Glücksspiel und die davon ausgehende Suchtgefahr

Glücksspiel und die davon ausgehende Suchtgefahr

Doch es gibt auch eine andere Seite und zwar die Gefahr der Spielsucht. In der Vergangenheit wurde ein Anstieg der Spielsucht festgestellt und in den entsprechenden Behandlungsstellen wurden vermehrt Spieler bemerkt, die vor Ort nach Hilfe suchen. Die Spielsüchtigen sehen alleine keinen Ausweg mehr und suchen deshalb Rat und Hilfe bei entsprechenden Einrichtungen.

Die Spielsüchtigen verfallen der Sucht bei Angeboten jeglicher Art. Sowohl im Bereich der Spielhallen, als auch in den Spielbanken und vermehrt in den Online Casinos des World Wide Webs. Besonders im Internet blinkt die Werbung auf und die Spieler werden von Angeboten angelockt, die das schnelle Geld versprechen, ohne dass viel Aufwand betrieben werden muss.

Den Spielern ist hierbei jedoch meist nicht bewusst, dass die entsprechenden Online Casinos sich natürlich auch zu schützen wissen und es für die Betreiber Möglichkeiten gibt, große Verluste zu verhindern.

Dies gilt jedoch meist nicht für die Spieler, denn wenn diese erst einmal angefangen haben und immer weiter spielen, um den großen Gewinn endlich abzusahnen, spätestens dann ist dies der Beginn einer ernst zu nehmenden Spielsucht. Insbesondere Jugendliche sind gerade im Online Bereich besonders gefährdet und es ist schwer hier den entsprechenden Jugendschutz gewährleisten zu können.

Es gibt natürlich auch Spieler, die dem Glücksspiel nur der Unterhaltung wegen nachgehen und denen ein geringer Geldverlust nicht schadet. Doch dann gibt es eben auch die Spieler, die es nicht der Unterhaltung wegen machen, sondern mit jedem Spiel denken, dem großen Geld immer näher zu kommen und dadurch auch immer mehr Eigenkapital in das Glücksspiel investieren. Manchmal führt diese Spielsucht bei den Betroffenen zum Verlust des gesamten Geldes und manchmal sogar zum kompletten Existenzverlust.

Für die Spielsüchtigen gibt es die Möglichkeit, sich in entsprechenden Einrichtungen Hilfe zu suchen. In solchen Einrichtungen wird besonders viel Wert auf Suchtprävention, Aufklärung und Beratung gelegt. Diese Einrichtungen finanzieren sich selbst und erhalten zusätzlich finanzielle Unterstützung von der Stadt.

In den Einrichtungen, in denen den Spielsüchtigen geholfen wird, wird der Fokus auf das Online Glücksspiel gelegt. Oft beginnt die Spielsucht bereits mit einer vorangestellten Sucht nach der Nutzung des Computers. Oft leidet das soziale Umfeld der süchtigen Personen darunter, dass die Personen sich von ihrem Umfeld abkapseln, weil sie sich lieber mit dem Computer beschäftigen.

In solchen Fällen beschäftigen sich die betroffenen Personen schnell mit dem Glücksspiel und die Gefahr besteht, dass sie schnell der Spielsucht verfallen. Wer dem Glücksspiel nachgehen möchte, sollte sich vorab ausführlich über die positiven und negativen Seiten und vor allem auch die Gefahren beim Glücksspiel informieren und erst dann eine Entscheidung treffen.

Spielsucht auch im Landkreis Peine ein großes Thema

Im Landkreis Peine gibt es immer mehr Leute, die immer Schulden haben und immer häufiger Süchten, beispielsweise den Drogen erliegen.

Viele von ihnen nutzten Hilfestellungen von Profis, um ihr Problem loszuwerden, diese Rate hat so durchaus auch ihr Gutes. Der Grund für die Spielsucht ist das zahlreiche Angebot an Spielen. Hilfestellung bietet beispielsweise das Diakonische Werk an. Die Geschäftsführerin der "Lukas-Werk Suchthilfe" dieser Stelle sagte, dass die Hemmungen, zur Beratung zu gehen, kleiner werden, hier hilft man seit 2009 Menschen mit Sucht- und Drogenproblemen.

Seit diesem Jahr ist die Beratungstendenz steigend, denn 2009 waren es rund 400 Bewohner des Landkreises, 2010 aber schon 8 mehr. Man hat im Jahr 2011 rund 430 kranken Menschen geholfen und die Leiterin merkt an, dass diese Dienstleistung konstant nachgefragt wird, doch der Bekanntheitsgrad der Stelle wird größer, was sie auch auf die steigende Nachfrage zurückführt.

Bezüglich der verschiedenen Formen von Sucht konnte man in den vergangenen Jahren einen kleinen Anstieg in Sachen Cannabis beobachten und auch der Spielsucht. 2010 haben sich rund 20 an der Spielsucht erkrankte Menschen im Werk Hilfe geholt und im Jahr darauf konnte man bereits 23 Leute verzeichnen.

Doch die Leiterin ist der Ansicht, dass sich viele Leute gar nicht helfen lassen, denn es ist eine neue Möglichkeit für Spieler vorhanden, die die Zahl der Suchtkranken steigern wird. Die Offerten im Bereich der Glücksspiele sind heute fast unbegrenzt und so wächst auch die Summe der Suchtkranken.

Aus diesem Grund freut man sich beim Werk, dass das Gebäude, in dem einst das Geschäft "Diekmann" war, einen anderen Nutzungszweck fand, als den einer Spielhalle. Leute mit Schulden finden hier ebenfalls Hilfe. Der Leiter des "Diakonischen Werks" in der Stadt, sagt, das die Menschen angesichts hoher Schuldenberge hilflos sind.

Die soziale Beratung von Schuldnern hat die Aufgabe, Informationen weiterzuleiten, zu denen auch die Geltendmachung der Rechte dieser Menschen gehört. Hier konnte man 50 Menschen verzeichnen, die sich Hilfe holten, dies entspricht einer Steigerung von 62 Prozent, denn 2010 waren es nur 31 Leute.

Der Hauptgrund für den "Besuch" sind die Verschuldungen infolge einer Trennung vom Ehegatten und der Wegfall der Arbeitsstelle. Versandhäuser und Anbieter im Bereich Telekommunikation war die stärkste Fraktion, denen noch Geld geschuldet wurde.

Staatseinnahmen durch Automatenspiel

In Nordrhein-Westfalen wird neusten Statistiken zu Folge immer mehr Geld in die Spielautomaten in Automatenhallen investiert.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen bemerkenswerten Anstieg, was Grund zur Sorge bereitet, vor allem in Bezug auf Spielsucht und Jugendschutz. Im Kreis rund um die Stadt Bonn wurden im letzten Jahr allein 31 Millionen Euro in die Automaten gesteckt.

Der Grund für das vermehrte Glücksspiel bei den Spielautomaten wird in der zusätzlichen Aufstellung gesehen. Es kommen immer mehr neue Automaten und Automatenspielhallen hinzu, sie schießen wie Pilze aus dem Boden.

Rheinbach ist der Ort, wo in der Region am meisten gespielt wird, so ergab es eine Statistik. Vor Ort gibt es insgesamt 10 Spielhallenkonzessionen. In genau diesen wird mehr gespielt, weshalb auch immer mehr und neue Automaten hinzu kommen. Der Vorsitz der Stadt Rheinbach gibt an, nicht dagegen vorgehen zu können.

Allein vom Gesetz her, ist in dieser Hinsicht scheinbar wirklich nichts zu machen, denn rechtlich ist vor Ort alles in Ordnung. Es gibt 10 Konzessionen in der Stadt, die sich auf vier große Spielkomplexe aufteilen. Pro Spielhalle sind 12 Automaten gestattet. Auch in diesem Fall wurde mit Tricks gearbeitet, so dass die Räume sich direkt nebeneinander befinden, jedoch durch separate Eingänge zu betreten sind.

Die Betreiber dieser Hallen verdienen ihr Geld an der Sucht der Glücksspieler. Die Betreiber freuen sich demnach, über die Entwicklung der letzten Jahre, vor allen Dingen auch auf die Umsätze bezogen. Für die Zukunft wird jedoch vor Ort kein weiteres Wachstum erwartet.

Die Automatenspielhallen haben gerade auch in der letzten Zeit eine große Konkurrenz bekommen: die Online Casinos. Das Spielen im Internet wird bei jung und alt immer beliebter. Außerdem treffen die verschiedenen Steuern die Betreiber von Spielhallen hart, denn insgesamt müssen etwa 35-40 Prozent an steuerlichen Abgaben von den Einnahmen abgezogen werden.

Während das Land an den Spielsüchtigen verdient, haben diese oft sehr zu kämpfen. Ein Spielsüchtiger kann im Monat ganz einfach mal einen Verlust von 1000 Euro machen. Ein einzelnes Schicksal, hart getroffen, während es in den Kassen des Landes klingelt.

In Nordrhein-Westphalen gibt es an der Zahl vier Spielhallen, wo neben den Automaten auch noch Live Spiele wie Blackjack und Roulette angeboten werden. Die Umsätze sind in den letzten Jahren jedoch im Ganzen gesunken, von 100 Millionen Euro Verdienst vor fünf Jahren bis auf 64 Millionen Euro Umsatz im letzten Jahr. Auch daran sind die Konkurrenz durch das Internet und die Wirtschaftskrise deutlich erkennbar.