Jagd auf Glücksspiel- und Sportwettenbetreiber in Wien

Jagd auf Glücksspiel- und Sportwettenbetreiber in Wien

In Wien macht sich unter den Glücksspiel- und Sportwettenbetreibern Unmut breit. Der Grund hierfür sind zum einen fehlende Bewilligungen, trotzdem die Betreiber der eigenen Aussage nach alle Voraussetzungen erfüllen würden und zum anderen die anhaltenden Razzien, die von Seiten der Stadt in Wettlokalen durchgeführt werden, um illegale Glücksspielangebote festzustellen und zu beseitigen.

Offensichtlich haben die Glücksspiel- und Sportwettenbetreiber es in diesen Tagen in Wien tatsächlich nicht einfach. Die Regierung scheint Jagd auf die Betreiber zu machen, die sich bereits im Vorfeld schon ungerecht behandelt fühlten. Doch sind die Kontrollen vielleicht wirklich begründet?

Ergebnis der Razzien in Wien:

  • Beschlagnahmung von 20 illegalen Wettterminals bei der letzten Aktion
  • Beschlagnahmung von vier illegalen Glücksspielautomaten bei der letzten Aktion
  • 17 Anzeigen zum Marktamt
  • insgesamt wurden in der Stadt bereits 370 Wettautomaten konfisziert
  • erfolgreiche Razzien führen zu dem Entschluss entsprechende Kontrollen weiterhin durchzuführen

Strenger Jugend- und Spielerschutz

Begründung für die strengen Regelungen und die strengen Kontrollen ist ganz einfach: der Jugend- und Spielerschütz müsse langfristig gestärkt werden. Der Schutz der Spieler stehe über dem Vergnügen der anderen Spieler durch Wett- und Glücksspielangebote. Die Spielsucht stellt für die Spieler generell eine große Gefahr dar und könnte sogar Existenzen zerstören. Daher sollte es kaum verwunderlich sein, dass die Regierung das Glücksspiel in kontrollierte Bahnen zu lenken versucht und Jagd auf illegale Wett- und Glücksspielanbieter macht. Nach Angaben der Behörde werden die Kontrollen regelmäßig durchgeführt. Bei den Kontrollen aufgedeckte Missstände werden sofort beseitigt beziehungsweise diesen werde unmittelbar entgegengewirkt. Neben Beschlagnahmungen drohen den illegalen Anbietern zudem hohe Strafen.

Kein freies Gewerbe mehr

Während die Sportwettenbranche früher in Wien als freies Gewerbe galt, kann hiervon heute nicht mehr die Rede sein. Die Gesetzgebung wurde vor drei Jahren mit dem Wiener Sportwettengesetz verschärft und zwischenzeitlich mehrfach novelliert. Branchenvertreter, die eigenen Angaben nach alle Auflagen erfüllen würden, würden trotzdem keinen Bescheid bekommen. Dies sorgt für Unmut bei den Anbietern und für Unverständnis gegenüber der Regierung. Nach Angaben der Branchenvertreter wurden bisher durch die Stadt Wien nur sehr wenige und zudem zeitlich begrenzte Bewilligungen erteilt. Bei den Anbietern entsteht nun der Eindruck, dass die Stadt eigentlich keine Lizenzen verteilen möchte und daher die Razzien durchführt, um die Missstände bei zahlreichen Anbietern auch gegen die Anbieter zu verwenden, die eigentlich alle Voraussetzungen erfüllen würden. Bei dieser Annahme handelt es sich jedoch bisher nur um eine Mutmaßung von Seiten der Betreiber, die zuständige Behörde kommentiert diese Annahme nämlich als absurd.

Wunsch nach Legalität führt in die Illegalität

Wunsch nach Legalität führt in die Illegalität

Seit Jahren nun sorgt das Glücksspiel für einen dauerhaften Kampf. Das illegale Glücksspiel boomt und ist dem Staat ein Dorn im Auge. Regelungen und Regulierungen des Staates, zur Eindämmung des legalen Glücksspiels, führen jedoch dazu, dass mehr und mehr illegale Angebote präsentiert werden.

Während die Anzahl der Spielhallen in vielen Städten durch gesetzliche Regelungen verringert werden, wächst das Angebot im Internet. Der Markt des Online Glücksspiels boomt weiterhin und das obwohl das Angebot im Internet in Deutschland größtenteils illegal ist.

Schärfere Regeln für 2017

Der Staat sagt dem Glücksspiel den Kampf an. Hauptaugenmerk liegt hierbei vor allem auf den Spielhallen, diese sollen eingedämmt werden. Viele Städte und Regionen haben bereits damit begonnen, schärfere Regeln einzuführen, um so die Anzahl der Spielhallen in den Gemeinden zu verringern. Mindestabstände, Mindesteinsätze, maximale Automatenanzahl und maximale Gewinne sollen dafür sorgen, dass die Anzahl der Spielhallen sich etwa um die Hälfte verringert.

Während der Kampf an dieser Front sich offensichtlich für den Staat entscheiden wird, führen diese Ansätze jedoch dazu, dass die Spieler vermehrt in die virtuellen Spielhallen abwandern. Das Online-Spiel ist illegal, der Kampf gegen das legale Glücksspiel führt die Spieler demnach geradewegs in die Illegalität.

Die Pläne für 2017 machen demnach wieder einmal mehr als deutlich, wie dringend eine Regulierung für das Online Glücksspiel notwendig ist. Nachdem im vergangenen Jahr, nach jahrelangem Hin und Her, der Glücksspielstaatsvertrag gescheitert war, konnten sich die Ministerpräsidenten nun auf die Aufhebung der Beschränkung auf 20 Lizenzen für Sportwetten einigen.

Damit ist das Hauptproblem jedoch nicht gelöst, denn das Online Glücksspiel bleibt größtenteils illegal. Dies führt nicht nur zu einem höheren Risiko für die Spieler, auch verliert das Land dadurch an Geldern. Deutlich wird hierbei vor allem eins: der Plan für 2017 scheint nicht richtig ausgefeilt und die Diskussionen um die Regulierung vom Online Glücksspiel in Deutschland werden weiterhin anhalten.

Zufrieden kann der staatliche Lottoanbieter sein, denn das Monopol bleibt vorerst erhalten. Dennoch können die Augen davor nicht verschlossen werden, dass sich auch im Bereich des Lottos Zweitanbieter mit Lizenz im Ausland im Netz tummeln. Das Konzept scheint halbgar, der illegale Markt boomt und die strengeren Regulierungen bringen nur eine Verschiebung, nicht wirklich jedoch eine große Hilfe.

Casinosperre für Einheimische in Vietnam bleibt bestehen

Casinosperre für Einheimische in Vietnam bleibt bestehen

Den Touristen ist es vor Ort gestattet, die Casinos zu besuchen, allerdings scheint dies für die Investoren nicht reizvoll genug zu sein. Dennoch scheint die Regulierung in Vietnam weiterhin streng zu bleiben, Medienberichten zu Folge sind Schutz vor Spielsucht, Geldwäsche oder weiteren illegalen Aktivitäten wichtiger, als der Verdienst aus dem Glücksspiel.

Rosige Zukunftsaussichten für Vietnam

Eigentlich war es geplant, dass Vietnam sich in Bezug auf die Glückspielgesetzgebung an Singapur orientieren könnte. Nach den neusten Meldungen des Finanzministeriums scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein, denn demnach ist es nur Ausländern oder Vietnamesen mit ausländischem Pass gestattet, ein Casino zu besuchen und dem Glücksspiel nachzugehen. Diese strenge Regulierung in Vietnam hält Investoren davon ab, in diesen Sektor im Land zu investieren. Experten meinen, dass sich das Land damit eine große Chance verbaut. Denn auch Vietnam könnte aus dem Glücksspiel profitieren und dies auch ohne dabei die Spieler zu gefährden. Eine Möglichkeit wäre es beispielsweise gewesen, den Einheimischen vorerst nur Glücksspiele mit geringem Einsatz zu erlauben.

Macau als Ausweichmöglichkeit

Für die Einheimischen in Vietnam bleibt durch das strenge Verbot im Inland nur die Möglichkeit, nach Macau zu reisen, um hier den Glücksspielen nachzugehen. Wenn die Inländer jedoch im Ausland zocken, so ist die strenge im Inland in Bezug auf die Glücksspielregulierung nur wenig effektiv. Ziel ist es die Spieler zu schützen, doch mit dem Zocken im Ausland ist es der Regierung nur noch schwerer möglich, die Einheimischen zu kontrollieren und zu schützen. Vielleicht ist es doch an der Zeit die Gesetzgebung aufzulockern und somit auch Kontrollen im Inland möglich zu machen.

Daily Fantasy Sports-Hype bald auch in Europa?

Daily Fantasy Sports-Hype bald auch in Europa?

Es werden verschiedene Sportarten wie NFL, NBA oder MLB angeboten. Die Spieler können hier ein eigenes Team erstellen und dann gegen andere Spieler antreten. Marktführer in den USA sind DraftKings oder FanDuel. Der Hype in den USA ist enorm, daher ist es kaum verwunderlich, dass nun bereits in Europa über die Einführung der DFS-Games gesprochen wird. Die Regulierungsbehörde in Malta hat sich dieses Themas angenommen und arbeitet aktuell an einem Rahmenwerk für die Schaffung neuer Lizenzen und entsprechend der Lizenzvergabe.

Vorteile der Daily Fantasy Sports Games:

– gelten als Geschicklichkeitsspiele

– selbst zusammengestellte Teams bestehen aus Profi-Sportlern, die aktuell in der Realität in entsprechenden Ligen spielen

– die Punkte eines Teams ergeben sich durch die Leistungen der echten Sportler an einem Spieltag

– Wettbewerbe dauern nur einen Tag oder ein Wochenende an

– DFS sind in vielen Ländern und Staaten legal

– Gewinne in Höhe von bis zu 1 Mio. Dollar

Malta Gaming Authority startet die DFS-Gaming-Revolution

In Anbetracht dessen, dass der Hype um die DFS in den USA schon seit geraumer Zeit anhält, ist es tatsächlich an der Zeit, die Weichen zu stellen, um die DFS auch in Europa bekannt und beliebt zu machen. Die Malta Gaming Authority (MGA) ist hier nun federführend und wird sich in der kommenden Zeit um die Festlegung der Rahmenbedingungen kümmern.

Die MAG kümmert sich als europäische Regulierungsbehörde um die Voraussetzungen, dass für die Daily Fantasy Sports in Europa Lizenzen und regulierte Märkte entstehen. Hierzu wurde bereits entschieden, dass DFS auch in Europa nicht als Glücksspiel gelten soll und daher hier keine entsprechenden Lizenzen notwendig seien. Dennoch soll es DFS-Lizenzen geben, die dann wohl von Malta aus vergeben werden. Dies könnte viele Anbieter nach Malta locken.

Vergnügungsstättenkonzept Freiburg gescheitert

Vergnügungsstättenkonzept Freiburg gescheitert

Auch in Freiburg gibt es zahlreiche Wettbüros, die in der rechtlichen Grauzone agieren. In der Vergangenheit hatte die Stadt ein Vergnügungsstättenkonzept entwickelt, mit welchem die Branche reguliert und vor allem auf die Kernstadt reduziert werden sollte. Das Konzept ist gescheitert und Konzessionen wurden hier nicht vergeben. Soll die Stadt nun auf die bundesweite Regulierung hoffen oder weitere Konzepte entwickeln und ausprobieren?

Die Unsicherheit ist in vielen Städten Deutschlands zu spüren, so auch in Freiburg. Wenn es um die Regulierung von privaten Glücksspielangeboten in der Stadt geht, können viele der Verantwortlichen nur noch den Kopf schütteln. Bereits mit dem ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag sollten Lizenzen an private Anbieter vergeben werden, allerdings wurden diese Konzessionen niemals vergeben. Eigentlich bedeutet dies, dass somit keine Erlaubnis für Wettbüros vorliegt, jedoch wurde das Verfahren der Lizenzvergabe aufgrund von Klagen unterlegener Konkurrenten gestoppt und so gibt es auch für das Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) heute keine Möglichkeit, gegen illegale Wettbüros vorzugehen.

Betreiber nutzen Schlupfwinkel

Die Unsicherheit bei den Verantwortlichen sorgt auch für Unsicherheit bei den Betreibern. Da bisher jedoch kaum gegen die Betreiber von Wettbüros oder Wettannahmestellen vorgegangen wird, nutzen die Betreiber jeden Schlupfwinkel, um ihr Angebot weiterhin vor Ort präsentieren zu können. Durch die bundesweite Unsicherheit gibt es jedoch auch für die Verantwortlichen der Stadt kaum Mittel und Wege dagegen wirklich vorzugehen.

Während viele der Wettbüros und Lotto- und Wettannahmestellen umgewandelt wurden, ist in den Etablissement weiterhin das gleiche Angebot in Bezug auf Wetten vorzufinden. Da es eine Grauzone ist, ist das Angebot zwar bis heute nicht wirklich erlaubt, strafbar macht sich deshalb allerdings auch keiner der Betreiber. Verantwortliche der Stadt hoffen auf eine baldige Lösung für das Problem mit der Grauzone.