beherrscht. Die Prognosen für die Zukunft des Online Glücksspiels sehen auch in China, egal ob legal oder illegal, sehr positiv aus. Klar also, dass die Anbieter von dem Kuchen ein Stück abhaben möchte. Der Markt wächst schnell und stetig und so wachsen auch die Einnahmen der Anbieter regelmäßig.

Das illegale Angebot von Online Glücksspiel gab es auch lange Zeit in den USA. Hier wurde im Jahr 2006 ein Gesetz verabschiedet, der UIEGA, der das Online Glücksspiel regulieren sollte. Dies war nur teilweise erfolgreich und so sorgte der Black Friday im Jahr 2001 für Spieler und Anbieter für ein einschneidendes Erlebnis, von dem noch heute gesprochen wird.

Eigentlich wird die chinesische Regierung als sehr streng eingestuft, vor allem wenn es um Verbote geht. Im Moment wird allerdings davon ausgegangen, dass die Regierung auf das Ausufern der illegalen Glücksspielangebote im Internet noch nicht aufmerksam geworden ist oder es noch nicht die entsprechende Wichtigkeit bzw. Brisanz erreicht hat. Es bleibt abzuwarten, ob die Regierung spätestens dann eingreift, wenn der Markt weiterhin anwächst und auch die Einnahmen steigen.

Durch das illegale Angebot in China profitiert das Land nicht von den Glücksspielgeschäften im Internet. Spätestens deshalb haben sich bereits andere Länder entschieden, das Online Glücksspiel zu regulieren, um so die Kontrolle über den Markt zu erhalten und an dem boomenden Geschäft mitzuverdienen.