Sicheres Geld mit Glücksspiel

Sicheres Geld mit Glücksspiel

Trotzdem es bei dem Job vorrangig um das Spielen geht, ist es nicht so, dass Croupiers am Spieltisch nicht wirklich arbeiten müssten. Konzentration ist bei diesem Job wichtig. Die Mitarbeiter des Casinos müssen alles im Auge behalten, sowohl das Spiel als auch die Spieler. Zudem braucht ein Croupier Fingerfertigkeit, ein gutes Gedächtnis und Geschick mit Kugeln, Karten und Würfeln. Da jeden Tag Kundenkontakt zu den täglichen Aufgaben zählt, sollten gepflegte Umgangsformen selbstverständlich sein.

Die Aufgaben eines Croupiers umfassen die Spielleitung der verschiedenen Glücksspiele. Der reibungslose Ablauf des Spiels am Spieltisch gehört zu der Verantwortung eines jeden Croupiers. Croupiers gibt es bei den Spielen Roulette, BlackJack, Baccarat und Poker. Vor Schichtbeginn ist es die Aufgabe des Croupiers den Spieltisch und damit auch das Spielen vorzubereiten.

Das Bereitlegen der Jetons zählt ebenso zu den Aufgaben, wie das Mischen der Karten oder die Vorbereitung des Roulettekessels. Grundsätzlich gelten Croupiers am Spieltisch auch als erste Ansprechpartner für die Gäste. Fragen zum Spiel können von den Croupiers immer beantwortet und Spielregeln entsprechend erklärt werden. Spieler und Spielablauf werden von den Croupiers trotz zusätzlicher Aufgaben im Auge behalten. Berechnung und Auszahlung von Gewinnen runden die Aufgaben eines Croupiers ab.

Der Job als Croupier

Um die Ausbildung zum Croupier beginnen zu können, müssen die Interessenten bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zu den Bedingungen gehören das Mindestalter von 21 Jahren, ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis, geordnete finanzielle Verhältnisse und ein gepflegtes äußeres. Von Vorteil ist es, wenn die Bewerber schon im Vorfeld aufzeigen, dass sie ein gutes Zahlengedächtnis haben und gut im Kopfrechnen sind.

Um mit den Karten, Chips und Würfeln richtig umgehen zu können, muss eine Fingerfertigkeit als Grundvoraussetzung vorhanden sein, die dann im Laufe der Ausbildung noch perfektioniert werden kann. Die Ausbildung als Croupier ist nicht staatlich anerkannt, dauert daher auch nur zwischen einem und vier Monaten. Nach der Ausbildungszeit besteht die Möglichkeit, dass die frisch gebackenen Croupiers direkt von der Spielbank, in der ausgebildet wurde, übernommen werden. Die Bezahlung eines Croupiers erfolgt nach Tarifsystem.

Interview – Der Berufsalltag eines Croupiers

Interview – Der Berufsalltag eines Croupiers

Herr Dartsch, Sie sind als Croupier in der Spielbank Bad Reichenhall tätig, übernehmen somit die Spielleitung der verschiedenen Glücksspiele. Wie lange üben Sie diesen Beruf schon aus und ist es ein Traumberuf für Sie?

Im Februar nächstes Jahr sind es 20 Jahre und ja, ich gehe auch nach fast zwanzig Jahren noch immer gerne in die Arbeit! Wie kam es dazu? Ich habe damals eine Anzeige, in einem regionalen Anzeiger gelesen, dass das Casino in Bad Reichenhall einen Kurs zum Croupier anbietet, neue Croupiers ausbildet und einstellt.

Wie empfinden Sie Ihre Arbeit als Croupier?

Immer wieder abwechslungsreich, da es mehrere Glücksspiele sind, die wir anbieten.

Was macht Ihnen besonders Spaß?

Es ist nicht unbedingt ein besonderes Spiel, welches mir am meisten Spaß macht, es ist eher der Umgang mit den Gästen, gerade das es einfach nicht vorhersehbar ist, was an dem jeweiligen Tag passiert! Da kommen immer wieder einmal Dinge vor, die ich in 20 Jahren noch nie erlebt habe, das ist der Reiz.

Welche Aufgaben warten täglich auf Sie?

Croupier bei Roulette, Black Jack und Poker.

Hat es einen besonderen Reiz für Sie täglich im Casino "spielend" Ihr Geld zu verdienen?

Reiz insofern, dass ich die Arbeit gern mache mir es leicht fällt und mir wie gesagt Spaß macht.

War es schwierig für Sie die Spielregeln der verschiedenen Glücksspiele zu lernen?

Ich kann mir vorstellen, dass es dem ein oder anderen schwerer fällt, neue "Glücksspiele" zu erlernen, aber es interessiert mich und von daher sind neue Spiele oder neue Varianten von Spielen eigentlich überhaupt kein Problem oder schwierig für mich.

Gab es schon einmal Auseinandersetzungen mit einem Spieler wegen einem eventuell zu hohen Verlust? Wie gehen Sie in solchen Situationen mit Spielern um?

Ja, dass kann schon einmal passieren. Falls Einsätze falsch platziert worden sind oder Gäste meinen, sie hätten Einsätze auf Gewinnfeldern platziert, dass dann aber nicht so war. Es kommt schon auch vor das sich Gäste untereinander streiten, wer den Einsatz getätigt hat. Bei solchen Fällen ist es dann wichtig die Lage schnell und mit Fingerspitzengefühl zu klären ohne einen Gast zu verärgern! Denn irren, das ist klar, kann sich jeder einmal! In schwierigen Fällen kann dann auch in der Videoüberwachung nachgeschaut werden, wer welchen Einsatz getätigt hat! Denn der Gewinn soll ja schließlich auch an den richtigen Gewinner gehen!

Glücksspiel hat in Deutschland in vielerlei Hinsicht einen eher schlechten Ruf und Croupier ist kein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Was sagen Freunde und Bekannte zu Ihrem Beruf als Croupier? Bekommen Sie Anerkennung?

Anerkennung ist vielleicht das falsche Wort, es ist sicherlich ein außergewöhnlicher Beruf der somit auch die Neugier von Freunden und bekannten weckt! Nach dem Motto "Was machst Du da täglich, dass ist ja spannend!"

Ein Croupier muss über ein außergewöhnliches Zahlengedächtnis verfügen und es warten täglich hohe Anforderungen auf Sie. Wie oder wann kommen Sie an Ihre Grenzen?

Also wenn es ein langer Tag war mit komplizierten Annoncen, sprich "Spielen" (meistens am Roulettetisch) wo die Einsätze variieren und sich dann mehrere Spieler mit ähnlichen Spielen an einem Tisch versammeln. Wenn dann alle Spieler ihre Einsätze erst dann tätigen, wenn die Kugel schon "rollt", sie mir sagen sie wollen "das, dies und jenes spielen". Dann auszurechnen ob das Geld reicht, welches er oder sie mir gegeben haben, es zu wechseln und mögliches "Restgeld" zurückzugeben bevor die Kugel fällt und das alles zu kontrollieren, dass ist die Kunst. Denn wenn ich eine Annonce oder Ansage eines spielenden Gastes wiederhole, dann ist das auch bindend und spielt mit. Wenn dies so ein Tag ist wird es schon anstrengend!

Mehr als 90 Prozent der angehenden Croupiers finden heute sofort eine Stelle. Ein erstaunlich sicherer Job in Zeiten der Wirtschaftskrise. Ist Croupier heute ein gefragter Beruf bei Jugendlichen?

Gefragter Beruf? Ich denke schon, allerdings muss man eben auch abwägen, mag man die Nachtarbeit, das Arbeiten an Wochenenden oder Feiertagen? Das ist nicht jedermanns Sache.

Denken Sie das der Beruf als Croupier in Deutschland einen größeren Bekanntheitsgrad erlangen sollte?

Definitiv JA!!

Wie stehen Sie grundsätzlich dem Glücksspiel gegenüber?

Grundsätzlich positiv, bzw. klar ich lebe davon. Aber ich glaube, dass dem Glücksspiel in Casinos, wo es in geregelten und sicheren Bahnen unter staatlicher Aufsicht läuft (zumindest in Bayern) nichts Negatives entgegen zu setzen ist! Man kann sich schon einmal einen schönen Abend in einem Casino machen, ob man nun ins Theater oder Kino geht man kann doch genauso auch ins Casino gehen und wer weiß mit Glück gewinnt man auch was und hatte einen schönen Abend, spannend ist das allemal!!

Woran erkennen Sie pathologische Spieler? Und wie verhalten Sie sich gegenüber solchen Spielern?

Diese gilt es zu erkennen und wir werden auch dahin gehend geschult! Das kann ganz unterschiedlich sein. Hyper nervöses mitfiebern, dass übermäßige Fluchen und ärgern bei Verlust, das Spielen an mehreren Spieltischen zeitgleich!

Wenn ich nun ein solchen Spieler habe, oder ihn als solchen erkennen sollte, gibt es bei uns Formulare die ich ausfülle und dieses dann weiterleite an unseren Suchtbeauftragten im Haus, der sich dann der Sache annimmt.

Was denken Sie macht den Reiz bei einem Roulettespiel oder einen Black Jack Spiel aus?

Ich denke, es ist der Reiz Geld zu gewinnen, egal ob beim Black Jack oder Roulette, man kann eben, wenn man Glück und Mut hat mit wenig Geld in kurzer Zeit und ohne sich großartig anzustrengen, eben auch viel Geld gewinnen!

Wie hoch war der größte Gewinn eines Spielers in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn?

Gute Frage. Ich kann mich erinnern, dass es bei einem Roulettespiel so in etwa bei 100.000 Euro lag, wobei ich das nur so schätzen kann, denn was der Spieler später genau umwechselt und mit nach Hause nimmt, darüber habe ich keinen Einblick oder Informationen! Ich weiss aber das z.B. beim Automatenspiel die Gewinne gerade auch bei Jackpot Automaten wie dem "Bayern Jackpot" in die Hundert Tausende gehen können.

Wie groß sind die Chancen beim Roulette zu gewinnen? Gibt es eine Strategie? Und können Sie als Croupier das Spiel beeinflussen?

Nein die gibt es sicherlich nicht! Es ist und bleibt eben ein Glücksspiel!!! Wenn ein Croupier das irgendwie beeinflussen könnte, dann würde ich auf der anderen Seite des Roulette Tisches stehen! Sicherlich gibt es Spieler die nach verschiedenen Systemen spielen, sich permanent die Zahlen ausdrucken lassen oder mitschreiben, aber eine Garantie ist das mit Sicherheit nicht!

Zumindest hat man mit dem Roulette die besten Chancen zu gewinnen mit den so genannten "einfachen Chancen" wie "rot oder schwarz" z.B. bei fast 50 Prozent! Wo gibt es das sonst!?

Wie würden Sie das Spielverhalten von Männern und Frauen beschreiben, gibt es einen Unterschied zwischen den Geschlechtern?

Nein, da habe ich noch keinen Unterschied gemerkt was Einsätze oder Spiele angeht, da unterscheiden sich Frauen nicht von Männern.

Croupier war sehr lange Zeit ein Männerberuf? Sind Sie der Meinung, dass Männer für diesen Beruf besser geeignet sind?

Also bei uns im Haus kann ich da keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen, man muss so denke ich einfach auch selber einen Hang zum "Spielen" haben, so wie bei mir, und damit meine ich garnicht einmal das Spiel um Geld, nein das können auch Karten oder Gesellschaftsspiele sein. Das Interesse muss einfach da sein!

Sind Sie mit dem Verdienst als Croupier zufrieden?

Natürlich nicht! (lacht) Nein also es mag vielleicht für eine Person aus einer nicht so gut verdienenden Branche auf den ersten Blick so aussehen als ob man überdurchschnittlich verdienen würde, aber man muss natürlich auch dazu sagen oder zu bedenken geben, dass es sich bei dem Job als Croupier um einen Beruf handelt, an dem man an den Wochenenden oder Feiertagen arbeiten muss, meist auch am Abend und in der Nacht. Man kann nie sicher sagen, wann man fertig ist mit der Arbeit. Es richtet sich nach dem Spiel Aufkommen! Die freien Tage fallen nicht immer auf die Gleichen, da ist ein ständiger Wechsel, somit auch die sozialen Kontakte oder evtl. Vereine sind mit diesem Beruf schwer vereinbar.

Was macht Ihrer Meinung nach einen professionellen Croupier aus?

Für mich persönlich ist es immer sehr wichtig gewesen alle Gäste gleich zu behandeln. Sicherlich gibt es Spieler die höher spielen, oder eine individuelle "Betreuung" bekommen und auch verdient haben, aber generell ist es wichtig, dass man sich in den Spieler hinein versetzen kann, das man weiß, wie er denkt, wie er tickt, das man als Croupier eben weiß wie sich der Gast auf der anderen Seite des Spieltisches fühlt! Das macht aus meiner Sicht einen professionellen Croupier aus!

Etikette ist nur eines von vielen Dingen, die als Croupier und auch als Gast in einer Spielbank wichtig sind. Die Konkurrenz aus dem Internet macht den landbasierten Spielbanken heute schwer zu schaffen, da man im Online Casino eben locker von zu Hause spielen kann. Wie denken Sie sieht die Zukunft von Spielbanken und dem Beruf als Croupier aus? Bleiben Glücksspieler den traditionellen Formen treu?

Die Zeiten werden sicherlich nicht einfacher werden, der Trend mit dem Internet, den Online Casinos, ist groß da muss man sich als "Spielbank" absetzen/durchsetzen, egal ob mit Aktionen, wie "Tombolas", Live-Musik Veranstaltungen oder bestimmten Events. Das Rahmenprogramm muss, so denke ich, stimmen! Gespielt wird und wurde immer, nur ist es schwieriger geworden eben auch die Menschen zu einem Casino Besuch zu bewegen!

Da gilt es keine Trends und Möglichkeiten früh zu erkennen und nicht zu verpassen! Ob es das Berufsbild "Croupier" in seiner jetzigen Form noch in 50 Jahren gibt!? Fragen Sie mich bitte dann noch einmal.

Interview geführt von Franziska Steiner

(Bildquelle: Gerald Dartsch / Spielbank Bad Reichenhall)

Croupier – ein exotischer Beruf

Croupier – ein exotischer Beruf

Der Croupier im Casino ist immer alleinige Leiter eines Glücksspiels, für gewöhnlich an Spieltischen also bei spielen wie Roulette, Blackjack und Poker. Die genauen Tätigkeiten unterscheiden sich je nach Spiel. Während einige Croupiers während der Ausbildung alle Möglichkeiten lernen, spezialisieren sich viele der Angestellten auf nur ein Tischspiel und sind dafür darin besonders gut.

Neben der Fingerfertigkeit und der präzisen Ausführung von bestimmten Bewegungen am Tisch müssen die Croupiers besonders eins können: Rechnen. Während des Spiels müssen die Croupiers am Tisch die Gewinne der Spieler zusammenrechnen und im Anschluss direkt die Jetons auszahlen. Hier ist der Croupier verantwortlich dafür, wie viele Jetons ausgezahlt werden und ob die Anzahl mit der Gewinnsumme übereinstimmt.

Wie bei anderen Berufen auch zählt bei einem Croupier besonders die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit. Der Croupier beginnt im Casino seine Arbeit nämlich nicht erst beim Spielbetrieb am Tisch, sondern schon vorher, wenn Jetons gezählt und Kartendecks überprüft werden. Hier ist die gewissenhafte und sorgfältige Arbeit die Voraussetzung, damit während des Spielbetriebs keine unglücklichen Fehler entstehen oder unzufriedene Gäste Beschwerde einreichen. Auch dient die Vorbereitung dem Schutz des Casinos, damit Gäste weniger Möglichkeit zum Betrug haben. Hierzu ist vor dem Betrieb als auch während des Betriebs Aufmerksamkeit von Seiten der Mitarbeiter gefragt, auch von Seiten des Croupiers.

Die Ausbildung wird von den Casinos selbst angeboten. Bisher gibt es keine allgemeine, staatlich anerkannte Ausbildung. Die Croupiers lernen meist in den Casinos und werden oftmals direkt vor Ort übernommen. Ein Lehrgang zum Croupier dauert etwa acht Wochen und kann auch in Teilzeit absolviert werden. Während der Ausbildung werden die Teilnehmer vorrangig in den Bereichen Fingerfertigkeit, Geschicklichkeit, Rechenkünste, Spielleitung und Aufmerksamkeit geprüft. Hierzu werden in den Casinos auch Prüfungen durchgeführt. Neben der Abschlussprüfung, die wohl überall vorgenommen wird, vollziehen viele Casinos auch eine Zwischenprüfung. Das Mindestalter für die Ausbildung beträgt meist 21 Jahre.

Ein Studentenjob der etwas anderen Art

Bei einem Pokerspiel ist die Atmosphäre meistens alles andere als locker. Die Spieler begutachten ihre Karten und wagen den Versuch, die Gesichter ihrer Konkurrenten zu deuten. Mittlerweile passt Herr Farahbakksh, der 30 Jahre alte Croupier, auf, dass keiner gegen die Spielregeln verstößt.

Er gehört zu den etwa 40 Studenten, die im Casino Esplanade in Hamburg rechtmäßig als Croupier tätig sind. Das Geld für sein Studium verdient er sich mehrheitlich am Poker- sowie an Black Jack Tischen. Wenn er zur Arbeit geht, ist es, als würde er eine andere Welt betreten.

Das Licht ist gedämpft und das Umfeld macht einen eleganten Eindruck und auch die Menschen stammen aus allen Altersklassen und aus aller Herren Länder. Im drittgrößten Casino der Bundesrepublik muss ein Sakko getragen werden, die Spielstätte empfängt über das Wochenende 1.000 Besucher täglich.

Der Croupier hat einen Anzug mit Krawatte an und machte einen eleganten und ruhigen Eindruck. Er gibt gekonnt die Karten aus und es hat den Anschein, als ob er die am Tisch befindlichen Spieler unter Kontrolle hat. Der Croupier mit iranischer Abstammung sagt, dass die individuelle Persönlichkeit in Bezug auf die Spielleitung und die Kontrolle der Spieler viel ausmache.

Er ist zudem der Meinung, dass in Geldsachen die Freundschaft beendet sei. Er begann vor etwa vier Jahren seine Laufbahn und war sehr scheu. Nun hält er auch die Besucher bei Laune, doch er sagt, dass hier große Vorsicht geboten sei, da man die Gäste genau einschätzen und sich darüber im Klaren sein müsse, wann man was sagen könne.

Das Taktgefühl sei hier das Ah und Oh, so der Jurastudent. Geschichten aus seinem Job darf er nicht preisgeben, da er in seinem Vertrag zur Verschwiegenheit verpflichtet sei. Die Arbeitsschichten dauern meistens bis vier Uhr früh und fünf Stunden später sitzt er bereits im Hörsaal.

Aber er übt seinen Job meistens am Wochenende aus und er fing mit einer Schulung in Bezug auf Black Jack an. Dann kamen Poker und amerikanisches Roulette. Die Sprecherin der Spielbank sagt, dass in der Bundesrepublik keine einheitliche Ausbildung in diesem Bereich vorhanden sei und die Spielstätten individuelle Schulungen bereitstellten.

Wichtig ist auch dass man gepflegt aussieht und geschickt ist. Gerade beim Roulette ist es laut Farahbakksh sehr von Vorteil, wenn man ein guter Kopfrechner ist. Er findet, dass es auch leichtere Arbeiten gebe, wie beispielsweise Kellner und Kassierer. Diese erforderten weniger Routine oder spezielle Fähigkeiten.

Wenn man im Casino tätig ist, müsse man viel Zeit und Begeisterung mitbringen. Als Belohnung gibt es einen festgesetzten Stundenlohn und Anteile am Trinkgeld, dieser Betrag kann sich sehen lassen. Besonders schlimm findet er Betrugsversuche. Er sagt, dass man stets versuchen müsse, höflich zu sein und Empathie zu zeigen.

Hier stehe Geld im Mittelpunkt und hier enden sowohl Vergnügen als auch Freundschaft. Nicht jeder sei in der Lage, mit den Gefühlen der Besucher angemessen umzugehen. Es sei laut dem Croupier auch schon vorgekommen, dass Arbeitskräfte aufhörten, weil sie ein mulmiges Gefühl hatten, wenn sie den Besuchern Geld abnehmen mussten.

Die Sprecherin sagt auch, dass Croupiers im öffentlichen Rahmen tätig sind. Befinden sich unbekannte Leute mit ihrem Geld am Tisch und gehen dem Spiel nach und es passiert, dass man als Croupier die falsche Ziffer sagt, Nervosität oder Unsicherheit zeigt, dann habe man es sehr schwer.

Der Beruf hängt besonders von Genauigkeit und Pünktlichkeit ab und jede Kleinigkeit ist genau geregelt. Für den Croupier sind die hohen Beträge nichts Besonders mehr und er gibt zu, am Beginn bei einem Jeton im Wert von 500 Euro noch geglaubt zu haben, dass dies die Studiengebühren für ein Jahr seien.

Es komme laut ihm nicht der Bezug zum Geld abhanden, aber er bewerte die Spielchips nicht mehr als Geld. Bei seiner Arbeit gebe es aber auch unschöne Seiten, zum Beispiel, wenn jemand versucht, zu betrügen.

Dies komme aber nicht so oft vor, denn alles sei im Casino leicht zu durchschauen. Kompetente Casinoangestellte, Finanzbeamte der Stadt Hamburg und auch Kameras behalten den richtigen Spielablauf im Auge. Laut ihm ist ein Spielerfolg am ehesten gegeben, wenn man die Spielregeln befolgt.