Spielautomatenbetrug im großen Stil

Spielautomatenbetrug im großen Stil

Berühmtheit erlangte der Betrüger Tommy Carmichael mit der berüchtigten Affenklaue. Der Fall wurde in den USA bekannt und wurde von weiteren Betrügern übernommen. Bei der Affenklaue handelt es sich um eine Vorrichtung, die an die Spielgeräte angebracht wird und wodurch die Betrüger die Möglichkeit haben, in den Auszahlungsschacht der Automaten einzudringen. Die Affenklaue triggerte den Auszahlungsmechanismus und die Betrüger konnten ganz einfach die dadurch ergaunerten Münzen einsammeln.

Die Affenklaue war jedoch nicht der einzige Mechanismus, mit dem Carmichael in den USA betrügen konnte. Nachdem der Trick mit der Affenklaue aufgeflogen war entwickelte der Betrüger weitere Mechanismen, wie zum Beispiel eine Lasche, die die Stromkreise der Automaten störte und dem Gangster so zu großen Auszahlungen verhalf. Als König der Spielautomatenbetrüger ist Dennis Nikrasch bekannt. Nikrasch schaffte es mit dem öffnen der Spielautomaten den Zufallsgenerator zu manipulieren und so hohe Jackpots ausgezahlt zu bekommen.

Aufwendige Techniken für Automatenbetrug

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder verschiedene Maschen, mit denen die Betrüger an den Spielautomaten erfolgreich waren. Eine Bande nutzte einen Draht, der einen elektronischen Kontakt herstellte, wodurch die Auszahlungssummen erhöht werden konnten. Auch mit dem Hacken konnten Betrüger Auszahlungssummen verdoppeln.

Es gab weitere Fälle, bei denen nicht einmal der Spielautomat selber manipuliert wurde, sondern ein System entwickelt wurde, mit dem genau berechnet werden konnte, wie der Spielautomat funktioniert und wann die Risikotaste gedrückt werden musste, um die Gewinne abzusahnen. Zu Beginn des Spielautomatenbooms reichten den Betrügern noch die einfachen Manipulationsmethoden, zu denen zum Beispiel eine Münze an einem Bindfaden gehörte.

Computerbetrug bei Spielautomaten aufgeflogen

Computerbetrug bei Spielautomaten aufgeflogen

Auf die Männer aufmerksam wurde der Betreiber des Casinos de Luxe in der Oberlausitz, der es schaffte rechtzeitig die Polizei zu informieren, die dann immerhin zwei der Täter fassen konnte.

Die Männer betraten die Spielhalle und waren dabei sehr ruhig. Die Mitarbeiter gaben danach an, dass sie ihnen aufgrund dessen aufgefallen seien. Die Männer spielten an verschiedenen Spielautomaten und gelangten so an eine Beute in Höhe von 4000 Euro. Der Betreiber wurde darauf aufmerksam, konnte die Polizei informieren und erstattete nun Anzeige.

Wie die Täter die Automaten manipuliert haben ist derzeit noch unklar, da eigentlich die Standards so hoch sind, dass eine Manipulation kaum möglich ist. Genauso wie sich jedoch die Spielautomaten technisch weiter entwickeln, passen die Diebe die Tricks der derzeitigen Technik an.

Der genaue Ablauf, nachdem festgestellt wurde, dass die Gewinner und das Verhalten der Männer nicht mit rechten Dingen zugehen konnten, war folgendermaßen: der Betreiber der Spielhalle folgte den Männern zu einem anderen Casino in Löbau. Da die Männer hier die gleiche Show abzogen, informierte der Betreiber umgehend die Polizei, die am Tatort auftauchte und immerhin zwei der fünf Tatverdächtigen fassen konnte. Es konnte direkt vor Ort festgestellt wurden, dass es sich um Betrug handelte und die Spieler das Geld nicht durch pures Glück gewannen.

Derzeit konnte noch nicht nachgewiesen werden, um welche Art von Manipulation es sich handelt, jedoch wurde bereits ein Experte auf diesem Gebiet hinzu gezogen, der die Spielautomaten nun untersucht. Es gäbe laut Technikexperten bestimmte Spielautomaten, bei denen die Manipulation noch einfach möglich sei.

Dieser Fall soll anderen Casinos eine Warnung sein, so dass aufmerksam darauf geachtet werden muss, ob auffällige Gäste das Casino betreten und wie diese sich verhalten, trotzdem die Technik eigentlich schon so weit ist, dass ein Betrug kaum noch möglich sein sollte. Die eigene Kontrolle ist für die Betreiber in jedem Fall am Ende offensichtlich doch am Besten.