Illegale Spielcasinos in Berlin aufgeflogen

Illegale Spielcasinos in Berlin aufgeflogen

Erst mit der letzten Aktion der Polizei, wurden bei den Razzien in unterschiedlichen Bezirken zahlreiche Straftaten aufgedeckt. Für die Durchführung und Planung der Razzien in Berlin arbeiten Polizei, Ordnungsamt, Steuerfahndung und Zoll zusammen. Bei der letzten Aktion wurden insgesamt 26 Spielhallen von den Ordnungshütern überprüft.

Bei der Überprüfung von 26 Spielhallen in den Bezirken Charlottenburg, Wedding, Gesundbrunnen, Moabit, Mitte, Reinickendorf und Neukölln in Berlin wurden 21 Straftaten wegen der Veranstaltung illegaler Glücksspiele festgestellt. Insgesamt 59 Ordnungswidrigkeiten wurden aufgedeckt. Zu den Ordnungswidrigkeiten gehörten folgende:

– fehlende Spielhallenerlaubnis

– unerlaubter Alkoholausschank

– unerlaubt aufgestellte elektronische Sportwettterminals, drei Spielautomaten und verbotene Elektroschocker

Ungewisse Zukunft für legale Spielhallen

Auch für viele legale Spielhallen ist die Zukunft ungewiss, denn die Übergangsfrist läuft in diesen Tagen aus. Das Spielhallengesetz ist bereits seit 2011 für Berlin in Kraft. Mit dem Auslöschen der Übergangfrist drohen vielen Etablissements Schließungen und Jobverlust. Lediglich die genehmigten Etablissements, die bis Anfang Juli eine neue Betriebserlaubnis beantragt haben, dürfen vorerst bestehen bleiben.

Bilquelle: Morgenpost.de

Falsches Bild vom Casinobesuch

Falsches Bild vom Casinobesuch

Die moderne Ausstattung vieler Casinos soll den Gästen zeigen, dass das Casino nicht mit Prostitution und Kriminalität gleichzusetzen ist. Die Vorurteile wird es auf Seite der Kunden jedoch immer geben, so sieht es auch der Direktor des Züricher Spielcasinos, Marc Baumann. Für viele Gäste würden die verruchten Vorurteile auch einen gewissen Reiz ausmachen, doch auf der anderen Seite kann dies eben auf Kunden auch abschreckend wirken, so der Direktor, der seit 2014 direkt vor Ort unterschiedlichste Erfahrungen sammeln konnte.

Während Casinos früher Glanz und Glamour ausstrahlten und den gehobenen Gästen Luxus boten, gibt es heute in vielen Casinos keinen Dresscode mehr, so auch im Züricher Spielcasino. Die Gäste sitzen in Freizeitkleidung an den Spielgeräten, im Anzug erscheint im Casino heute kaum noch jemand. In Zürich liegt es jedoch nicht nur an dem fehlenden Glamour, dass das Casino die Erwartungen der Betreiber nicht erfüllt. Nach Angaben von Experten würde das Casino nicht bekannt genug sein, Züricher Spieler wüssten teilweise nicht einmal, wo sich das Casino befindet. Darüber hinaus habe das Casino, wie viele anderen Spielbanken auch, mit den Vorurteilen der Einwohner zu kämpfen. Glücksspiel sei vielerorts noch verpönt, so auch in Zürich und genau aus diesem Grund würden die Erwartungen der Betreiber stetig untertroffen werden.

Stadtcasino kämpft mit Problemen

Im Stadtcasino in Zürich sind es jedoch nicht nur die allgemeinen Probleme, mit denen Spielbanken generell zu kämpfen haben, sondern darüber hinaus bietet die Lage des Casinos nicht die Vorteile, die man sich vorgestellt hatte. Das Stadtcasino nennt folgende Probleme, die zu wenig Kundschaft und dementsprechend zu wenig Umsatz führen:

– keine Laufkundschaft

– wenig attraktiver Eingangsbereich

– keine angrenzenden Parkplätze

– Halteverbot vor der Tür

– keine repräsentative Auffahrt

Unabhängig von den Problemen, die der Standort mit sich bringt, hat das Stadtcasino zudem mit der Konkurrenz aus dem Nachbarkanton zu kämpfen. Das Züricher Stadtcasino befindet sich ganz in der Nähe des berühmten Grand Casino Baden. Der Bekanntheitsgrad und das umfassende Angebot sind durchaus auch den Spielern in Zürich bekannt, wodurch diese gerne einen etwas längeren Weg auf sich nehmen, um den Besuch im Badener Casino zu wagen. Für das Stadtcasino Zürich ist dies natürlich ein Problem, weil so die potentiellen Besucher eher zur Konkurrenz gehen, anstatt das stadteigene Angebot zu nutzen.

Winwin eröffnet zweiten Standort in Wels

Winwin eröffnet zweiten Standort in Wels

Wirtschaftsreferent Peter Lehner (öVP) wirkt bei seinem Kommentar zu dieser Thematik nicht sonderlich begeistert, denn die Stadt habe bereits eine sehr hohe Anzahl an Spielcasinos und nun würde ein weiteres folgen, mitten im Zentrum der Stadt direkt neben einem Bordell. Für viele Städte sind Spielcasinos eine Art Schandfleck, so wird es offensichtlich teilweise auch in Wels gesehen. Der Anbieter winwin lässt sich jedoch von den Gegenstimmen nicht beirren, die Umbauarbeiten wurden bereits begonnen und trotz Denkmalschutz wird davon ausgegangen, dass der Glücksspielanbieter eine Genehmigung für die Eröffnung des zweiten Standorts erhalten wird.

Auch von Seiten der Bevölkerung gab es bereits zahlreiche Gegenstimmen gegen das neu geplante Spielcasino. Die Stadt sei bereits überfüllt mit Wettcasinos, so die Aussage des Bürgermeisters Peter Koits (SPö). In Zukunft würde die Stadt bei Standortanfragen gegen die geplanten Bauten von Wettbüros und Automatensalons halten, unabhängig davon welchen Plan die Landesregierung verfolgt.

Es gäbe bereits zahlreiche Spielautomaten in Wels und vor Ort würden keine weiteren Etablissements dieser Art gebraucht werden, so der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung habe an dieser Stelle bisher zu wenig Mitspracherecht erhalten, lediglich in Bezug auf die Bauordnung könne die Stadtverwaltung mitentscheiden.

Sauberes Auftreten von winwin

Bei winwin wird die Kritik der Stadt nicht wirklich akzeptiert. Die Etablissements des Anbieters würden sauber sein und auch keinen schlechten Eindruck der Stadt übermitteln. Unternehmenssprecher Martin Himmelbauer machte deutlich, dass die Etablissements des Anbieters wie Kaffeehäuser aussehen und somit nicht als Schandflecke der Stadt anzusehen seien. Darüber hinaus seien eine Registrierung und das Vorzeigen einer Spielerkarte notwendig, um die Casinos von winwin zu besuchen, wodurch auch der Spielerschutz bei dem Anbieter berücksichtigt werden würde.

Längere Sperrzeiten für Spielcasinos

Längere Sperrzeiten für Spielcasinos

Spielhallen sind für viele Spieler ein magischer Anziehungspunkt. Gleichzeitig belegten Studien bereits, dass in Spielhallen oft die Anfänge der Spielsucht bei den Spielern beginnen. Genau aus diesem Grund sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, um nicht nur die Flut der Spielhallen sondern gleichzeitig damit auch die Spielsucht einzudämmen.

Die neue Regelung sieht vor, dass die Sperrstunden für Spielcasinos von drei bis sechs Uhr auf einen Zeitraum zwischen zwei und acht Uhr verlängert werden sollen. Beschlossen wurde diese Maßnahme von Seiten des Stadtrats. Mit der Einschränkung hofft die Stadt, dass nun nicht weiterhin stetig neue Spielcasinos eröffnen werden und dass so die Flut an Spielhallen zurückgedrängt werden kann. Weitere Regelungen wurden bereits beschlossen. Eine dieser Regelungen sieht vor, dass die Spielhallen einen Mindestabstand in Höhe von 250 Metern zueinander einhalten sollen. Diese Regelung soll bis zum Jahr 2017 umgesetzt werden.

Im Vergleich zu anderen Städten in Bayern soll Nürnberg laut Ordnungsamt die höchste Spielhallendichte aufweisen. Neben der Spielsuchtgefahr leidet auch das Stadtbild unter dieser Flut an Spielcasinos. Die Stadt hatte bereits vor einiger Zeit ein Vergnügungsstättenkonzept erarbeitet, durch welches Sehenswürdigkeiten und historische Bauten der Stadt geschützt werden sollen. Um diesen Schutz zu garantieren sollen Spielhallen in Zukunft nur noch in festgelegten, bestimmten Stadtgebieten gestattet werden.

Liebe oder Hass in Las Vegas

Liebe oder Hass in Las Vegas

Durch das Image als Glücksspielmetropole gibt es viele Gegner von Las Vegas, da Glücksspiel oft mit Kriminalität und negativen Einflüssen in Verbindung gebracht wird. Trotz vieler negativer Schlagzeilen bietet die Stadt weiterhin das gleiche Angebot an und bleibt dem eigenen Image treu, denn mit der Zeit kann sich auch eine Stadt an negative Anfeindungen gewöhnen.

Das schlechte Image der Spielcasinos im Allgemeinen, scheint zu bewirken, dass die Kritiker die Schuld der Wirtschafts- und Finanzkriese zum Teil auch den Spielbanken zuschreiben. Für den Konzernsprecher der Casinos Austria, Martin Himmelbauer, sei dies vollkommen unverständlich. Natürlich gibt es auch bei den Casinos eine positive und negative Seite und die Gefahr der Spielsucht könne nicht weggewischt werden, dennoch gebe es Gesetze und Regelungen, die einen verantwortungsvollen und ungefährlichen Umgang mit dem Thema Glücksspiel garantieren sollen.

Natürlich sei es von Seiten der Spieler aus verantwortungslos in Zeiten der schweren finanziellen Lage das restliche, eigene Geld im Casino zu verprassen. Hier sollte demnach, auch nach der Meinung der Politiker, mehr Eigenverantwortung von Seiten der Kunden gewährleistet werden.

Trotzdem wir uns in einem sehr modernen Zeitalter befinden, geht die Meinung über das Glücksspiel und damit auch über die Glücksspielmetropole Las Vegas in unterschiedliche Richtungen. Manche Kritiker glauben noch an das Bild von früher, als Glücksspiel grundsätzlich mit dem Rotlichtmillieu in Verbindung stand, mit Mafiageschäften zusammengebracht wurde und grundsätzlich mit Schmutz, Kriminalität und Betrug zu tun hatte.

Das Bild hat sich doch im Laufe der Jahre tatsächlich gewandelt und durch gesetzliche Regelungen und Gesetze ist die Glücksspielbranche viel freier geworden, auch von Kriminalität und Betrug. Glücksspiel hat in der heutigen Zeit viel mit Unterhaltung zu tun und weniger mit schmutzigen Geschäften.