Einbußen im Grand Casino Baden

Einbußen im Grand Casino Baden

Im vergangenen Jahr musste die Spielbank in Baden Umsatzeinbußen hinnehmen und so überholte das Casino Zürich die Badener Spielbank. Der Bruttospielertrag des Casinos Baden ist um 5,6 Prozent abgesunken.

Neue Rangfolge in der Schweiz

Wie auch in der Vergangenheit belegt noch immer das Casino Montreux die Führung der Schweiz, mit den stärksten Umsätzen, die im vergangenen Jahr noch einmal um 1,7 Prozent gesteigert werden konnten. Auf Platz Zwei lag bisher das Casino Baden, welches jedoch nun durch die Umsatzrückgänge auf Platz Drei abgesunken ist. Nach den Zahlen des vergangenen Jahres hat es das Casino Zürich nun auf den zweiten Platz geschafft.

Zürich verzeichnete im letzten Jahr einen Zuwachs um 4,7 Prozent. Grundsätzlich müssen die Spielbanken in der Schweiz insgesamt sinkende Einnahmen hinnehmen und dies nun seit mehr als acht Jahren. Trotzdem einzelne Spielbanken im vergangenen Jahr Erfolge in Bezug auf die Umsätze verbuchen konnten, so sank der Umsatz aller Spielbanken der Schweiz im letzten Jahr um vier Prozent.

Die Konkurrenz schläft nicht

Weniger erfolgreiche Häuser der Schweiz waren im vergangenen Jahr die Casinos Davos und Lugano, wo Verluste in Höhe von einem Viertel hingenommen werden mussten. Neben der Konkurrenz zwischen den Häusern selber, gibt es die größte Konkurrenz im Internet. Die virtuellen Spielcasinos üben einen großen Reiz auf die Spieler aus, da diesen Anonymität und Flexibilität geboten wird. Auch stellen die illegalen Spielclubs und Spielhallen im grenznahen Ausland eine große Konkurrenz dar. Ziel ist es in Zukunft, sowohl die Konzepte der Spielbanken erneut auf die Bedürfnisse der Spieler anzupassen und vor allem gleichzeitig auch für das Unterbinden der illegalen Angebote zu sorgen. Mit Erfolg hierbei stehen die Chancen gut, dass die Spielbanken in der Schweiz wieder Auftrieb erleben.

Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Schweizer Spielbanken

Wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Schweizer Spielbanken

Grund für den Druck, unter den die Spielbanken in der Schweiz in den letzten Jahren geraten sind, sind ausländische Internet-Casinos, illegale Spielclubs im Inland und Spielhallen im Ausland.

Das Spielangebot Online und im Ausland scheint für die Schweizer Spieler umfassender und interessanter, kein Wunder also, dass die Spieler eher auf illegale Angebote zurückgreifen. Das Geldspielgesetz, welches bereits einmal überarbeitet wurde, soll die Situation vor Ort deutlich verbessern.

Mit dem Geldspielgeset

z angestrebte Veränderungen:

– Ausweitung des Spielangebots der Schweizer Spielbanken

– in Kraft setzen der neuen Online-Bestimmungen

– wirksame Bekämpfung des illegalen Glücksspiels

Das Geldspielgesetz verfolgt das Ziel, dass die Präventionskonzepte, die Spielsperren und der Jugendschutz in der Schweiz durchgesetzt werden können und in Zukunft nicht mehr unterlaufen werden.

Dies soll erreicht werden, indem die Schweizer Spieler zukünftig wieder in den überwachten Schweizer Casinos spielen und nicht bei ausländischen oder unkontrollierten Anbietern ihr Glück suchen. Dies würde zum Einen dazu führen, dass die weltweit strengsten Schweizer Präventionsmaßnahmen zur Anwendung kommen werden und außerdem Erträge und Steuern im eigenen Land bleiben würden.

Aufhebung des Online Spielverbots

Eine große änderung ist vor allem die Aufhebung des Online Spielverbots. Bisher ist das Spielangebot der Schweizer Spielbanken sehr eingeschränkt, wodurch viele Spieler zur ausländischen oder illegalen Konkurrenz abgewandert sind. Durch die Aufhebung des Online Spielverbots sollen die Spielbanken die Möglichkeit bekommen, Spielbankenspiele legal online anzubieten.

Diese Spielbankenspiele sollen einem begrenzten Teilnehmerkreis zugänglich gemacht werden. Verbote wird es weiterhin geben, so soll es den Spielbanken in der Schweiz auch in Zukunft weiterhin verboten sein Geschicklichkeitsspiele und Lotterieangebote zu präsentieren. Der Gesetzesentwurf, welcher das Online Glücksspiel gestattet soll, soll jedoch erst im Jahr 2019 Einzug halten, was nach Expertenmeinung viel zu spät ist.