Südtiroler Spielfreude bereitet Experten Sorgen

Südtiroler Spielfreude bereitet Experten Sorgen

Die Bereiche der Automaten, der Lotterien und der Lose zum Rubbeln freuten sich über ein Plus an Erträgen und die Ziffer der Spielsüchtigen ging in der letzten Dekade stark nach oben.

Das Automatenspiel ist für viele Menschen nur eine reine Freizeitbeschäftigung; dass die Gemeinde der Suchtkranken immer mehr wird und sie auch mehr Geld verzockt, lässt die Experten nicht ruhig schlafen. Sie begründen dies unter anderem mit der großen Spielepalette in diesem Bereich.

Besonders hoch im Kurs sind die Automaten, welche überall, sei es an Tankstellen oder in Kneipen, heimisch sind. Auch wenn es kriselt, verzockt ein Bürger dieser Region durchschnittlich eineinhalbtausend Euro jährlich.

Dazu gehören Pensionäre, die ihr Ruhegeld verspielen sowie Hausfrauen und Teenager, die Schulden machen, hier gibt es viele Variationen, denn kaum jemand kann dem Spiel widerstehen. Fachleute sind der Meinung, dass ein weniger leichtes Leben das Spiel begünstigt.

Deswegen verlangen sie mehr Informationen und den Schutz der Jugend, da das Spiel im Netz und an Automaten nicht mit der Realität vereinbar ist. Hat man etwas gewonnen, gibt man es gleich wieder aus und am Ende ist man kein Sieger, im Gegenteil.

Ist die "Pokeruniversität" wirklich eine gute Idee?

Ist die "Pokeruniversität" wirklich eine gute Idee?

An jedem Tisch, auch im Internet, befindet man sich bereits unter ausgefuchsten Mitspielern. Ein Magazin stellte fest, dass dieses Spiel nun eine Wissenschaft für sich ist und hier wird der Spieler Herr Kofert vorgestellt.

Der Bundesbürger soll die größte Schule für dieses Spiel im Netz auf die Beine gestellt haben. Im Rahmen eines Modellversuchs in Form des elektronischen Lernens sollen hier viele Laien, ohne Geld zu bezahlen, zu guten Spielern werden. Dies ist wohl so etwas wie eine Hochschulausbildung im Pokern.

Die Seite des Herrn, die sich "Pokerstrategy" nennt, hat über fünf Millionen Registrierte aus allen Teilen der Welt, sowie mehr als 200 Mitarbeiter und einige freie Angestellte, welche sich der Ausbildung der künftigen Pokerprofis widmen. Dieses Portal wurde vor fünf Jahren auf Gibraltar eröffnet, hier gibt es eigentlich nur Briefkastenunternehmen und Finanzbuden.

Auf dieser Seite findet man schon zweieinhalbtausend Videos in deutscher Sprache und es gibt noch weiter Sprachen, unter ihnen Chinesisch und Japanisch und hier kann man an virtuellen Seminaren teilnehmen.

Dies kann zu Beispiel sein, dass sich ein professioneller Pokerspieler in einem virtuellen Casino anmeldet und die Studenten dies an ihren Monitoren sehen können, hier besteht auch die Möglichkeit, per Chat Fragen zu stellen. Hier muss man keine Studiengebühren begleichen, hier ist alles umsonst.

Aber man fragt sich, wie das geht. Der Gründer sagt, dass seine Uni im Internet von virtuellen Casinos gesponsert wird und er lotst die Pokerneulinge auf ihre Seiten. Hier gibt es die bestmögliche Ausbildung, so der Gründer, denn je mehr Erfolg die Nutzer haben, umso mehr Gewinn gibt es.

Dies geht aber nur, weil der Großteil der Spieler dies mit sich machen lässt. Den am Ende sind zahlreiche Absolventen dieser "Universität" nun Teil der Abgezockten, was nur wenig mit Glück zu tun haben dürfte.