Illegales Glücksspiel in Tirol verdoppelt

Illegales Glücksspiel in Tirol verdoppelt

Das illegale Glücksspiel floriert in Tirol und die Kontrollen gestalten sich vor Ort schwierig. Das boomende Geschäft mit den illegal aufgestellten Spielautomaten lässt sich schwer unterdrücken und somit stellt das illegale Glücksspiel in Tirol weiterhin ein großes Problem dar.

Durch die Recherche der Internetplattform Spieler-Info.at wurde festgestellt, dass sich die Anzahl der illegal aufgestellten Spielautomaten in Tirol im vergangenen Jahr fast verdoppelt habe. Die Plattform hat sich den Kampf gegen das illegale Glücksspiel auf die Fahnen geschrieben. Durch das privat finanzierte Unternehmen wurde für Tirol eine Auflistung der illegal aufgestellten Automaten vorgenommen. Das Ergebnis ist erschreckend: insgesamt 296 illegal aufgestellte Geldspielgeräte wurden verzeichnet, die sich an insgesamt 79 Standorten befinden.

Die gesetzlichen Regelungen in Tirol geben das Verbot des kleinen Glücksspiels vor. Unter das kleine Glücksspiel fallen Spielautomaten, an denen sich ein maximaler Gewinn in Höhe von 1000 Euro realisieren lässt. Das Verbot scheint jedoch nicht überall vor Ort ernst genommen zu werden, denn wie sonst lässt sich die Verdopplung der illegal aufgestellten Spielautomaten im vergangenen Jahr erklären?

Spielsuchtgefahr beim kleinen Glücksspiel

Das kleine Glücksspiel ist in Tirol gesetzlich verboten. Begründung hierfür ist die belegte Spielsucht, die durch das Spielen an blinkenden Geldspielgeräten schwerer zu kontrollieren ist. Studien zeigten in der Vergangenheit bereits auf, dass die Spielsucht oftmals auch an Spielautomaten beginnt. Für die Betreiber ist das Geschäft mit den Glücksspielautomaten natürlich besonders positiv, denn damit können hohe Einnahmen generiert werden. Im Falle der illegalen Automatenaufstellung haben die Betreiber nicht einmal Steuern zu zahlen, wodurch die Einnahmen für die Anbieter noch viel lukrativer sind.

Die Betreiber haben sich im Laufe der Jahre Tricks angeeignet, mit denen die illegale Spielautomatenaufstellung vertuscht und von Seiten der Behörden nur schwer kontrolliert werden kann. Mit Hilfe von Fernbedienungen können die Betreiber im Falle von Behördenkontrollen die Spielgeräte einfach abschalten, wodurch diese nicht in Betrieb sind und daher kein Gesetzesverstoß angekreidet werden kann.