Uneinigkeit bei der Bewerbung von Glücksspiel

Uneinigkeit bei der Bewerbung von Glücksspiel

Auch zum Thema Glücksspielwerbung wird es in dem neuen Gesetz Änderungen geben, die zwar etwas auflockern, jedoch Werbung immer noch nicht gänzlich erlauben werden.

Da jedoch von Seiten der EU der alte Glücksspielstaatsvertrag für unzulässig erklärt wurde, weil dieser in vielerlei Hinsicht gegen das höher stehende EU-Recht verstoße, berufen sich einige Seiten nun darauf und meinen, dass der alte Glücksspielstaatsvertrag demnach keinen Bestand mehr hätte. Laut Angaben von ZAK gilt der alte Glücksspielstaatsvertrag jedoch bis zu dem Zeitpunkt der Verabschiedung des neuen Gesetzes weiterhin und so lange müsse man Rechtsverstöße weiterhin verfolgen und bestrafen.

Nach der alten Fassung des Glücksspielstaatsvertrages ist das bewerben von Glücksspielangeboten nicht zulässig. Aus diesem Grund zum Beispiel dürfen auf den Trikots der Spieler beim Fußball keine Glücksspielunternehmen als Sponsoren auftauchen. Die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK) ist unter Anderem dafür zuständig, dies zu kontrollieren. Neusten Meldungen zu Folge habe der Fernseher SAT 1 im Rahmen der UEFA Champions League unzulässige Werbung für Sportwettenanbieter ausgestrahlt.

Die ZAK gibt an, dass die Bewerbung von Glücksspiel derzeit nach Regelungen des Glücksspielstaatsvertrages weiterhin verboten bleibt und man dagegen vorgehen müsse. Aus diesem Grund wurde nun beanstandet, dass SAT 1 während der UEFA Champions League offensichtlich Glücksspielwerbung ausgestrahlt hatte, bzw. man diese im Hintergrund gut erkennen konnte. Bei der Werbung konnte man laut Angaben der ZAK zumindest die Namen der Sportwettenanbieter "Tipico" und "wetten.de" gut erkennen.

SAT 1 reagiert auf diese Beanstandung mit der Prüfung der Rechtsmittel. Sprecher des Unternehmens geben an, dass die Regelungen des alten Glücksspielstaatsvertrages nicht mehr angewendet werden dürften, da diese gegen das EU-Recht verstoßen würden. So lange demnach der neue Glücksspielstaatsvertrag noch keine Gültigkeit besitze, sehen die Verantwortlichen des Senders kein Problem darin, diese Form der Werbung im Hintergrund ausstrahlen zu können. Aus diesem Grund wollen die Zuständigen nun die überprüfung der Rechtsmittel vornehmen, um gegen die Beanstandung der ZAK notfalls auch rechtlich vorgehen zu können.

Von Seiten der ZAK wird deutlich gemacht, dass auch im neuen Glücksspielstaatsvertrag lediglich in Grenzen platzierte Werbung erlaubt sein werde. So lange jedoch der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland noch keinen Bestand habe, müsse man sich nach den Regelungen des alten und noch bestehenden Glücksspielstaatsvertrages richten. Die einzige Ausnahme hierfür stellt Schleswig-Holstein dar, denn hier wurde ein eigenes Glücksspielgesetz mit anderen Regulierungen verabschiedet.

Wie sich die Sache entscheidet ist noch unklar. Die ZAK hatte erst Ende des letzten Jahres andere Glücksspielwerbung auf Sendern wie Sport1 und Kabel Eins verboten und kritisiert. Welche Folgen dies nun für SAT 1 haben könnte und auf welches Recht man sich beziehen wird, bleibt derzeit noch abzuwarten.

Lizenzierung in Schleswig-Holstein steht bevor

Lizenzierung in Schleswig-Holstein steht bevor

Dies war ein grosser Schritt fuer Schleswig-Holstein, da das Bundesland sich damit von den anderen Bundeslaendern absetzte und einen Alleingang startete. Das Gluecksspielgesetz ist nun seit 2012 gueltig.

Noch im ersten Quartal des Jahres sollen die Lizenzen vergeben werden. Da die Gesetze nun umgesetzt und die Regulierung geplant werden muss, gibt das Innenministerium eine Informationsveranstaltung, um ueber die technischen Details, die rechtlichen Fragen und die Details zu den Lizenzantraegen zu informieren.

Waehrend in Schleswig-Holstein bereits Naegel mit Koepfen gemacht werden, muessen die anderen Bundeslaender noch auf die Entscheidung ueber den Gesetzesentwurf zum Gluecksspielstaatsvertrag warten, bevor aenderungen und Plaene umgesetzt werden koennen. In Schleswig-Holstein findet nun die Veranstaltung „Gluecksspiellizenzen in Schleswig-Holstein – Informationskonferenz ueber die neue gesetzliche Regelung und das Ausschreibungsverfahren“ statt, um ueber die rechtlichen und technischen Details und die Handhabung mit den Bewerbungen aufzuklaeren.

Es sollen alle Details geklaert werden. Aus dem Innenministerium wird Guido Schluetz als Vertreter vor Ort sein, genau wie einige Anwaelte und Experten, die sich vor Ort zu den entsprechenden Themen aeussern werden. Als Zuhoerer werden vor allem interessierte Firmen und Anwaelte erwartet, fuer die diese Informationen besonders spannend sein werden. Als Organisator der Veranstaltung tritt die Londoner Konferenz Agentur Awedacity auf den Plan, denn ihr Spezialgebiet ist die Regulierung des Gluecksspiels in Europa.

Im Bereich Gluecksspielrecht gibt es vor Ort zwei Anwaelte, die als Spezialisten gelten und genau ueber die Details informiert sind. Nach den Vortraegen soll die Veranstaltung Raum bieten, um ein Diskussionsforum einzuleiten, wegen dem die Veranstaltung hauptsaechlich initiiert wurde. Hier koennen dann Fragen gestellt und Antworten erwartet werden, damit am Ende alle Themen abgehakt werden und die Beteiligten erfreut in die Zukunft blicken koennen.

Zusammenschluss von Unibet und Evolution Gaming

Passend zum neuen Jahr gibt es einen neuen Zusammenschluss zwischen der Unibet Gruppe und Evolution Gaming. Die Unternehmen bringen mit diesem Zusammenschluss neue Produkte in den italienischen Online Markt ein und erweitern vor Ort das Angebot.

Dies kommt vor allem den italienischen Kunden zu Gute, da sie in Zukunft aus einer großen Produktpalette auswählen können. Besonders interessant sind die Live Glücksspiele, die von Seiten Unibet produziert und Italien angeboten werden.

Unibet hat den Firmensitz in Malta und Evolution Gaming operiert von Lettland aus. Die italienische Glücksspielbehörde AAMS genehmigte die Unibet Lösung für Live Dealer Online Casinospiele. Evolution Gaming bringt sich mit einem beachtlichen Live Casinoerlebnis in die Zusammenarbeit mit Unibet in Italien ein.

Unibet nennt bereits eine eigene Domäne in Italien sein Eigen, worüber Evolution Gaming durch die Zusammenarbeit das eine Angebot bereit stellen kann. Zu diesem zählen verschiedene Live-Tische, auf die die italienischen Kunden zugreifen können. Besonders beliebt sind natürlich traditionelle Spiele wie Black Jack und Roulette, aber auch andere Besonderheiten sollen in Zukunft in Italien angeboten werden.

Der Eintritt beider Unternehmen in den italienischen Glücksspielmarkt ist ein neuer Schritt in der Unternehmensgeschichte. Doch von beiden Unternehmen kommen positive Statements, was die Zukunftsaussichten betrifft. Die Anforderungen der Regulierungsbehörden in Italien seien ziemlich streng, deshalb sei dieser Schritt auch eine besondere Herausforderung, die jedoch laut Meinung des Geschäftsführers von Evolution Gaming in der geschlossenen Zusammenarbeit in der Zukunft gut funktionieren kann.

Auch von Unibet gab es bisher ausschließlich positive Statements, gerade weil das Unternehmen bereits in anderen Teilen der Welt mit dem Unternehmen Evolution Gaming zusammenarbeitet und die Live Spiele über die Unibet Plattformen anbietet.

Dies nun auch in Italien so umzusetzen war naheliegend, da das Konzept der Zusammenarbeit in anderen Teilen der Welt bereits sehr erfolgreich zu sein scheint. Ob sich das Konzept auch in Italien so gut umsetzen lässt, bleibt abzuwarten, jedoch sind beide Unternehmen für die Zukunft durchaus positiv gestimmt.

Unibet kauft Solfive SAS

Mit der übernahme des französischen Unternehmens Solfive SAS betritt das Unternehmen Unibet das zweite Mal den französischen Glücksspielmarkt. Der erste Versuch war gescheitert bzw. abgebrochen worden, da die Firma nicht mit den drastischen Regulierungen in Frankreich zurechtkam.

Für die Spieler wirkten sich die Regulierungen in Frankreich recht positiv aus, aber manche Anbieter konnten ihr Unternehmen nicht am französischen Markt halten. Der erneute Versuch von Unibet soll mit Solfive SAS stattfinden, die beispielsweise die Webseiten EurosportPoker und EurosportBet anbieten.

Ein Vorteil für die Rückkehr von Unibet wird in diesem Fall sein, dass die Plattform Eurosport bereits Lizenzen in Frankreich besitzt, die von der zuständigen Behörde ARJEL genehmigt sind. Dadurch ist für Unibet direkt eine Plattform vorhanden, über die die Angebote vertrieben werden können. Vor allem wolle das Unternehmen sich auf die Angebote im Bereich Poker, Sportwetten und Pferdewetten konzentrieren.

Die übernahme von Solfive hat das Unternehmen Unibet sich eine stolze Summe kosten lassen. Nicht zuletzt, weil auch angefallene Schulden bezahlt werden mussten, um Solfive aus den roten Zahlen zu bringen. In den letzten Monaten waren die Einnahmen nicht mehr so gut und das Unternehmen hatte sich ein wenig verschuldet. Unibet hat diese Schulden nun beglichen und hofft auf eine positive Zukunft für beide Unternehmen in Frankreich.

Trotzdem das Unternehmen Unibet einmal bereits am französischen Markt gescheitert ist, ist die Geschäftsführung mit diesem zweiten Versuch positiv gestimmt. Diesmal seien die Bedingungen anders, da bereits eine Plattform in Frankreich existiere, die von Unibet genutzt werden könne. So ist bereits eine Lizenz vorhanden und das Unternehmen kann direkt in Frankreich durchstarten und schon jetzt die Werbetrommel rühren.

Der Name wird sich in Unibet.fr ändern, auch wenn das Angebot das Gleiche sein wird, wie im europäischen Raum. Man darf gespannt sein, ob die positiven Zukunftsaussichten sich bewahrheiten werden.

EU Parlament für einheitliches Glücksspielgesetz

Fast überall herrscht Umbruchstimmung. So zum Beispiel wird seit geraumer Zeit, seit dem Black Friday in den USA, in Amerika über eine Regulierung des Online Glücksspielmarktes nachgedacht. Wie es aussieht werden hier die einzelnen Staaten ihre eigene Regulierung einführen.

Neusten Meldungen zu folge will das EU Parlament eine solche Vorgehensweise für Europa mit Sicherheit vermeiden. Angestrebt wird nun eine einheitliche Regelung für den gesamten Kontinent. Auch wenn dies bei der Umsetzung schwieriger sein könnte, erhoffen sich die Verantwortlichen damit längerfristig eine bessere Übersicht und Kontrolle zu bekommen.

Bisher verfolgte die EU die Ansicht, dass die Landesinternen Regulierungen beibehalten werden sollten und jedes Land seine eigenen Gesetze besitzt. Dies scheint jedoch nun doch nicht mehr ins Konzept zu passen. Denn laut den neusten Meldungen schlägt das EU Parlament vor, eine Gesetzessammlung anzufertigen, mit den Gesetzen der einzelnen Länder, um daraus ein allgemein für Europa gültiges Gesetz zu verfassen, an welches sich alle Länder halten müssen. Auch Verstöße gegen dieses künftige Gesetz sollen dann strenger verfolgt werden, so hieß es in der gemeinsamen Besprechung.

Die Entscheidung, die nun in diese Richtung gefallen ist, kommt zu einem seltsamen Zeitpunkt, denn derzeit sind gerade alle Mitgliedsstaaten dabei ihre Glücksspielmärkte im Land neu zu ordnen und die Gesetze neu zu bestimmen. Hierbei wird nun in Zukunft sicher sein, dass diese mit dem EU-Gesetz konform gehen.

Derzeit sind die Regelungen das Online Glücksspiel betreffend nicht unbedingt Einheitlich, was es für die Zukunft umso schwieriger machen wird, für alle Mitgliedsstaaten ein einheitliches Gesetz zu formen. Es gibt auch, wie bereits in den Medien berichtet wurde, einige neu regulierte Märkte. Hierzu gehören zum Beispiel Dänemark und Spanien.

In diesen Ländern wird unter anderem Microgaming, über einen Vertrag mit Ladbrokes, bald Fuß fassen und vor Ort Spiele zur Verfügung stellen. Wie sich die neusten Meldungen darauf auswirken könnten, bleibt derzeit noch abzuwarten.