Regulierung im Sinne des Spielerschutzes

Regulierung im Sinne des Spielerschutzes

Das Landesglücksspielgesetz wurde bereits im Jahr 2012 verabschiedet. Nun wurden die Regelungen final umgesetzt. Seit dem 1. Juli 2017 gelten diese Regelungen, die Übergangsfrist wurde damit beendet und viele Spielhallenbetreiber mussten ihre Etablissements bereits schließen. Einfach war und ist dieser Prozess jedoch nicht. In Karlsruhe zum Beispiel wird aktuell mit zahlreichen Klagen von Seiten der Spielhallenbetreiber gerechnet.

Was die Gesetzgebung vorschreibt:

  • Jugendschutz
  • Verhinderung von Spielsucht
  • Einhaltung von einem Mindestabstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen bei Neuanträgen für Spielhallen
  • Mindestabstand von 500 Metern zwischen Bestandsspielhallen

Folgen der Abstandsregelung in Karlsruhe

Vor allem die Abstandsregelung zwischen Bestandsspielhallen sorgte vielerorts bereits im Vorfeld für Aufregung, so auch in Karlsruhe. Hier gab es, bis die Übergangsfrist abgelaufen war, insgesamt 62 Spielhallen, die auf 52 Standorte verteilt waren. Nach der Abstandsregelung hätten eigentlich 57 dieser Spielhallen schließen müssen. Noch bevor die Übergangsfrist abgelaufen war, gab es für die Spielhallenbetreiber die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen. Diese Möglichkeit nutzten zahlreiche Betreiber. Als Ergebnis bekamen 42 der Spielhallen, die entsprechende Härtefallregelung beantragten, Zuspruch vom Ordnungs- und Bürgeramt. 15 der Härtefallanträge wurden abgelehnt, wodurch diese Spielhallen mit Ablauf der Übergangsfrist dichtmachen mussten. Bei den Härtefallanträgen mit Zuspruch wurden entsprechende Erlaubnisse mit unterschiedlicher zeitlicher Befristung erteilt.

Klagewelle erwartet

Nachdem entsprechende Entscheidungen in Bezug auf die Härtefallanträge final getroffen wurden in Karlsruhe, wird aktuell davon ausgegangen, dass eine Klagewelle auf die Stadt zurollen wird. Grund hierfür: die Ablehnung der Härtefallanträge und die jeweilige zeitliche Befristung der Erlaubnis. Die Spielhallenbetreiber sehen sich in der eigenen Existenz gefährdet und auch in Karlsruhe ist davon auszugehen, dass nichts unversucht gelassen wird, um den eigenen Spielhallenbetreib so lange wie möglich aufrecht erhalten zu können.

Verbesserungen für den Schutz der Wettkunden

Verbesserungen für den Schutz der Wettkunden

Sportwetten sind immer und überall ein brisantes Thema. Aktuell wird in Österreich viel darüber diskutiert, vor allem im Zusammenhang mit dem Spielerschutz. In erster Linie ist es das Ziel, seriöse Wettangebote auf dem Markt zu präsentieren, um so langfristig den Spielerschutz gewährleisten zu können. Der OBMV sieht sich an dieser Stelle in der Verantwortung. Nun wurde die Zusammenarbeit mit dem Institut Glücksspiel & Abhängigkeit (IGA) besiegelt, um dieser Verantwortung auch in Zukunft gezielt nachzugehen.

Fakten zum IGA:

  • im Jahr 2002 in Salzburg gegründet
  • drei Standorte in Österreich und Deutschland
  • bekannt für Expertise im Bereich Wetten
  • verfügt als einzige österreichische Organisation über eine international anerkannte Zulassung für Spielerschutzschulungen für Mitarbeiter in Wettunternehmen
  • verantwortlich für mehrere Spielerschutzkonzepte für Bewerber, beim Vergabeprozess der deutschen Sportwettkonzessionen
  • Roman Neßhold als Präsident des IGA

Fakten zum OBMV:

  • Österreichischer Buchmacherverband
  • im Jahr 1994 gegründet
  • aktuell 25 Mitglieder
  • Abdeckung von über 90% des Umsatzes aller Sportwetten in Österreich ab, die in Wettlokalen und an Wettterminals getätigt werden

Beschlossene Zusammenarbeit als wichtiger Schritt

Beide Organisationen sind sehr erfreut über die beschlossene Zusammenarbeit. Von Seiten der Organisationen wird deutlich gemacht, dass diese Zusammenarbeit als wichtiger Schritt für einen modernen und optimierten Mitgliederservice, aber auch für die wichtige Brancheninteressensvertretung angesehen wird. Ziel beider Institutionen ist es, innerhalb der Wettbranche für verbesserte Standards zu sorgen. Neben dem Ziel den Spielerschutz langfristig zu verbessern und mehr in den Fokus zu rücken, ist es auch ein Interesse beider Organisationen, das Image der Sportwetten in Österreich aufzupolieren. Beide Institutionen können hierfür auf einen umfassenden Erfahrungsschatz zurückgreifen und stellen somit eine sehr gute Kooperation dar, um diese Ziele in Zukunft effektiv anzugehen.

Bekämpfung der Spielsucht in Südtirol

Glücksspiel und damit verbunden die Spielsucht sind Themen, mit denen sich Verantwortliche in vielen Regionen beschäftigen. In Südtirol hat man bereits vor geraumer Zeit der Spielsucht den Kampf angesagt. Der Grund dafür sind weitreichende Folgen für die einzelnen Betroffenen und deren Angehörigen, aber auch für die gesamte Bevölkerung. Noch immer ist es das Ziel des Landes, das Glücksspiel weiter einzudämmen, um somit die Spielsuchtgefahr zu reduzieren.

Was bereits umgesetzt wurde:

  • Ausweisung bestimmter Regionen als sensible Zone (z.B. in der Nähe von Schulen und Kinder- und Jugendeinrichtungen)
  • Festlegung eines Mindestabstandes von Spielhallen zu Kinder- und Jugendeinrichtungen
  • Verwaltungsgericht hatte sich gegen zu rigide Vorschriften ausgesprochen im Zusammenhang mit dem Verbot von Video-Lotterie Terminals
  • Einleitung eines Berufungsverfahrens gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vor dem Staatsrat

Rechts- und Begründungsmängel

Das Berufungsverfahren, welches nun eingeleitet wurde, wurde mit Rechts- und Begründungsmängeln gerechtfertigt. Aufgrund dessen sei die Anfechtung durch das Land durchaus gerechtfertigt so heißt es weiter. Bei diesem Fall handelt es sich um den zweiten ähnlicher Art. Es gab bereits einen weiteren Fall, bei dem das Land entschied gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts vorzugehen.

Im Sinne des Spielerschutzes

Das Vorgehen scheint sehr extrem zu sein, auf der anderen Seite wird entsprechendes Vorgehen im Sinne des Spielerschutzes gerechtfertigt. Man hat sich dementsprechend vorzugehen, das Glücksspiel auch in Zukunft weiterhin zu bekämpfen, um so den Schutz der Spieler gewährleisten zu können. Die Folgen der Spielsucht wurden bereits mehrfach aufgezeigt und sind erschreckend, vor allem im Zusammenhang damit, dass die Spielsucht sich weiterhin stetig ausbreitet.

Wirksamer Spielerschutz mit Sperrdatei

Wirksamer Spielerschutz mit Sperrdatei

Die Spielsucht ist in Verbindung mit dem Glücksspiel ein dauerhaftes Thema. Seit es Glücksspiel gibt, gibt es auch die Spielsucht. Bei der Spielsucht sind die Existenz und die Gesundheit von Spielern in Gefahr. Genau aus diesem Grund ist es besonders wichtig, den Spielerschutz in Deutschland als besonders wichtig anzuerkennen.

Im Zusammenhang mit dem Spielerschutz gibt es zahlreiche gesetzliche Regelungen, die langfristig die Spieler schützen sollen. Bei diesen Regelungen handelt es sich oftmals um Verbote, die jedoch meist nicht einheitlich ausgesprochen werden. Dies bedeutet, einige Glücksspiele sind verboten, andere sind erlaubt. Einige Glücksspiele werden kontrolliert, andere nicht. Einige Glücksspiele spülen Gelder in die Staatskassen, andere nicht. Doch was ist die Lösung des Problems?

Bundesweite Sperrdatei

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) fordert eine bundesweite Sperrdatei im Kampf gegen die Spielsucht. In diesem Jahr wurden vermehrt Verbote durchgesetzt, vor allem im Zusammenhang mit den Spielhallen. Hier werden in den nächsten Monaten einige Betreiber ihre Existenz aufgeben müssen. Doch warum reicht das nicht aus? Lucha gibt an, dass die Spielautomaten ja nicht nur in den Spielhallen für die Spieler zugänglich gemacht werden. Auch in Gaststätten, Raststätten, Lokalen, Cafés und Wettbüros sind zahlreiche Spielautomaten vorzufinden. Für eben diese Automaten gilt die Gesetzgebung für die Spielhallen nicht. Mit einer bundesweiten Sperrdatei könnte das Problem jedoch bekämpft werden, so der Politiker. Die Spieler hätten auf diesem Weg die Möglichkeit, sich für Spielautomaten generell selbst zu sperren. Dies würde voraussetzen, dass die Sperrdatei für alle Glücksspielformen gelten würde.

Zahlen und Fakten zur Spielsucht:

  • 87 Prozent der Spielsüchtigen sind abhängig von Automaten in Kasinos und Gaststätten
  • etwa 0,3 bis 0,5 Prozent der Erwachsenen bis 64 Jahre gelten als pathologische Glücksspielerinnen und Glücksspieler
  • in Baden-Württemberg sind demzufolge rund 30 000 Menschen unmittelbar betroffen

Die Spielsucht ist ein wichtiges Thema und besonders wichtig ist es auch, hier effektive Methoden zu finden, um gegen diese Spielsucht vorzugehen. Wichtig ist dies für jeden einzelnen. Bei betroffenen Spielern kann die Sucht dazu führen, dass sie sowohl ihr finanzielles als auch ihr persönliches Hab und Gut aufs Spiel setzen, soziale Kontakte verlieren und manches Mal sogar mit kriminellen Machenschaften in Berührung kommen. Hier gilt es frühzeitig einzugreifen und den Spielern durch eine angemessene und gut funktionierende Prävention bestmöglich zu helfen.

Schwerer Stand der Spielbanken in Deutschland

Schwerer Stand der Spielbanken in Deutschland

Glücksspiel erfreut sich in der heutigen Zeit weiterhin großer Beliebtheit. Während die Nachfrage nach den Online Casinos steigt, scheint sich der Spieler von heute jedoch immer weniger für die klassischen Spielbanken zu interessieren. Dies zeigt sich bereits seit Jahren an den stetig sinkenden Umsätzen der Spielbanken. Die Nachfrage verändert sich und so auch das Angebot. Durch gesetzliche Regelungen können die Spielbanken jedoch nicht allen Wünschen der Kunden nachkommen. Es scheint ein Teufelskreis zu sein, in dem sich Anbieter, Spieler und auch der Staat befinden.

Gründe für den Umsatzrückgang der Spielbanken:

  • Zurückhaltung der Spieler beim Glücksspielkonsum
  • Rauchverbot in Spielbanken bewirkt sinkende Besucherzahlen
  • schwierige Rechtslage in Deutschland
  • wachsende Konkurrenz durch Online Casinos und Spielhallen

Oftmals angemerkt in Bezug auf die gesetzliche Regulierung wird außerdem, dass diese ungleichmäßig erfolgt. Während in den Spielbanken nicht mehr geraucht werden darf, sind die Spielhallen meist verrauchte Etablissements. Das Online Glücksspiel genießt währenddessen große Freiheiten und ist gleichzeitig aber irgendwie auch illegal. Ziel war es bereits vor Jahren, eine bundeseinheitliche Regulierung einzuführen. Alle Anbieter und alle Spieler sollen in ganz Deutschland nach den gleichen Regeln und Regelungen agieren können. Dies ließ sich aber weniger leicht als erwartet in die Tat umsetzen und so ist die Glücksspielregulierung in Deutschland weiterhin höchst undurchsichtig.

Die Spielbanken müssen mit der Zeit gehen

Das staatliche Glücksspiel wird aktuell nur landbasiert angeboten. Die Spielbanken öffnen demnach täglich ihre Türen und versuchen Spieler mit neuen Konzepten und einer moderneren Einrichtung in die Hallen zu locken. Der Spieler von heute wünscht sich aber mehr Flexibilität und Anonymität. Für den Gesetzgeber scheint dies im Zusammenhang mit dem Spielerschutz nicht realisierbar zu sein. Hier herrschen seit Jahren Diskussionen vor, dass Verbote nicht dazu dienen, Spieler vom illegalen Glücksspiel abzuhalten. Viele sind der Meinung, dass eine bundeseinheitliche Regulierung auf vielerlei Ebenen helfen könnte.

Vorteile einer bundeseinheitlichen Regulierung:

  • gleiche Voraussetzungen für alle Anbieter
  • es kann den Kundenwünschen nachgekommen werden
  • Profit und Kontrolle für und durch den Staat
  • mögliche Gewährleistung von Spieler- und Jugendschutz

Aktuell sollen Verbote den Spielern helfen. Doch schon in der Jugend war es einem klar, dass ein Verbot nur dafür sorgt, dass es reizvoller wird. Würde das Online Glücksspiel also bundeseinheitlich erlaubt und reguliert werden, so hätten die Spielbanken neben den privaten Anbietern die Möglichkeit, mit dem Online Angebot Geld zu verdienen. Der Staat könnte durch Steuereinnahmen davon profitieren und die Spieler würden nicht mehr illegale Angebote nutzen müssen. Prävention, steigernder Umsatz und Kontrolle würden alle beteiligten eine große Last von den Schultern nehmen. Warum dies also noch immer nicht passiert ist? Diese Frage kann leider aktuell noch nicht beantwortet werden, doch vielleicht gibt es ja noch Hoffnung.

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