Spielbanken in der Vorzugsbehandlung

Spielbanken in der Vorzugsbehandlung

Mit der Rechtfertigung, dass die Spielbanken immer weniger Gewinn erwirtschaften, wurde die Spielbankenabgabe in Hamburg herabgesenkt. Dies würde generell jedoch bedeuten, dass jedes Unternehmen, welches wenig Gewinn erwirtschaftet, automatisch weniger Steuern zahlen dürfte. Diese Variante ließe sich natürlich realistisch gesehen nicht umsetzen, doch im Falle der Spielbanken wurde genau dieser Weg eingeschlagen. Der Vorsitzende Gundolf Aubke ließ zudem weitere Fakten sprechen.

Die Spielhallen mit den Spielhallenautomaten würden laut Aubke immer weiter eingeschränkt werden. Hier werden verkürzte öffnungszeiten und Mindestabstände eingeführt, gleichzeitig gäbe es jedoch Regulierungen dieser Art nicht für die Spielbanken. Es sei eine eindeutige Vorzugsbehandlung, wenn man die Art und Weise der Behandlung von Spielbanken und Spielhallen in den direkten Vergleich miteinander setzt.

Aubke machte deutlich, dass der amtierende Senat eindeutig die Bedürfnisse der Spielbanken in den Vordergrund stelle und diese dadurch bevorzuge. Ein solches Ungleichgewicht dürfe langfristig nicht vorherrschen.

Die Spielsucht an den Spielautomaten müsste mit generellen Lösungsansätzen eingedämmt werden, diese sollten dann, nach Aubke, jedoch sowohl Spielhallen als auch Spielbanken betreffen. Als Beispiel schlug der Vorsitzende der HAV vor die Auszahlungsquote der Automaten um ein paar Prozentpunkte zu senken, damit so auch die Spielbank weiterhin einen guten Gewinn einfahren könnte.