Lizenzvergabe in Salzburg sorgt für Aufsehen

Lizenzvergabe in Salzburg sorgt für Aufsehen

Im Zuge dieser Lizenzvergabe hat sich der Automatenkonzern Novomatic für die Lizenz in Salzburg beworben, denn das Unternehmen plant vor Ort im Hotel Stein ein 24-Stunden-Casino zu betreiben. Gleichzeitig haben sich die Casinos Austria dafür entschieden um eine neue Lizenz für Klessheim zu kämpfen.

Die Lizenzvergabe in österreich, mit insgesamt 15 Lizenzen, scheint zu einer erbitterten Schlacht zu werden. Das Stadtpaket beinhaltet sechs Konzessionen, um diese haben sich zwei Unternehmen beworben, die niederösterreichische Novomatic AG und die Casinos Austria, die derzeit noch Platzhalter der Lizenzen in österreich sind.

Der Immobilien-Großbesitzers Al Wazzan will das Hotel Stein verkaufen und der Glücksspielkonzern Novomatic will diese Möglichkeit des Kaufs nutzen. Beim Kauferfolg stünden dem Glücksspielunternehmen drei Etagen zur Verfügung, auf denen nach Wunsch von Novomatic ein 24-Stunden-Casino ausreichend Platz zur Verfügung hätte.

Das Städtepaket soll schon bald vergeben werden. Dieses beinhaltet die Lizenzen für die Städte Wien, Bregenz, Innsbruck, Graz, Linz und Salzburg. Es wurde ein großer Aufwand betrieben und mit viel Papier und Geheimniskrämerei sollen die Lizenzen unter Objektivität und Unbestechlichkeit in Bälde vergeben werden. Verantwortlich für die Vergabe der Lizenzen sind das SP-Staatssekretariat und das öVP-Finanzministerium.

Laut Finanzstaatssekretariat ist das Vergabeverfahren für das Stadtpaket bereits fertiggestellt. Nachdem die Bewerber bis Ende September Akteneinsicht hatten, werden nun die Stellungnahmen der Länder und Gemeinden eingeholt. Die Vergabe soll dann bis Ende des Herbstes abgeschlossen sein. Bei der Akteneinsicht gab es natürlich geschwärzte Passagen in den Unterlagen, da andere Bewerber keine Informationen über Cashflow oder Businesspläne erhalten sollten.

Zum Ende dieses Jahres laufen die bestehenden Konzessionen des Platzhirschen Casinos Austria aus. Als Konkurrent für das Unternehmen ist der Konzern Novomatic angetreten. Die AG hat sich mit zwei Tochtergesellschaften für die Städte-Lizenzen beworben. Bisher macht die Casinos Austria AG etwa 70 Prozent der eigenen Umsätze in dieser Region.

Der Konzern Novomatic hat bisher zu der Angelegenheit keine Stellungnahme abgegeben, denn es ist dem Unternehmen im Verfahren streng untersagt. Bisher ist nur bekannt geworden, dass das Unternehmen bereits einen Deal mit dem Besitzer des Hotels Stein geschlossen habe. Der Standort in Salzburg wird als sehr brisant bezeichnet.

Es liegen bereits Pläne für den Standort vor, so sollen auf den drei Etagen ein Pokerbereich im Erdgeschoss, Spielautomaten im ersten Stock und Lebendspiel im dritten Stock bereit gestellt werden. Insgesamt ist das Aufstellen von 180 Spielautomaten vorgesehen, sowie die Aufstellung von insgesamt 20 Spieltischen.

Der Konzern Novomatic plant die Beschäftigung von 175 Mitarbeitern in dem zukünftigen 24-Stunden-Casino, sofern das Unternehmen die Konzession erhalten wird. Das Unternehmen geht aufgrund der Lage und der Anbindung von einem idealen Standort des Casinos im Hotel Stein aus.

Während die Stadt Salzburg sich bereits negativ zum Standort Hotel Stein als Casino geäußert haben soll, so wird der gewählte Standort der Casinos Austria, von der Gemeinde Wals-Siezenheim sehr befürwortet.

Kritik von Novomatic beim VfGH abgeprallt

Kritik von Novomatic beim VfGH abgeprallt

Neusten Meldungen zufolge ist der Konzern damit vor dem VfGH abgeblitzt. Mit dieser Entscheidung steht fest, dass die Spielbanklizenzen in Bälde vergeben werden sollen, die ersten Lizenzen sollen bereits im August erteilt werden.

Der Individualantrag von Novomatic wurde über die Tochter Admiral Entertainment bei dem VfGH vorgebracht. Trotzdem Admiral vor dem VfGH abblitzte, stehen dennoch Möglichkeiten offen. Vor Gericht machten die Richter darauf aufmerksam, dass die Vergabe der Lizenzen nach der Vergabe angefechtet werden könne. Admiral hätte somit also eine Möglichkeit die eigene Beschwerde vorzubringen, da das Unternehmen sich für einen Teil der Lizenzen beworben hatte.

Die Kritik des Konzerns Novomatic bezieht sich in erster Linie auf die Vergabe der Lizenzen in Paketen. Die Lizenzen sollen als Stadtpaket und als Landpaket vergeben werden und das erste Paket beinhaltet sechs Lizenzen. Die Orte, die in dem ersten Paket enthalten sind, sind Wien, Linz, Salzburg, Graz, Innsbruck und Bregenz.

Die Kritik bezieht sich vorrangig darauf, da der Glücksspielkonzern davon überzeugt ist, dass die Vergabekriterien sich viel zu sehr auf den bisherigen Monopolisten, Casinos Austria, beziehen. Nachdem im Jahr 2010 das Monopol in Österreich gestürzt werde, wurde festgelegt, dass die Lizenzen seitdem in der ganzen EU ausgeschrieben werden sollen. Dies war auch diesmal der Fall, doch das Unternehmen Novomatic ist überzeugt davon, dass die vorgegebenen Kriterien trotzdem vorrangig dem bisherigen Monopolisten entsprechen.

Kleines Land ganz gro

Das kleine Land Liechtenstein ist weitestgehend als Steueroase und kleines Fürstentum in den Alpen zwischen Österreich und der Schweiz bekannt. Momentan ist es aber wegen seiner Vergabe einer Spielbanklizenz Gesprächsthema Nummer Eins.

Es haben sich schon zwei Kandidaten eingestellt, auch die Casinos Austria. Das Unternehmen ?sterreichischen Ursprungs möchte, der liechtensteinischen Presse zufolge, hier eine Spielstätte unterhalten.

Das Gesetz von 1949, das Glückspiel in dem kleinen Land untersagte, wurde letztes Jahr abgeschafft, so dass dieses Vergnügen nun rechtens ist. Hiervon dürften besonders die Wirtschaft und der Etat des Landes viel haben. Doch das Problem war damit nicht aus der Welt, denn nun brauchte man einen Betreiber.

Dies hatte zur Folge, dass die Zulassung für eine Spielbank im Land bekanntgemacht wurde. Die Bewerbungsfrist lief vor Kurzem aus und war mit einer Bearbeitungspauschale von 20.000 Franken verbunden. Hier gab es nur zwei Bewerber.

Die Casino Vaduzerhof AG, die mit den Casinos Austria kooperiert sowie die Casino Admiral AG, die bei Novomatic mit dabei ist, haben ihren Antrag für diese Zulassung gestellt. Wer der Glückliche sein wird, steht noch in den Sternen. Klar ist aber, dass die beiden Unternehmen viel mit diesem Casino vorhaben.

Hier soll ein gro?angelegtes Hotel in der City von Vaduz entstehen, worin auch ein Casino integriert sein soll. Bekommt ersteres Unternehmen die Lizenz, dann werden die Casinos Austria dieses leiten. Der österreichische Konzern will das Hotel aber nicht leiten, sondern nur die Spielbank ist hier von Interesse.

Das Casino Vaduzerhof will auf dem Grundstück des ehemaligen Vaduzerhofes eine Unterkunft mit 100 Zimmern errichten, hierzu sollen auch ein Wellnessbereich, mehrere Restaurants und ein Casino gehören. Das Casino Admiral hat seinen Schwerpunkt hingegen auf das Casino gesetzt.

Sie wollen in der Aeulestra?e im Städle von Vaduz eine Spielbank bauen, die 14 Hotelzimmer mit dabei hat. Auch hier möchte man ein Fitness- und Wellnessareal sowie ein Restaurant eingliedern. Das Hotel mit dem Casino, das das erstgenannte Unternehmen plant, ist mit rund 65 Millionen Franken veranschlagt und soll etwa 150 Jobs schaffen.

Das zweite Unternehmen rechnet bei seinem Vorhaben mit 40 Millionen Franken an Kosten und 92 neuen Arbeitsstellen. Ob die Jobs neben dem Plan und der Durchsetzbarkeit bei der Lizenzvergabe ausschlaggebend sind, ist nicht klar, da in dem kleinen Land die Arbeitslosigkeit recht gering ist.

Österreichische Lizenzvergabe

Insgesamt gilt es 15 Lizenzen für Österreich zu vergeben. Die Aufregung ist derzeit groß unter Betreibern und Investoren. Angekündigt ist ein aufregendes Match, um die 15 Casino-Lizenzen.

Neben den marktführenden Unternehmen des HEIMISCHEN Marktes, haben auch außenstehende Firmen ihre Spielteilnahme angekündigt. In welcher Form die Konkurrenten um die Lizenzen werden, wie viel Glück im Spiel sein muss, wie hoch die Einsätze sein werden und wer am Ende als Gewinner aus dem Spiel gehen wird, wird erst zu sehen sein, wenn die Spielbanken-Lizenzen vergeben wurden.

Die größten Anbieter in Österreich waren bisher die Casinos Austria und Novomatic. Mit der Neuvergabe der Lizenzen kündigen außenstehende Unternehmen wie Century Casinos harte Konkurrenz an. Der weltweit agierende Unternehmer kündigt öffentlich an, dass der österreichische Glücksspielmarkt modernisiert werden müsse und dass das Unternehmen selber frischen Wind reinbringen könne.

Neuzeitliche Ideen, wie die Verknüpfung von Casino und Comedy und weitere Vorschläge stehen auf dem Plan, um den österreichischen Casinomarkt für alle attraktiver zu gestalten. Möglichkeiten gäbe es laut Sprecher der Century Casinos zur Genüge.

Bei der Vergabe der Lizenzen haben laut Branchenkennern bestehende Betreiber wie Novomatic gute Chancen, ein paar von den zu vergebenden Lizenzen abzugreifen. Auch die neuen Anbieter sollten die alt eingesessenen Unternehmer als Konkurrenz bemerken. Jetzt ist noch alles offen. Neben den Spielbanken-Lizenzen, soll eine Poker-Lizenz vergeben werden, zu der sich die Concord-Card Casino Kette laut eigener Aussage hingezogen fühle. Das Unternehmen interessiert sich für keine zusätzlichen Spielbanken-Lizenzen, da die 9 Standorte laut Aussage des Sprechers ausreichen.

Durch den Boom des Automatenglücksspiels in allen Ländern, wird in diesem Jahr diesem Branchenzweig mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Angekündigt hat der Betreiber verschiedener Automatenhallen, Amatic, dass dieser sich auf dem heimischen Markt etablieren will. Wer die Spiele gewinnen wird, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Spannend ist das Lizenzen-Spiel jedenfalls für alle Beteiligten und auch für die Außenstehenden.