Glücksspieldiskussion in Deutschland

Glücksspieldiskussion in Deutschland

Gewinn und Verlust liegen in vielen Fällen nah beieinander, klar ist also, dass zum Schutz der Spieler, eine Regulierung in den Ländern vorherrschen muss. In Deutschland besagt die Regulierung, dass Glücksspiel nur dann ausgeübt werden kann, wenn der Staat seine Zustimmung gegeben hat. Diese Herangehensweise sorgt für große Kritik, denn es bietet Platz für illegale Angebot, die vorrangig im Internet präsentiert werden und dafür sorgen, dass dem Staat zum einen Einnahmen entgehen und zum anderen keine Kontrolle möglich ist.

Sicherheit für Spieler

Für Spieler ist das Glücksspiel in Deutschland dann sicher und seriös, wenn die Anbieter über Deutsche Lizenzen verfügen. Gerade im Online Bereich gibt es bisher leider noch nicht viele lizensierte Anbieter, was wiederum für die Spieler ein Problem darstellt. Die Spieler weichen aus auf Anbieter, die im Ausland lizensiert sind. Dies ist jedoch nicht wirklich legal und Anbieter als auch Spieler befinden sich damit in einer Art Grauzone. Dieser Glücksspielbereich kann von Seiten Deutschlands nur schwer kontrolliert werden, wodurch es auch zahlreiche unseriöse Anbieter gibt, die mit einer Lizenz aus Malta oder Gibraltar ihr Angebot in Deutschland präsentieren.

Schwebezustand in Deutschland

In Deutschland wurde bereits vor zwei Jahren eine Entscheidung bezüglich der Regulierung getroffen. Eigentlich sollten nach Zustimmung der Bundesländer insgesamt 20 Lizenzen für private Online Sportwettenanbieter ausgegeben werden, dies wurde in dem vor zwei Jahren verabschiedeten Glücksspieländerungsstaatsvertrag festgelegt. Da hier jedoch seit zwei Jahren keine Entscheidung getroffen wird, befindet sich die Regulierung in Deutschland in einer Art Schwebezustand.

Um eine einheitliche und verfassungskonforme Regulierungsgrundlage für das Glücksspiel in Deutschland herbeizuführen soll der Vertragsentwurf nun noch einmal grundlegend überarbeitet werden. Gerade in Bezug auf das Online Glücksspiel ist die Rede davon, mehr Anbieter für das Angebot von Online Glücksspiel in Deutschland zuzulassen, um so den Schwarzmarkt zu bekämpfen und vor allem das in Einklang bringen der Regulierungsgesetzes mit den EU-Richtlinien herbeizuführen.

Ziele, die mit der neuen Regulierung erreicht werden sollen:

– Verbraucherschutz

– Suchtprävention

– Legalisierung statt Verbot Schutz der seriösen Anbieter

– Schutz vor Kriminalität

Casinoboom in Ungarn

Casinoboom in Ungarn

Dies scheint sich jedoch drastisch geändert zu haben, de facto seit in Ungarn das Verbot von Geldspielautomaten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos eingeführt wurde. Seit dem Verbot schießen die Besucherzahlen wieder in die Höhe und auch wenn die Regelung in Ungarn von Außenstehenden als selektives Geldspielautomatenverbot bezeichnet wird, haben die Casinos in Ungarn und der Staat allen Grund zur Freude.

Neben dem eingeführten Verbot von Geldspielgeräten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos wurden in Ungarn zum gleichen Zeitpunkt neun neue Casino-Lizenzen ausgegeben. Somit wurde das Angebot nicht wirklich eingeschränkt, sondern einfach nur verlagert. Während private Anbieter am Markt keine Chance mehr haben, verdient der Staat reichlich dazu. Nach Meinung der EU ist das Geldspielautomatenverbot nicht nur selektiv, sondern stellt auch einen deutlichen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit dar. Nach Angaben der Verantwortlichen in Ungarn diene die Vorgehensweise jedoch in erster Linie dem Spielerschutz und der nationalen Sicherheit.

Eigennützige Glücksspielregulierung

Auch die Regulierung in Ungarn erweckt den Eindruck, dass es weniger darum geht, das Glücksspielangebot in kontrollierte Bahnen, zum Schutz für die Spieler, zu lenken, sondern mehr darum, die Gelder in den Staatskassen klingeln zu lassen. Zugegeben, das Konzept scheint aufzugehen. Im Laufe der vergangenen Jahre stiegen die Casinoeinnahmen scheinbar unaufhaltsam. Während im Jahr 2011 die Einnahmen bei einer Summe in Höhe von 33,1 Mrd. Forint lagen, ergaben die Einnahmen in diesem Jahr bis Ende Juni eine Summe in Höhe von 88,4 Mrd. Forint.

Wird der Online Poker Markt in Russland reguliert?

Wird der Online Poker Markt in Russland reguliert?

Allerdings ist nun gerade die Regulierung des Online Poker Markts in Russland im Gespräch. Es soll erste Pläne von dem Vize-Ministerpräsidenten Igor Shuvalov und seinem Gouverneurs-Kollegen geben, sodass die Regulierung des Online Poker Markts vor Ort bald beschlossen werden könnte.

Die Ausarbeitung der Pläne für die Regulierung des Online Poker Markts in Russland soll von Seiten des Präsidenten Vladimir Putin in Auftrag gegeben worden sein. Dieser habe sich mit der Regulierung des Online Glücksspiel Markts bereits angefreundet, so heißt es. Dieser Sinnenwandel war für viele überraschend, denn erst im Jahr 2014 hatte Putin einen Gesetzesentwurf unterzeichnet, bei dem es um höhere Strafen für illegales Glücksspiel gegangen war. Auch die Bestrafung für Betreiber, die illegal Online Glücksspiel anbieten, kann in Russland sehr hoch ausfallen. Trotz der Gefahr der hohen Bestrafung hat sich das Online Glücksspiel in Russland im Laufe der letzten Monate und Jahre weiter verbreitet.

Online Poker fördert Intelligenz

Neben der Tatsache, dass sich das Online Glücksspiel im Laufe der Zeit immer weiter verbreitet hat, trotz des vorherrschenden Verbots in Russland, ist auch die Meinung vieler Russen für die Regierung von besonderem Interesse. Viele Personen gehen nämlich davon aus, dass Online Poker die Intelligenz der Spieler fördern würde.

Eine ähnliche Meinung herrscht in Bezug auf das in Russland sehr beliebte Schachspiel vor. Mit diesem Hintergrund und der Tatsache, dass durch das legale Angebot von Online Poker höhere Steuereinnahmen in Russland generiert werden könnten, wurde Putin offensichtlich milde gestimmt und die Spieler dürfen nun darauf hoffen, dass Online Poker in Russland bald legal werden könnte.

Regulierung des Automatenspiels mit Spielerkarte

Regulierung des Automatenspiels mit Spielerkarte

Nach Meinung der Kritiker würde die Einführung der Spielerkarte jedoch lediglich den Automatenbetreibern zu gute kommen. Ein Gesetzesentwurf zu diesem Thema wurde unter dem Titel "änderung der Gewerbeordnung und anderer Gesetze" vom Bundesrat veröffentlicht. Sollte dieses Gesetz umgesetzt werden, würde dies merkliche Folgen für die Automatenspieler in Gaststätten und Spielhallen haben. Durch die Spielerkarte soll nach Angabe des Wirtschaftsministers Philipp Rösler (FDP) das Spielverhalten der Zocker besser kontrolliert werden können.

Mit Hilfe der Spielerkarte soll erreicht werden, dass die Gesetze rund um die Automatenspiele besser umgesetzt werden können. Die Spielerkarte wird durch die Automatenbetreiber an die Spieler ausgegeben. Durch die Karte können die Spieler sich dann an den Spielgeräten autorisieren. Dies würde mit sich bringen, dass minderjährige Spieler keinen Zugang mehr zu den Automatenspielen hätten und es könnte mehr Kontrolle erfolgen. Die Spielerkarte würde für die Spieler nämlich bedeuten, dass nicht mehr an mehreren Spielgeräten gleichzeitig gezockt werden kann. Ursprünglich war die Rede davon die Spielerkarte zu personalisieren, dies ist in der Umsetzung jedoch aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich.

Stärkung des Jugendschutzes

Sowohl das Wirtschaftsministerium als auch der Bundesverband der Automatenspieler vertreten die Meinung, dass mit Hilfe der Spielerkarte der Jugendschutz besser umgesetzt werden könnte. Doch nicht jeder teilt diese Meinung. Suchtexperten zum Beispiel vertreten die Meinung, dass die Spielerkarte ohne Personalisierung nichts bringen würde, weil die Spieler diese untereinander einfach weitergeben könnten und so der Jugendschutz ganz und gar nicht umgesetzt werden würde. Suchtexperten fordern die Verbannung der Spielgeräte aus den Gaststätten, die Eindämmung der Spielhallen und sogar die Fingerabdruckkarte, mit der die Spieler sich an den Automaten ausweisen sollten.

Weiterhin keine Regulierung beim Online Glücksspiel

Weiterhin keine Regulierung beim Online Glücksspiel

Seit Jahren nun erlebt das Online Glücksspiel einen enormen Boom. Die Anbieter schossen in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden, eine Regulierung in Bezug auf das Online Glücksspel gibt es in Deutschland jedoch kaum.

Eigentlich ist das Online Glücksspiel in Deutschland verboten. Dennoch gibt es aber zahlreiche Anbieter, mit Lizenz im Ausland, die für ihr Angebot in Deutschland jedoch Steuern zahlen. Kann es dann überhaupt wirklich verboten sein? Auch die Spieler nutzen mehr und mehr die Möglichkeit, sich bei den seriösen Anbietern mit Lizenz im Ausland online zu registrieren und dem Vergnügen des Online Gamings nachzugehen. Trotz des Online Glücksspiel Verbots in Deutschland spielen viele Gamer gerne online, dies liegt wohl auch daran, dass zwar ein Verbot vorherrscht, dies aber durch die Behörden nicht entsprechend durchgesetzt beziehungsweise verfolgt wird.

Ziele des Glücksspielstaatsvertrags in Frage gestellt

In Deutschland reguliert der Glücksspielstaatsvertrag das Glücksspiel. Ziel ist es den Jugendschutz, den Spielerschutz und die Verhinderung von Betrug und Kriminalität durch Glücksspiel einzuhalten. Die EU-Kommission stellt jedoch aktuell in Frage, ob der Glücksspielstaatsvertrag diese Ziele überhaupt korrekt verfolgt. Momentan sieht sich Deutschland sogar mit einem vertragsverletzungsverfahren konfrontiert, da die Ziele des Glücksspielstaatsvertrages offensichtlich nach Meinung er EU-Kommission nicht eingehalten werden. Um dieses Verfahren zu verhindern haben die deutschen Behörden nun noch bis Anfang September Zeit und sollen zehn detaillierte Fragen beantworten.