Glücksspielsucht versus Einnahmequelle

Glücksspielsucht versus Einnahmequelle

Auch die Landesregierungen kennen diese Problematik und eigentlich müssten diese auch wissen, dass es Zeit ist hier Regulierungen zu schaffen, die die Anzahl der Spielhallen verringern und dadurch die Spielsucht und die Spielsuchtgefahr zum Schutz der Spieler einzudämmen.

Gleichzeitig jedoch stellen eben diese Spielhallen für die Regierungen eine hohe Einnahmequelle dar, da durch Steuern und verschiedene Abgaben auch die Länder von den Spielhallen profitieren können.

Die Spielsucht beginnt meist unbewusst und durch einen reinen Zufall. Durch einmaliges Spielen, aus Interesse oder Langeweile, sind viele Menschen bereits der Spielsucht verfallen. Sobald der erste Gewinn schon früh am Anfang des Spiels eingetroffen ist, entdecken die spielsuchtgefährdeten Menschen einen großen Reiz im Spielen und laufen dadurch Gefahr der Spielsucht zu verfallen.

Die Gier nach weiteren Gewinnen ist zu hoch, als dass man dieser Spielsucht an einem bestimmten Punkt noch entfliehen könnte. Die krankhafte Spielsucht hat oft schlimme Folgen, angefangen bei dem Verlust von Familie und Freunden, dem Verlust des Arbeitsplatzes und in manchen Fällen endet die Spielsucht sogar in dem Verlust des Lebens. Hohe Schulden durch die Spielsucht haben Verluste dieser Art zur Folge und einige der Spielsüchtigen sehen keinen anderen Ausweg als den Tod. Fast 200.000 Personen in Deutschland unterliegen Statistiken zur Folge der Spielsucht.

Die Spielautomaten stellen die größte Gefahr für viele Spieler dar, dies beweisen verschiedene Studien. Mit wenig Geld kann gespielt werden und wenn dann das erste Mal ein richtiger Gewinn bei den Spielautomaten klingelte, dann gibt es für viele Spieler kein Halten mehr. Durch das Gewinnen wollen Suchtspieler im Anschluss direkt weiter gewinnen und beim Verlust, geht es den Spielern meist darum, eben diesen wieder auszugleichen.

Neben dem problematischen Suchtverhalten, gibt es außerdem die krankhafte Spielsucht, die vorhanden ist, sobald die folgenden Merkmale eintreffen. Das Glücksspiel ist bei den Betroffenen ein markantes Thema, welches auch unabhängig von der Zeit am Spielautomaten, in den Köpfen der Betroffenen vorherrscht.

Die Einsätze werden im Laufe der Zeit von den betroffenen Spielern gesteigert, um so Aufmerksamkeit zu erregen. Es werden ständig Versuche unternommen, die Kontrolle über das Spiel zu besitzen, das Spiel einzuschränken oder komplett damit aufzuhören. Bei diesen Versuchen von dem Spielen loszukommen oder die Häufigkeit des Spielens einzuschränken kommen bei den Betroffenen Unruhe und Gereiztheit auf.

Darauf folgt meist die Wiederaufnahme des Spiels, welche mit hohen Geldverlusten einhergehen kann. Auch gehören Heimlichkeiten und Lügen zu den Merkmalen, die die betroffenen Personen unternehmen, um die Spielsucht zu verstecken oder zu überspielen. Um die Spielsucht finanzieren zu können geraten die meisten Spieler in kriminelle Geschäfte und illegale Machenschaften, um sich so das Geld zur Finanzierung der Sucht zu verdienen.

Als eines der schlimmsten Merkmale kommen große Verluste hinzu, nicht nur auf das Geld bezogen, sondern auch auf die Familie, den Freundeskreis und den Job. Meist versuchen sich krankhaft Spielsüchtige außerdem Geld durch Dritte zu verschaffen und machen dadurch hohe Schulden im Freundes- und Bekanntenkreis.

Es wurde bewiesen, dass auch bei der Spielsucht ähnlich wie bei anderen Süchten die Ausschüttung von dem Botenstoff Dopamin eine wichtige Rolle spielt. Dieses Hormon ist als Glückshormon bekannt. Dieses Glückshormon wird Anfangs beim erspielen hoher Gewinne am Automaten ausgeschüttet und im Laufe der Zeit wird es sogar dann ausgeschüttet, wenn die Hoffnung auf einen baldigen Gewinn aufkommt.

Das Hormon verleiht dem Spielsüchtigen ein so gutes Gefühl, dass dieser das Gefühl wieder und wieder erleben möchte. Da auch die äußeren Umstände, wie Gerüche und Eindrücke an dieses Gefühl erinnern. So zieht es die Spieler automatisch wieder und wieder an die Spielautomaten.

Vorrangig sind in der heutigen Zeit Jugendliche von der Spielsucht betroffen. Sowohl beim Automatenspiel als vorrangig auch in den Online Casinos sind immer mehr Jugendlich täglich im Bereich des Glücksspiels aktiv. Grundsätzlich neigen eher Männer dazu der Glücksspielsucht zu unterliegen.

Oft charakteristisch für Spielsüchtige ist das Rauchen, das leidenschaftliche Trinken von Alkohol, auch depressive Menschen und vor allem Männer mit Migrationshintergrund sind laut einer Studie mehr betroffen. Die meisten Spielsüchtigen sind Männer im Alter unter 30 Jahren.

Glücksspielstaatsvertrag mit Neuregelungen für Lotto

Glücksspielstaatsvertrag mit Neuregelungen für Lotto

Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag wurden nicht nur die Sportwetten von privaten Anbietern reguliert, sondern auch Lottoangebote können durch private Anbieter präsentiert werden.

Die staatlichen Lotterien mussten bereits in der Vergangenheit Einbu?en beim Umsatz hinnehmen und nun kommen private Lottoanbieter auch noch als Konkurrenz für die staatlichen Anbieter hinzu. Die staatlichen Lotterien erhoffen sich nun, dass der Wettbewerb durch die neu hinzugekommenen Anbieter angekurbelt wird und dass die Umsätze dadurch gesteigert werden können.

Die Einheitliche Regulierung durch den Glücksspielstaatsvertrag hat bisher erst zu bestimmten Teilen geklappt. 13 der 16 Bundesländer haben der einheitlichen Regulierung zugestimmt. In Schleswig-Holstein ist immer noch das eigens verabschiedete Glücksspielgesetz aktiv, nach dem eine andere Regulierung in dem nordischen Bundesland umgesetzt wird.

Noch weitere zwei Bundesländer Deutschlands haben bisher nicht zu dem Glücksspielstaatsvertrag zugestimmt. Hier wird noch auf die Zustimmung gewartet, damit die einheitliche Regulierung auf lange Sicht in Deutschland umgesetzt werden kann.

Ursprünglich war es geplant, dass das Lottomonopol in Deutschland beibehalten werden sollte. Die EU-Kommission jedoch übte Druck auf die Ministerpräsidenten aus und so kam es nun, dass auch private Lottoanbieter von nun an das Recht haben, ihr Angebot in Deutschland zu präsentieren. Die Erlaubnis für private Sportwettenanbieter in Deutschland war bereits absehbar. Nun wurde festgelegt, dass insgesamt 20 Lizenzen für die privaten Wettanbieter herausgegeben werden. Diese Konzessionen sollen anfangs eine Gültigkeit von sieben Jahren erhalten.

Auch in Bezug auf die Besteuerung hat sich mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag einiges geändert. Für die Sportwetten wird ein Steuersatz in Höhe von fünf Prozent erhoben. Ein Verbot für Online Casinos und Online Poker bleibt in Deutschland weiterhin bestehen.

Ob der Glücksspielstaatsvertrag dabei helfen wird, dass die bundeseinheitliche Regulierung durchgesetzt wird und ob dieser au?erdem in der jetzigen Form bestehen bleibt, bleibt derzeit noch abzuwarten.

Regulierter Onlinemarkt in Spanien

Regulierter Onlinemarkt in Spanien

Der spanische Online Glücksspiel Markt sollte eigentlich schon zu Beginn dieses Jahres reguliert werden. Doch es traten Verzögerungen auf, weshalb sich die Regulierung nun bis zum 01. Juni dieses Jahres hinzog. Die Anbieter konnten innerhalb dieser Zeit ihr Angebot ohne Lizenzen weiterhin öffentlich machen.

Erschwerend hinzu kamen nun die angesetzten Steuerrückzahlungen, die die Bewerber für die vergangenen vier Jahre nachholen sollen. Einige Unternehmen, wie beispielsweise Microgaming, Bodog und Unibet haben diese Steuerrückzahlungen bereits abgelehnt und den Rückzug vom spanischen Markt vorgenommen.

Andere Unternehmen hingegen, haben sich bereit erklärt, eine bestimmte Summe an das Finanzamt Spaniens zurückzuzahlen, um die Lizenzen für den regulierten Markt zu erhalten. Wieder andere Anbieter haben zu diesem Thema bisher kein eindeutiges Statement abgegeben.

Eines der ersten Unternehmen, welches der Steuerrückzahlung zustimmte, war das Unternehmen PartyPoker, welches als Eigentümer von bwin.party bekannt ist. Es wurde sich bereits auf eine Rückzahlungssumme in Höhe von 31 Millionen Euro geeinigt.

Mit Ausgabe der Lizenzen plant das Unternehmen in Spanien künftig Poker, Casinospiele und Sportwetten im Online Bereich anzubieten. Bwin.party selbst scheint den spanischen Markt nicht erobern zu wollen, weshalb die spanischen Spieler künftig zu PartyPoker wechseln müssen, um weiterhin im gleichen Netzwerk spielen zu können.

Betfair plant den spanischen Markt in mehreren Schritten anzugehen. Vorerst soll lediglich eine Summe in Höhe von 10 Millionen Euro an das Finanzamt gezahlt werden. Damit plant das Unternehmen dann erst einmal nur das Angebot von Sportwetten in Spanien zu lizensieren. Weitere Angebote, wie Poker, sollen dann erst später folgen.

Auch das Unternehmen 888.poker hat den Einstieg in den spanischen Online Glücksspielmarkt bekannt gegeben.

Hier sollen 8,7 Millionen Euro in Form von Steuerrückzahlungen an das spanische Finanzamt gezahlt werden. In Zukunft plant das Unternehmen dann das Angebot von Poker und Casinogames in Spanien. Die eigenständige Marke 888.com hat auch bereits den Einstieg in den spanischen Markt angekündigt. Laut Ankündigung sollen drei Segmente in Spanien angeboten werden. Das Unternehmen kann bereits große Erfolge feiern, in Bezug auf die regulierten Märkte in Dänemark, Frankreich und Italien.

PokerStars gehört zu den Unternehmen, welches bisher kein offizielles Statement zum Thema Steuerrückzahlungen gemacht hat. Experten erwarten, dass eine Rückzahlungssumme in Höhe von etwa 200 Millionen Dollar nötig wäre. Die anderen Unternehmen konnten sich bereits auf Zahlungen in halber Höhe mit dem Finanzministerium einigen.

Wenn dies auch für PokerStars zutreffen würde, dann müsste das Unternehmen eine Summe in Höhe von 100 Millionen Dollar berappen. Dass das Unternehmen eine Lizenz für den spanischen Markt erhalten will ist allerdings schon sicher, auch wenn öffentlich bisher nicht über das Thema Steuerrückzahlung und die damit verbundene Lizenzausgabe gesprochen wurde.

Weitere Unternehmen, von denen kein offizielles Statement abgegeben wurde, aber von denen erwartet wird, dass sie eine Lizenz für den spanischen Markt erhalten wollen, sind die Unternehmen des iPoker Netzwerks: Bet365, William Hill and Paddy Power. Die Firmen haben bereits Erfahrungen auf dem spanischen Glücksspielmarkt gesammelt und hätten laut Experten lediglich Steuerrückzahlungen in geringer Höhe zu tätigen.

Die Anbieter von Microgaming, Ladbrokes und StanJames, halten sich mit ihren Statements auch weiterhin bedeckt. Das Unternehmen Ladbrokes hat sich verschiedenen Angaben zufolge jedoch um eine Sportwettenlizenz in Spanien beworben, weshalb erwartet wird, dass diese auch in Anspruch genommen wird. Andere Unternehmen von Microgaming, wie Unibet und NordicBet haben sich bereits vom spanischen Markt zurückgezogen.

Auch ausschließlich für den Bereich Sportwetten, hat sich SportingBet um eine Lizenz in Spanien beworben. Zusätzlich konnte man sich auf eine Steuerrückzahlung in Höhe von 17,2 Millionen einigen. Welche Lizenzen nun tatsächlich vergeben werden, welche Unternehmen auf dem Markt präsent sein werden und welche sich komplett von dem spanischen Markt zurückziehen, wird in der nächsten Zeit sicher noch deutlicher werden.

Glücksspiel in der Bundesrepublik und anderswo

Glücksspiel in der Bundesrepublik und anderswo

Der Betreiber der Seite von "Spielbanken Deutschland" äußerte in einem Gespräch seine Meinung zum Glücksspielvertrag in der Bundesrepublik. Die Neuerungen des Glücksspielvertrags müssten längst erfolgt sein, wenn es nach der EU geht, doch man fragt sich, womit die EU denn nicht einverstanden ist.

Der Betreiber erklärte, dass die EU eine Liberalisierung des Marktes in der Bundesrepublik ins Auge gefasst hat, dies ist bereits in Großbritannien, österreich, Italien und auch Spanien geschehen. Hierbei ist das Dienstleistungsrecht in Europa wichtig. Betreiber von Glücksspiel anderer Länder in Europa haben gemäß den Gesetzen der Bundesrepublik nicht das Recht, Dienste in der Bundesrepublik bereitzustellen.

Diese Inkohärenz möchte die Kommission der EU gerne zum Orkus schicken. Der Wettbewerb innerhalb Europas steht hier im Mittelpunkt. Das virtuelle Glücksspiel ist eine Sache, die nicht nur in der Bundesrepublik ein Thema ist.

Da fragt man sich, wie die anderen Länder in Europa die Fragestellung handhaben, wieweit diese Glücksspielform einer Regulierung unterzogen werden soll. Der Betreiber, Herr Fichtner, ist der Meinung, dass jeder Staat in Europa einen individuellen Prozess durchmacht, was das virtuelle Glücksspiel und seine Kontrolle angeht. Alle Staaten tun dies so, wie es ihnen beliebt.

Die Briten und die österreicher nutzen schon von Anfang an eine Liberalisierung, die stark am Markt ausgerichtet ist, dies findet er gut. Doch die Erträge aus diesem Bereich fallen für die Briten und die österreicher geringer aus, als es vor dem Prozess der Fall war. Die Franzosen haben sich für eine andere Form entschieden. Ihre Gesetze, die strikt und für Betreiber nicht gerade kostengünstig sind, legen den Schwerpunkt auf den Kampf gegen die Spielsucht.

Doch man will auch weiterhin verdienen, was an den stattlichen Zulassungskosten ersichtlich ist. Lediglich eine Handvoll Spielstätten möchte eine dieser Zulassungen haben. Der Markt für nichtkontrollierte Spielstätten kommt im Land wieder auf die Beine. Er selbst kennt drei Betreiber; bei ihnen haben die Franzosen die Möglichkeit, in einem nicht regulierten Casino Spiele zu nutzen. Seiner Meinung nach haben die Deutschen die Vorgänge genau im Auge und ihnen ist klar, dass eine Regulierung nicht mehr soviel Geld abwirft.

Der einfache Schluss besteht darin, sich zu fragen, warum überhaupt etwas anders gemacht werden soll. Aber wie gehen die Deutschen dieses Thema an? Man findet keine offizielle Variante der Bundesrepublik. Im Norden des Landes findet man ein recht freies Gesetz. Die anderen Bundesländer möchten Lotto, Sportwetten und Co. gestatten, doch Automaten und Poker sind weiterhin nicht geregelt, denn jeder hat die Möglichkeiten, bei Betreibern ohne Regulierung zu spielen.

Der Aufstieg der Piratenpartei sorgte dafür, dass die Netzsperren nicht mehr zur Debatte stehen. Die Bundesrepublik geht also ein reguliertes Abenteuer ein, was manches Glücksspiel angeht. Das Monopol für Lotterien will man weiterführen, dies ist der ursprüngliche Zweck. Grund: Dies stellt den größten Markt dar. Doch es stellt sich die Frage, ob die virtuellen Casinos nicht auch ein Risiko hinsichtlich der Spielsucht darstellen und ob in diesen Spielstätten eine Form der Kontrolle stattfindet, wie viel und wie lange ein Nutzer spielen darf und ob dies überhaupt bewerkstelligt werden kann.

Herr Fichtner sagt, dass die Kontrolle dem Spieler obliegt. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, sich bei einem virtuellen Casino sperren zu lassen. Es gibt ethische Voraussetzung, diese besagen, dass diese Casinos nach vollzogenen Sperren keine Einsätze mehr auf Wetten akzeptieren können. Bei Märkten, die einer Regulierung unterzogen wurden, sind viel striktere Gesetze gültig, welche die Summe der Zahlungen pro Monat in jedem Casino mit Zulassung einschränkt, wie beispielweise in Belgien.

Ein derartiges Gesetz müsste auch für die Suchtkranken im Bereich Lotto greifen. Doch dies ist kein Gesprächsthema, da es um Milliarden geht. Der Glücksspielvertrag ist immer noch großen Zweifeln ausgesetzt und hat schon einige nicht erfolgreiche Debatten überstanden, doch welche Fraktionen sind darin involviert? Herr Fichtner sagt, dass das Monopol im Bereich der Lotterien so lange wie es nur geht, beibehalten werden soll. Hier ist der Begriff "Fraktionen" nicht passend, da SPD und CDU in diesen Punkten Einigkeit haben. Man ist wohl darin übereingekommen, auf Zeit zu setzen.

Dabei geht es nicht um Poker, sondern um Skat und Bier. Der Nutzer in dem Online Casino verfügt über keinerlei Kontrolle dahingehend, ob im Hintergrund alles gut abläuft. Doch es stellt sich die Frage, ob es Wege gibt, sicher zu sein, dass man bei dieser Form des Glücksspiels keinem Betrüger auf den Leim gegangen ist. Herr Fichtner erklärt, dass dies recht einfach ist, doch für die Bundesrepublik ist dieser Weg nicht sehr zufriedenstellend.

Der Weg besteht darin, dass man dem Spiel nur in einem Casino nachgehen soll, das auch eine Zulassung im europäischen Raum hat. Verfügt ein Casino offiziell über eine Registrierung auf Zypern oder Malta, dann gibt es nicht viele Fettnäpfchen. Doch hier findet sich gegenüber regulierten Märkten lediglich ein grundlegender Schutz und der rechtliche Weg ist sehr kostspielig.

Auf seiner Seite präsentiert er Casinos, die in jedem der 16 Bundesländer heimisch sind. Doch besucht er jedes Casino selbst oder stützt er sich auf die Informationen, die von Dritten kommen? Er sagt, dass er viel in der Bundesrepublik reist und sich stets darauf freut, den Casinos einen Besuch abzustatten, doch in ein paar der Casinos war er noch nicht zu Gast. Was ihm aber wichtig ist, ist eine Reise nach Süddeutschland, da er sich hier noch auf die Angaben Dritter stützt.

Eine Spielbank in Berlin sagt ihm am Meisten zu, er findet das internationale Flair und die gute Aussicht super.

Vorschaltgesetz zum neuen Glücksspielrecht

Vorschaltgesetz zum neuen Glücksspielrecht

Dies bedeutet, dass im Falle eines Scheiterns des Glücksspielstaatsvertrages dieses in Kraft treten würde. Für diese Vorgehensweise hatte sich die Regierungskoalition aus CDU und FDP eingesetzt, auch wenn dies von der SPD-Fraktion kritisiert wurde.

Laut SPD seien die Regelungen in dem Vorschaltgesetz viel lockerer, als die im Glücksspielstaatsvertragsentwurf vorgesehenen. Durch das Vorschaltgesetz würden beispielsweise Live-Wetten gestattet werden, was in dem Glücksspielstaatsvertrag nicht vorgesehen wurde.

Die FDP macht in einem Statement deutlich, dass die Einführung des Vorschaltgesetzes eine liberale Regulierung vorsehe, um den deutschen Glücksspielmarkt für die Spieler so attraktiv wie möglich zu gestalten. Der Glücksspieländerungsstaatsvertrag wurde bereits von insgesamt 15 Ministerpräsidenten unterschrieben. Die einzige Enthaltung gab es von Seiten Schleswig-Holsteins, da das nordische Bundesland ein eigenes Glücksspielgesetz verabschiedete.

In dem Notifizierungsverfahren müssen nun 13 Landtage das Regelwerk beschließen, jedoch rechnen einige Beteiligte mit einem Scheitern dieses Vorhabens. Für diesen Fall wurde in Niedersachen das Vorschaltgesetz eingeführt. Initiator war hier unter Anderem Wirtschaftsminister Jörg Bode von der FDP, welcher das schleswig-holsteinische Glücksspielgesetz in der vorgestellten liberalen Form schon seit Verabschiedung sehr befürwortete.

In dem Entwurf von dem Glücksspielstaatsvertrag ist vorgesehen, dass Sportwetten gestattet sein sollen, allerdings wurde hierfür die Anzahl der Lizenzen auf 20 begrenzt. Auch in Bezug auf Werbung für Glücksspiel sind die Regelungen in dem Glücksspieländerungsstaatsvertag eng gefasst.

Das Vorschaltgesetz würde diese Regelungen lockerer behandeln und weniger Schranken einbauen. Zusätzlich zu dem lockeren Gesetz wurde außerdem der sogenannte Kabinettsvorbehalt eingeführt, womit alle Entscheidungen erst die Zustimmung der Landesregierungen benötigen.

Online-Poker und Online-Casinos sollen jedoch auch laut Vorschaltgesetz verboten bleiben. Niedersachen darf im Falle eines Eintretens des Vorschaltgesetzes jedoch keine eigene Lizenzen vergeben, aber dafür könnte das Land sich der von einem anderen Bundesland erteilten Konzession anschließen. Ob das Vorschaltgesetz eintreten wird, bleibt so oder so erst einmal noch abzuwarten.