Besteuerungssystem in Frankreich sorgt für Rückzug

Besteuerungssystem in Frankreich sorgt für Rückzug

Nach eigenen Angaben der Unternehmer wollen viele Anbieter ihre Lizenz für Frankreich kündigen, da das Besteuerungssystem für die Unternehmen nicht rentabel genug sei. Immer mehr Kündigungen sind eingegangen und auch die französische Regulierungsbehörde ARJEL hat vier Lizenzvergaben wiederrufen, da dies von den Anbietern so gewünscht wurde.

Ein Wiederruf der Lizenz wurde unter Anderem von der italienischen Firma SNAI vollzogen, noch bevor der Anbieter seine Spiele auf dem Markt präsentierte. Auch Electraworks, eine Tochterfirma von bwin.party gab bereits die ersten Lizenzen zurück. Weitere Kündigungen erfolgen von Unternehmen wie Full Fun SAS und Traffic SAS. Zum Teil wurden Webseiten zusammengelegt und andere Anbieter zogen sich mit der Kündigung der Lizenz komplett vom französischen Markt zurück. Auch kleine Anbieter wie Illiad Gaming und Winga entschlossen sich bereits im Juli für die Rückgabe der Lizenzen.

Die Lizenzvergabe wurde im Jahr 2010 in Frankreich begonnen.

Seit die ersten Lizenzen herausgegeben wurden, kündigten insgesamt 25 Unternehmen einen Teil der französischen Lizenzen auf, sodass heute nur noch 35 Lizenzen in Frankreich aktiv sind. Das Besteuerungskonzept der Regierung sei für die Anbieter von Nachteil, da die Besteuerung so hoch angesetzt ist, dass die Unternehmen kein ertragsreiches Geschäft vor Ort aufbauen und ausreichend Umsätze einspielen zu können, um die eigene Position am französischen Glücksspielmarkt zu festigen. Die Regulierungsbehörde schlug der Regierung zwar bereits ein anderes Besteuerungsmodell vor, jedoch gab es hierauf von Seiten der Regierung bisher noch keine weiteren Reaktionen.

Einige Unternehmen, wie beispielsweise der französische Glücksspielanbieter BetClic Everest, mussten im vergangenen Jahr immense Verluste hinnehmen. Für 2012 fuhr das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 90 Millionen Euro ein. Der Grund hierfür wird von Seiten der Unternehmen in erster Linie in dem Steuersystem für Online Glücksspiel vor Ort gesehen.

Neben den Anbietern, die ihre Lizenzen nun zurückziehen oder bereits aufgekündigt haben, gab es auch im Vorfeld bereits einige große Glücksspielanbieter, die sich vor der Ausschreibung schon gegen die Bewerbung um eine Lizenz für den französischen Markt entschieden, da sowohl die Einstiegskosten als auch die Steuern zu hoch angesetzt waren, wie es von Seiten der Unternehmer angedeutet wurde.

Offensichtlich war dies genau die richtige Entscheidung, denn die Unternehmen, die sich trotz hoher Kosten für eine Lizenz entschieden, müssen nun mit Verlusten kämpfen und sich teilweise komplett vom französischen Markt zurückziehen.

Amerikanisches Gericht stuft Poker als Geschicklichkeitsspiel ein

Amerikanisches Gericht stuft Poker als Geschicklichkeitsspiel ein

Den Kampf darum, dass das Pokerspiel dem Geschicklichkeitsspiel zugeordnet wird, fechtet die Poker Player Alliance an vorderster Front aus. Dies soll auch dazu beitragen, dass das Pokerspiel in Amerika in Zukunft wieder legalisiert werden könnte.

Durch den Richter Jack B. Weinstein ist die PPA diesem Schritt offensichtlich einen kleinen Schritt näher gekommen, denn dieser entschied, dass Poker ein sogenanntes"Game of Skill" ist, zu Deutsch den Geschicklichkeitsspielen zugeordnet werden muss.

Wäre Poker ein Glücksspiel, wäre dies in Amerika nicht gestattet, aber dadurch dass der Richter nun festlegte, dass das Spiel auf Können basiert, gehört es seiner Ansicht nach zu den Geschicklichkeitsspielen.

Die PPA trug mit der Lieferung von Hintergrundinformationen dazu bei, dass der Richter sich dafür entschied Poker als Geschicklichkeitsspiel zu deklarieren, Bei dem Fall vor Gericht war Lawrence DiChristina angeklagt, da dieser einen kleinen Pokerraum in Staten Island (New York City) betrieben hatte. Zwar bewirkt diese Entscheidung des Richters nicht, dass das Pokerspiel von nun an in den USA legal ist, aber dennoch könnte es einige Grenzen lockern. Diejenigen, die sich für die Regulierung des amerikanischen Marktes einsetzen, hoffen jedoch nun, dass sie durch diese Gerichtsverhandlung mehr Rückenstärkung erhalten.

Außerdem könnte diese Erkenntnis den Unlawful Internet Gambling Enforcement Act (UIGEA) außer Kraft setzen, denn dieser bezieht sich lediglich auf Ein- und Auszahlungen bei Online Glücksspiel Seiten. Auch die Angeklagten, die wegen des Black Fridays noch Verfahren abzusitzen haben, können von nun an hoffen, dass sich in der Pokerbranche einiges ändern könnte.

Online Poker in Amerika

Online Poker in Amerika

Dieser Anbieter ist das South Point Hotel, Casino & Spa. Durch die staatliche Genehmigung ist dieses das erste Hotel, welches legal Online Poker in Nevada anbieten darf. Die Webpräsenz kann ab Herbst dieses Jahres von den Kunden genutzt werden.

Das Unternehmen hat bereits einige Erfahrungen in dieser Branche, denn das South Pint hatte bisher Echtgeldspiele über das ZEN Entertainment Netzwerk im Internet angeboten. Um die eigene Webseite präsentieren zu können haben die Unternehmer mit Hilfe neuer Software die Präsenz entwickelt.

Ab Herbst soll diese nun den Kunden zur Verfügung stehen und ab dann kann legal gepokert werden. Die Lizenzgebühr in Höhe von 500.000 USD muss vorab bezahlt werden und dann steht der Präsentation der Website nichts mehr im Wege. Die Kunden können dann in Zukunft entweder die Einwohner Nevadas sein oder auch Touristen, die als Besucher vor Ort sind.

Die Vergabe weiterer Lizenzen steht das als nächstes auf dem Plan. Eine der begehrten Lizenzen soll unter Anderem an das Monarch Casino und Resort vergeben werden, jedoch hat das Unternehmen bisher noch keinen passenden Online Partner, um die Lizenz erhalten zu können.

Drei weitere Lizenzen werden an Bally Technologies, International Game Technology und Shuffle Master vergeben. Diese Online Firmen benötigen lediglich einen landbasierten Partner, um dann das Online Poker Angebot freischalten zu können.

Mit dieser Neuerung ist der erste Schritt im Bereich des Online Pokers in Amerika getan. Es ist davon auszugehen, dass es auch nicht mehr lange dauern wird, bis die großen Poker Anbieter, wie PokerStars und Party Poker vor Ort wieder online gehen werden, so die Experten.

Geplante Sperrungen von illegalem Online Glücksspielangebot

Geplante Sperrungen von illegalem Online Glücksspielangebot

Aber weit gefehlt, denn mehr denn je werden Kritiken und Bedenken von verschiedenen Seiten geäußert, trotzdem der Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 1. Juli 2012 in Kraft getreten ist, gaben bisher noch immer nicht alle Länder ihre Zustimmung und auch die Kommission für Binnenmarkt und Dienstleistungen äußerte vermehrt die eigenen Bedenken.

Von Seiten der Kommission für Binnenmarkt und Dienstleistungen wurde nun eine Bekanntgabe öffentlich gemacht. Diese besagt, dass im Laufe der nächsten Monate ein "Aktionsplan" veröffentlicht werden soll, der sich besonders auf die Regulierung des Online Glücksspiels bezieht.

Das Online Glücksspiel ist zu großen Teilen in Deutschland illegal. Diese Illegalität sollte mit Hilfe einer neuen Gesetzgebung und einer damit verbundenen Liberalisierung bekämpft werden. Von Seiten der Kommission soll diese Bekämpfung angestrebt werden und hierfür werden bereits Pläne geschmiedet, wie diese Umsetzungen möglich werden können. Es wird bereits von Sperrungen von illegalen Online Casinos gesprochen und auch Pokeranbieter sollen in Zukunft aufgrund der Illegalität gesperrt werden.

Der sogenannte Aktionsplan soll die Regelungen beinhalten, wie in Bezug auf das illegale Online Glücksspiel vorgegangen werden soll und welche Maßnahmen ergriffen werden können. Dies betrifft vor allem auch die Sperrungen verschiedener Webseiten, weil hierzu erst die rechtlichen Grundlagen näher betrachtet werden müssen.

Dieser Aktionsplan soll bis zum Herbst fertig sein, so dass die künftigen Maßnahmen dann mit diesem präsentiert und in Angriff genommen werden können. Die Kommission macht jedoch zur gleichen Zeit deutlich, dass die bundeseinheitliche Regelung für nicht sinnvoll gehalten wird. Daher sei auch die Lizensierung verschiedener Online Glücksspiel Anbieter im Gespräch.

Die Illegalität von Online Webseiten unterliegt bereits jetzt schon einer Prüfung. Aussagen zu Folge wurden schon neun Fälle dieser Art aufgedeckt. Es wird Beschwerden nachgegangen, die die Illegalität verschiedener Webseiten bekanntgeben und welche nun von Seiten der Kommission überprüft werden sollen.

Wenn die strengen Regelungen und Regulierungen in Zukunft in Europa tatsächlich umgesetzt werden sollten, würde dies einen schweren Schnitt für die Online Glücksspielbranche in Europa bedeuten. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Regelungen und Gesetze in der nahen Zukunft weiter entwickeln werden.

Glücksspieländerungsstaatsvertrag im Gespräch

Glücksspieländerungsstaatsvertrag im Gespräch

In Nordrhein-Westphalen steht die Ratifizierung des Glücksspielstaatsvertragsentwurfs an. Gefordert wurde eine bundeseinheitliche Regulierung des Glücksspielmarkts.

Das Gesetz sollte auf Antrag der Europäischen Union angepasst werden, da es in der alten Fassung nicht mit dem EU-Recht konform ging. Die EU-Kommission forderte eine liberale Regulierung des Glücksspielmarkts, die einen freien und fairen Wettbewerb in Deutschland gewährleistet.

Während der Gesetzesentwurf für den Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 1. Juli 2012 in Kraft treten soll, verabschiedete Schleswig-Holstein bereits im vergangenen Jahr ein eigenes Glücksspielgesetz und distanzierte sich dadurch von der bundeseinheitlichen Regulierung.

Das schleswig-holsteinische Gesetz stieß bei Brüssel auf positive Befürwortung, während an dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag viel Kritik geäußert wurde. Das Gesetz in Schleswig-Holstein ist bereits zu Beginn dieses Jahres in Kraft getreten.

Auch die ersten Lizenzen wurden vor Ort bereits vergeben.

Der Regierungswechsel vor Ort hat jedoch geplante änderungen aufgeworfen, denn der aktuelle Ministerpräsident möchte die Abschaffung des Glücksspielgesetzes durchsetzen und die vergebenen Lizenzen zurückziehen. Geplant ist es, dass das nordische Bundesland dann doch der bundeseinheitlichen Regierung anschließen wird. Inwieweit die Pläne der neuen Regierung umgesetzt werden können, muss allerdings erst rechtlich geprüft werden.

Die Bundesländer müssen nun den Glücksspieländerungsstaatsvertrag ratifizieren. Bisher haben erst fünf Länder ihre Zustimmung zu der bundeseinheitlichen Regulierung gegeben. Wie Nordrhein-Westphalen sich in Bezug auf das Gesetz entscheiden wird, steht derzeit noch in den Sternen, allerdings kommen die Zuständigen nun zusammen, um eine Entscheidung über das neue Gesetz für das Land treffen zu können.

Aus Brüssel gibt es jedoch weiterhin viel Kritik, denn der Glücksspielstaatsvertrag entspreche immer noch nicht den Richtlinien und dem Recht der EU. Experten sind der Meinung, dass das änderungsgesetz in Zukunft vor dem Europäischen Gerichtshof landen wird, da bisher zu viel Kritik geäußert wurde.

Es wird mit der Aufhebung des Glücksspieländerungsstaatsvertrags gerechnet, welcher dann neu verhandelt werden müsste. Dies würde dann zu Lasten der Steuerzahler fallen, welche über diese Aussicht natürlich nicht besonders erfreut sind.