Down Under hat mehr als nur Kängurus zu bieten

Wenn man seine Ferien nutzen möchte, um Casinos zu besuchen oder auch in denselbigen seiner Spielleidenschaft nachkommen möchte, dann wählt man die Reiseziele aus, die für Glücksspiel bekannt sind.

Dies sind in der Regel Las Vegas, Monaco oder Macao. Doch es finden sich auch noch andere Urlaubsorte die Glücksspiel zu bieten haben und infolgedessen sehenswerte Spielstätten parat halten.

Einer davon ist Australien, hier muss man schon eine gute Entfernung zurücklegen. So mancher wird sich fragen, was es hier außer Kängurus schon geben soll. Aber die Bewohner dieses Kontinents mögen das Glücksspiel und haben eine interessante Casinobranche zu bieten.

Wenn man das nicht für bare Münze nimmt, sollte man das Land einmal besuchen und sich vom Gegenteil überzeugen. In Melbourne, der australische Hauptstadt, findet sich das "Crowns Casino", es ist die größte Anlage auf dem Kontinent und befindet sich an einer Flaniermeile.

Dieses Casino hat die Größe von einer halben Million Quadratmeter und ist somit ziemlich ausgedehnt. Es gilt zudem als die größte Spielstätte auf der südlichen Erdhalbkugel, auch wenn es vergleichbare Casinos im amerikanischen Vegas und im chinesischen Macao gibt.

Die Spielstätten in Sydney sind nicht so riesig aber versprühen mehr Eleganz. Dazu gehören das "Star City Hotel und Casino" sowie das "Nova Scotia", die einen Besuch durchaus lohnen. In diesen und anderen Casinos in der Stadt sind die Mitarbeiter besonders zuvorkommend und Stimmung ist hier bestens.

Die Freundlichkeit und die Unbekümmertheit, die den Bewohnern des Landes nachgesagt wird, werden hier besonders deutlich.

Das Interieur, die Spielepalette und die Gewinnmöglichkeiten passen ebenfalls zusammen, zwar fallen diese nicht so groß aus wie in den Online Casinos, aber sie sind allemal besser als in den großen Casinos in Vegas und Macao.

Kurzum, in Down Under kann man seiner Spielleidenschaft auch sehr gut nachgehen, als Plus gibt es einen interessanten Kontinent und nette Leute obendrauf.

Hier ist ein Besuch wirklich lohnenswert.

Nürnberg bald um eine Attraktion reicher?

Der stellvertretende Präsident des Landtags in Bayern beschreitet im Hinblick auf die Diskussion um die sich in Nürnberg befindlichen Spielstätten Neuland. Er ist auch Bezirksvorsitzender der FDP und schlägt eine Spielbank in der Stadt vor, die den 136 Spielhallen den Wind aus den Segeln nehmen soll.

Er ist der Meinung, dass zahlreiche Leute ihrer Spielleidenschaft frönen wollten. Es sei dann optimaler, dass sie diesem Hobby in einer vom Staat überwachten Spielbank mit Ausweiskontrolle frönten, als in einer Daddelstube ohne Kontrolle, deshalb sei eine Spielbank an diesem Standort gar nicht so abwegig.

Diese Erwägungen haben auch praktische Gründe, denn dann müsste man nicht mehr den weiten Weg nach Feuchtwangen oder Tschechien auf sich nehmen. Der Vizepräsident hat eine Zulassung für einen privaten Betreiber im Blick, die nicht vom Standort abhängen soll und er spielt mit dem Gedanken, eine Spielbanken des Staates, wie Bad Steben zuzumachen und eine in Nürnberg zu etablieren.

Die Parteien SPD und CSU in der Stadt liegen seit einiger Zeit darüber im Clinch, wie man die ?berschwemmung durch Spielhallen bekämpfen soll. Es existieren rund 140 Zulassungen in der Stadt, wodurch Nürnberg einen der oberen Plätze einnimmt.

Der Plan der SPD, eine Abgabe für Spielhallen zu etablieren, stößt bei dem FDPler auf Widerstand. Er bewertet diese Abgabe als Bagatellsteuer und ist der Meinung, dass sie im ganzen Land nur 40 Millionen Euro einnehmen würde.

Er wehrt sich gegen Vorwürfe der Partei, dass die FDP keine besonderen Kontrollen der Spielhallen anstrebten, da sie von den Anbietern finanzielle Zuwendungen bekämen. Er habe sich beim Landesschatzmeister informiert und so sei der Vorwurf gegen die FDP haltlos.

Wie die CSU ist er der Meinung, dass das Baurecht der Stadt genügend Möglichkeiten gebe, den Spielhallen entgegenzutreten. Die SPD allerdings bezweifelt die Wirksamkeit dieser Methode.

Das Internet ist auf dem Vormarsch

Die Erträge der drei Spielbanken im Bundesland Baden Württemberg sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Dies kann auf das World Wide Web zurückgeführt werden, in dem es einen großen Markt für illegales Glücksspiel gibt. Der Direktor des Casinos Baden-Baden informiert sich regelmäßig darüber, was bei den Online Glücksspielen vor sich geht.

An einem Tag, so stellte er fest, sind mehr als 80.000 Spieler bei einer Online Poker Webseite im Netz und das bei nur einem der zahlreichen Betreiber. Der Direktor findet dies gar nicht gut. In den Online Casinos finden sich viele Millionen von Spielern und im besten Casino des Bundeslandes und auch an den beiden anderen Standorten Konstanz und Stuttgart sinken die Ertragzahlen und die Anzahl der Gäste sehr stark ab.

Der Geschäftsführer der drei Casinos sagt, dass Erträge der baden-württembergischen Spielbanken in den letzten vier bis fünf um circa 50 Prozent gesunken seien und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Dies ist auch auf den aktuellen Glücksspielvertrag und den großen Schwarzmarkt im Internet zurückzuführen, der auch eine Konsequenz des Vertrages ist.

In diesem Vertrag haben sich die Bundesländer in Deutschland darauf geeinigt, Glücksspiel lediglich mit Zulassung und Kontrolle bereitzustellen und nicht im Internet zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht möglich, dass ein Hobbyspieler einen simplen Lottoschein im Internet abgeben kann.

Er muss nach wie vor die Annahmestelle aufsuchen. Der Zweck dieses Vertrages ist es, der Bildung von Glücksspiel- und Wettsucht vorzubeugen und Kriterien für eine effektive Bekämpfung der Sucht zu entwickeln. Zudem will man das Angebot einschränken und der Vertrag hat die Aufgabe, die Spielleidenschaft der Bürger in kontrollierte und sichere Wege zu leiten.

Zudem soll der Wechsel zu illegalen Glücksspielen vermieden werden. Doch genau dieser Fall tritt nun ein. Die Spielfans lassen sich ungern Vorschriften machen und werden im Netz fündig. Dass diese Angebote nicht rechtens sind, interessiert sie wenig. Die Betreiber unterlaufen das Verbot, indem sie vom Ausland aus arbeiten.

Die Spieler sind mit ein paar Klicks am Ziel ihrer Suche. Die Glücksspielangebote im Netz sind schier unbegrenzt.

Das Beratungsunternehmen "Goldmedia" veröffentlichte in seiner Studie zum Glückspielmarkt in der Bundesrepublik 2015 viele Informationen. Der Bruttospielertrag, Einsätze minus Gewinnauszahlungen plus Trinkgelder in den Spielstätten- schrumpfte von mehr als eine Milliarde Euro in 2005 auf 800 Millionen in 2009.

Die nicht in der Bundesrepublik befindlichen und nicht kontrollierten Unternehmen im Bereich Wetten hatten laut Goldmedia die Branche den höchsten Marktanteil. Zum Ende des Jahres 2009 betrug der Spieleinsatz im Internet knapp 8 Milliarden Euro. Im Gegensatz dazu können die in der Bundesrepublik bereitstehende Pferdewetten sowie Oddset und Fußballtoto lediglich Spieleinsätze von einer halben Milliarde Euro vorweisen.

So machten die unkontrollierten Betreiber einen Marktanteil von 94 Prozent aus. Während es im kontrollierten Glücksspielmarkt schlecht aussieht, florieren die Online Glücksspielmärkte. Der Geschäftsführer ist der Ansicht, dass dies massive Konsequenzen für die Spielbanken haben wird.

Die regulierten Betreiber würden vom Markt vertrieben, obwohl sie den Bürger Spiele bereitstellen wollten. Man habe eine öffentliche Aufgabe und es werde verwehrt, diese auszuführen. Man habe nicht die Möglichkeit, auf dem Markt das anzubieten, was die Online-Betreiber bereithielten. Goldmedia zufolge arbeiten diese in einer rechtlichen Grauzone und können nicht sanktioniert werden.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stuttgart bekräftigte, dass bislang kein Prozess gegen Betreiber von Online Glücksspiel oder dessen Nutzern existiere. Wenn die Betreiber von Ausland aus arbeiteten, könne man nichts unternehmen. Hier findet sich ein erhebliches Risiko, um den Gewinn gebracht zu werden und kein Spieler wird diesen von den Behörden verlangen.

Deshalb sind diese Vorgehensweisen undurchschaubar. Das unregulierte Spielangebot habe auch Konsequenzen auf das Suchtverhalten. In den Casinos haben die Spieler, die ihr Verhalten und ihr Geld nicht mehr unter Kontrolle haben, die Möglichkeit, sich freiwillig sperren zu lassen oder gesperrt zu werden. In Netz und den Spielhallen werden sie vor ihrer Sucht nicht geschützt.

Spielhallen werden nicht als Glücksspiel angesehen, sondern als Unterhaltungsorte und unterliegen so nicht dem Staatsvertrag. Auch der EuGH in Luxemburg ist sich darüber im Klaren geworden. Er befindet das Monopol auf Glücksspiel, welches im Vertrag festgesetzt ist, für nicht kompatibel mit dem Recht in der EU, da der Zweck, die Spielsucht zu bekämpfen, nicht einheitlich und mit System erfüllt wird.

Reguliertes Spiel im Casino und bei Sportwetten sei zwar machbar, doch in den Spielhallen und im Netz kann dies nicht durchgesetzt werden. Der Gerichtshof nahm auch die Werbeaktionen im Bereich Lottospiel in die Kritik. Diese passe nicht zum Zweck der Spielsuchtbekämpfung. Der Vertrag verliert Ende dieses Jahres seine Gültigkeit und deshalb diskutieren die Bundesländer über eine neue Fassung.

Bei der Konferenz der Ministerpräsidenten Mitte Dezember 2010 in der deutschen Hauptstadt wurde klar, dass der Großteil das Monopol fortführen möchte und die anderen eine Liberalisierung anstreben. Forscher von der Forschungsstelle Glücksspiel der Universität Hohenheim haben auf Grundlage des Urteils aus Luxemburg das so genannte "Hohenheimer Konzept" ausgetüftelt.

Sie unterbreiten den Vorschlag, Glücksspiele aufgrund ihrer Suchtgefährdung zu unterscheiden und eine breite Regelung in Bezug auf risikoreiche und harmlose Spiel zu entwickeln. Die Professoren Alber, Dittmann und Becker stufen das Lottospiel als harmlos ein, doch die Automaten hätten ein hohes Suchtrisiko. Laut Becker sei es für die Entwicklung einer Sucht in diesem Bereich ausschlaggebend, wie diese verfügbar und schnell seien.

Je schneller diese Spiele sind umso risikoreicher sind sie. Zudem machen sie den Vorschlag, eine Sperrdatei für diejenigen Spieler einzurichten, welche ihr Hobby nicht mehr unter Kontrollen haben. Diese Datei soll auch für Automatenspiele greifen. Harmlose Spiele wie Lotto sollen im World Wide Web verfügbar sein.

Ihre Schlussfolgerung ist, dass heutzutage ein Verbot nicht mehr angemessen sei und die Realität außer Acht lasse. Das Internet soll auch für rechtmäßige Casinospiele und Sportwetten verfügbar sein. Lediglich bei staatlich kontrollierten Angeboten im Netz sei es denkbar, Schritte zur Suchtvorbeugung, wie beispielsweise eine Sperrdatei zu realisieren, so die Wissenschaftler.