Regulierung des irischen Online-Glücksspielmarktes

So wie derzeit in vielen Ländern diskutiert, sprechen auch die irländischen Regierungschefs über eine neue Regulierung des Online-Glücksspiel-Marktes. Die Branche hat sich weltweit ausgebreitet, doch in vielen Teilen der Welt ist das Online-Glücksspiel bisher grundlegend verboten.

Irland und viele weitere Länder wollen die Illegalität umgehen, indem sie das Online-Glücksspiel legalisieren und gleichzeitig strenge Gesetze und Regeln einführen, um den Markt kontrollieren zu können.

In Irland wird das Problem bei der Regulierung an dem über-Angebot bei Online-Glücksspiel gesehen. Es gibt immer Wege Gesetze zu umgehen und bei vielen Anbietern wird die Kontrolle darüber schwer fallen. Eine Möglichkeit zu Regulierung wird dahingehend gesehen, Webseiten mit ungesetzmäßigen Angeboten direkt zu sperren, so dass die Anbieter diese nicht weiter betreiben können.

In Irland gab es Regulierungsvorschläge, die in einem Bericht festgelegt wurden. In eben diesem soll auch der Jugendschutz extrem berücksichtigt werden. Zudem sollen künftige Gamer in Online-Casinos vor Betrug geschützt werden und sicher und geregelt im Internet spielen können.

Auch in Irland ist es für die Zukunft an der Zeit bald einen neuen Plan vorzulegen, der das Glücksspiel im Land künftig regeln wird. Die bestehenden Gesetze sind veraltet und schon längst überholt, daher muss eine neue Idee entworfen werden. Berücksichtigt werden soll hauptsächlich die Regulierung des Problems bezüglich des Online-Glücksspiels.

Weiterhin sollen der Jugendschutz berücksichtigt und die Suchtgefahr eingedämmt werden. Die Ausarbeitung dieser Regulierungen und des gesamten Plans wird wohl noch einige Zeit dauern, da die Regelungen sehr umfassend werden sollen und viele Eventualitäten berücksichtigt werden müssen. Doch da dieser Plan in Arbeit ist, wird in Zukunft der Online-Glücksspielmarkt in Irland durch Gesetze reguliert werden, um alles in geregelte Bahnen zu lenken.

Urteil des BGH stößt auf große Resonanz

Der BGH ist das höchste Zivilgericht in Deutschland und hat nun in einem Prozess bei der Westdeutschen Lotterie und Bwin, das weltweit größte Unternehmen im Bereich Online Gaming, das an der Börse zu finden ist, nach Richtersprüchen vor zwei Jahren und in diesem Jahr vor kurzem wieder konstatiert, dass es kein Recht auf Unterlassung der Westlotto gegen Privatangebote im Bereich Online Gaming gibt.

Dieses Urteil beendet einen sechs Jahre langen Prozess. Der CEO von Bwin sagte, dass man mit dem Richterspruch zufrieden sei und man darüber erfreut sei, die Zeit besser zu nutzen. Man wolle mehr für eine Unterstützung des Entwurfs einer modernen Regulierung des virtuellen Glücksspiels in der Bundesrepublik tun.

Westlotto klagte von rund sechs Jahren gegen das österreichische Unternehmen auf Unterlassung der Veranstaltungen, Weiterleitung und Reklame für Sportwetten sowie Spiele in Lotterie und Casino in der Bundesrepublik. Das Landgericht in Köln gab der Klage zu Beginn des Jahres 2006 in erster Instanz statt.

Das Urteil der ersten Instanz wurde vom OLG in Köln vor drei Jahren grünes Licht gegeben. Hierauf ging Bwin gegen dieses Urteil in Berufung beim BGH. Diese Berufung akzeptierte der BGH in seinem neuesten Richterspruch.

Wegen des Fakts, dass 95 Prozent der Spielgewinne in der Bundesrepublik nicht bei kontrollierten Betreibern stattfinden, ist der Glücksspielvertrag eindeutig misslungen. Dieser rechtfertig das Staatmonopol damit, dass die Spielsucht ein Risiko für das Gemeinwohl sei und dass nur das Staatsmonopol den Spieltrieb in die richtigen Bahnen lenken könne.

Dem Zweck der sinnvollen Vorbeugung der Spielsucht kann nur ein Zulassungsmodell dienen, in dem die Zuteilung der Genehmigungen an die Einhaltung von angemessenen Standards im Bereich Spielerschutz gebunden ist.

Ein kontrollierter Markt hätte einen positiven Effekt auf den Staat und auf die Verbraucher, indem Anbieter von staatlicher und privater Seite unter strikten Kriterien und neutraler Kontrolle auf dem Markt Fuß fassen können. Wie auch in Italien hätte ein solches Modell in der Bundesrepublik eine Marktkonsolidierung zur Folge.

So würden wenige zugelassene Betreiber 90 Prozent des Marktes stellen und so dem Schwarzmarkt effektiv entgegenwirken. So würde ein gleichmäßig hoher Schutz für Verbraucher sichergestellt werden.

Es sei soweit und im Sinne sämtlicher Betroffener, die Bahn für eine moderne Regelung des Online Glücksspiels in der Bundesrepublik freizumachen. Man sei fest davon überzeugt, dass Deutschland dem Beispiel Italiens und Frankreichs folgen werde, so der Chef von Bwin.

Neben dem Vereinigten Königreich haben die zwei Länder eine regulierte öffnung des Marktes realisiert, welche an die Erfordernisse des Marktes, dem Spielerschutz und der Bekämpfung des Betrugs angepasst ist.

Der Chef von Bwin sagt, dass man die Tendenz zur positiven Kontrolle des Online Glücksspiels nach wie vor sinnvoll unterstützen werde und das umfangreiche Wissen des Unternehmens einbringen werde. Dieses habe man sich als zugelassener Anbieter in neu strukturierten Märkten wie beispielsweise in Italien und Frankreich erworben.

Ohne Legalisierung bleiben Steuereinnahmen in Milliardenhöhe aus

Die Debatte über die Legalisierung, Regulierung und Besteuerung von Online Glücksspielen hat in den Vereinigten Staaten mittlerweile einen kritischen Punkt erreicht. Nun hat eine Non-Profitorganisation eine Studie veröffentlicht, die besagt, dass die amerikanische Regierung viele Milliarden Dollar durch einen Regulierung und Legalisierung einnehmen würde.

Auch das wohl einflussreichste Finanzmagazin der Vereinigten Staaten, das Wall Journal, veröffentlichte einen Bericht, der belegt, dass die Maßnahmen des US-Kongresses zur "Entkriminalisierung der vielen Formen des Internet-Glücksspiels das US-Finanzministerium Extrasteuereinnahmen in Höhe von 42 Milliarden Dollar im nächsten Jahrzehnt verbuchen kann."

Vom Joiunt Committee on Taxation, eine von allen Online Casino Interessengruppen unabhängige Gruppe, kommt diese Analyse.

Mit einer Legalisierung könnte die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika in 10 Jahren über 41,8 Mrd. Dollar Steuergelder einnehmen. Wenn sich US-Politiker selbts von diesen Fakten nicht überzeugen lassen wollen, bleibt fraglich, ob sie sich überhaupt überzeugen lassen.