Mildes Urteil für 77jährige Zockerin

Mildes Urteil für 77jährige Zockerin

Die geständige Spielsüchtige bereut ihr Verhalten zutiefst und erhielt aus diesem Grund vor Gericht ein recht mildes Urteil. Die Spielschulden wird sie monatlich von ihrer Rente an das Unternehmen zurückzahlen, so die eigene Aussage.

Die ehemalige Buchhalterin, die nach eigenen Angaben ein mütterliches Verhältnis zu dem Firmenchef pflegte, überwies zehn Jahre lang kleine Geldbeträge von dem Firmenkonto auf ihr eigenes Konto, insgesamt rund 630.000 Franken. Dies fiel erst nach insgesamt 10 Jahren auf, obwohl die Rentnerin nicht besonders raffiniert vorging. Das Geld nutzte die Dame, um ihrer heimlichen Spielsucht nachzugehen.

Um das Spielen vor ihrem Ehemann zu verheimlichen, nahm sie an illegalen Pokerrunden teil. über diese wurde die per SMS informiert und bei jeder Gelegenheit nutzte sie die Chance, in verrauchten Hinterzimmern beim Poker oder Ramino gegen anderee illegalen Spieler anzutreten. Anfangs war die Spielerin sehr erfolgreich, die Männer ließen sie gewinnen, doch dann kehrte die Pechsträhne ein. Aufhören konnte die Rentnerin nicht, denn sie hatte laut eigener Aussage immer den Wunsch, das Geld wieder zurückzuspielen und das Firmenkonto auszugleichen.

Ein Teufelskreis mit abruptem Ende

Die Rentnerin flog mit der Veruntreuung auf, nur so schaffte sie es letztendlich den illegalen Spielrunden fernzubleiben. Die ganze Sache war der Spielerin vor Gericht sichtlich unangenehm, sie zeigte Reue und den Willen den Schaden wieder gut zu machen. Spielen würde sie nicht mehr wollen, denn das Ende ihrer Spielerkarriere sei lehrreich genug gewesen. Eine Therapie wird die Rentnerin nun nicht mehr beginnen, doch die Spielschulden werde sie zurückzahlen. Der Urteilsvorschlag lautete auf 24 Monate Freiheitsstrafe bedingt und eine Busse von 1000 Franken wegen Veruntreuung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Ominöser Fall um das Ritz Casino in London

Ominöser Fall um das Ritz Casino in London

Bei dem Fall wurde eine Geschichte verhandelt, die sich bereits im Februar des letzten Jahres zutrug. Der schweizer Geschäftsmann Safa Abdulla Al-Geabury mit Wohnsitz in London und Genf besuchte das Londoner Ritz Casino. Vor Ort spielte er Roulette und verlor hierbei eine Summe in Höhe von 2 Millionen Pfund. Diesen Verlust beglich der Geschäftsmann mit einem ungedeckten Scheck.

Als das Casino dies bemerkte zog dieses vor Gericht, um das Geld von dem Geschäftsmann auf diesem Weg einzufordern. Der Fall zog sich sehr in die Länge, da Al-Geabury aussagte, dass er sich aufgrund seiner Spielsucht bereits in allen Casinos und Clubs Londons habe sperren lassen. Darüber hinaus forderte der Spieler von dem Casino eine Summe in Höhe von 3,4 Millionen Pfund zurück, die er nach eigenen Angaben in den Jahren zuvor vor Ort aufgrund seiner Spielsucht verspielt habe.

Keine Sympathie für den schweizer Geschäftsmann

Der schweizer Geschäftsmann hatte wohl gehofft, vor Gericht aufgrund seiner Spielsucht Sympathiepunkte zu sammeln. Dieser Plan ging allerdings nicht auf, denn die zuständige Richterin entschied, dass Al-Geabury seine Spielschulden plus Zinsen an das Ritz Casino London zurückzahlen muss. Begründet wurde diese Entscheidung durch die Richterin damit, dass der Spieler, wenn er sich seiner Spielsucht doch bewusst gewesen sei, das Casinopersonal hätte darüber informieren müssen, um gar nicht in Versuchung zu gelangen, vor Ort derartige Summen aufs Spiel zu setzen. Für den schweizer Geschäftsmann bedeutet dies nun, dass er seine Spielschulden zurückzahlen muss. Ob ihm dies dabei helfen wird, die angebliche Spielsucht für immer hinter sich zu lassen?

Casinoverluste aufgrund von Spielschulden

Casinoverluste aufgrund von Spielschulden

In diesem Fall bediente sich das Casino der Möglichkeit, gegen entsprechende Spieler zu klagen. Insgesamt zehn Spieler müssen sich aufgrund dessen nun vor Gericht verantworten. Bei den Spielern handelt es sich sowohl um Stammspieler als auch um High Roller, die im Ritz Casino Spielschulden machten.

Zwei der aktuellen Klagefälle des Ritz Casinos London betreffen den Milliardär Bharat Kalwani aus Singapur und Nora Al-Daher. Der Fall zwischen dem Casino und Kalwani konnte schnell vom Tisch geschafft werden. Der Milliardär versuchte seine Spielschulden in dem Casino mit einem ungedeckten Scheck zu begleichen. Das Casino klagte gegen den Milliardär und bekam vor Gericht Recht, sodass nun mit der Rückzahlung der Spielschulden in Höhe von 5 Millionen Pfund zu rechnen ist.

In dem zweiten Fall klagte Nora Al-Daher, da sie den Casino-Kredit in Höhe von 2 Millionen Pfund nicht an das Casino zurückzahlen konnte. Als Grund gab die Millionärin an, dass sie spielsüchtig sei und das Casino der Spielerin keinen Kredit hätte gewähren dürfen. Die Spielerin bekam kein Recht vor Gericht, da dieses entschied, dass die Spielerin sich einen Verlust in Höhe von 2 Millionen Pfund locker leisten könnte.

Nobles Casino für Millionäre

Bei dem Ritz Casino London handelt es sich um ein nobles Casino, in welchem High Roller aus Asien und dem arabischen Raum zu den Stammgästen zählen. Das Casino wird von den beiden Milliardären Sir David und Sir Fredrick Barclay betrieben. Auch die reichen Gäste scheinen bei einem Casinobesuch nicht immer ausreichend Geld bei sich zu haben und so werden von Seiten des Casinos Kredite vergeben.

Normalerweise wäre davon auszugehen, dass die Gäste so liquide sind, dass man sich um die Rückzahlung keine Sorgen machen müsste, aber die beiden Fälle beweisen an dieser Stelle, dass auch kreditwürdige Kunden zum Teil versuchen um die Rückzahlung der Schulden herumzukommen.

Korruption und Spielschulden in Macau

Korruption und Spielschulden in Macau

Sehr früh schon wurden Korruption, Spielsucht, Spielschulden und Kriminalität mit dem Glücksspiel in Verbindung gebracht und ein aktuelles Beispiel aus Macau scheint diese Einstellung zudem noch zu bestätigen. Der CEO der Immobilienfirma Dongding, Shao Dongming, ist derzeit im Fokus der Regierung. Dem Unternehmer wird Korruption vorgeworfen und zudem soll er im Laufe der Jahre Spielschulden in Höhe von 160 Millionen Dollar in Macau gemacht haben.

Dongming ist in China als Zocker bekannt. In Shanghai gilt der Unternehmer als einer der reichsten Männer der Region. Bereits seit dem Jahr 2011 soll der Zocker dem Glücksspiel in Macau nachgegangen sein. Hier sei er mit dem Namen "Red King of Gambling" bekannt geworden. Doch wie es beim Glücksspiel leider oft der Fall ist, hat nicht jeder Spieler dauerhaft Glück. So scheint das Spiel auch dem Unternehmer nicht dauerhaft gut bekommen zu sein. Nach Angaben eines Casinos in Macau habe der Spieler im Jahr 2012 einen Schuldenberg in Höhe von umgerechnet 160 Millionen Dollar angehäuft.

Drohung statt Rückzahlung

Die Regierung prüft aktuell die Vorwürfe gegen Dongming. Es ist nicht bekannt, welchem Casino der Unternehmer die 160 Millionen Dollar schuldet. Bekannt wurde lediglich, dass das Casino den Spieler bereits um die Rückzahlung der Schulden gebeten habe, doch dieser Zahlungen jeder Art verweigerte. Nach Angaben des Casinos soll der Spieler dem Casino sogar gedroht haben, dass jeder der ihm Probleme mache im Gefängnis landen werde.

Der Unternehmer hat dank seines Bekanntheitsgerades jede Menge Kontakte und soll einen Repräsentanten des Casinos eingeschüchtert haben, als dieser um die Rückzahlung bat. Korruption wird aktuell in Macau stark verfolgt und so bleibt abzuwarten, ob sich die Vorwürfe Gegen den Unternehmer als wahr herausstellen und welche Folgen dies für ihn bedeuten werden.

Spielschulden führten zur Festnahme

Spielschulden führten zur Festnahme

Doch nicht nur Poker scheint bei dem Star von Interesse zu sein, auch wurde der Boxer bereite einige Male an den Slots in den Casinos gesehen. Neusten Meldungen zu Folge wurde Tarver erst kürzlich verhaftet. Der Grund hierfür sollen Spielschulen in Höhe von 200.000 US-Dollar im Wynn Casino in Las Vegas sein.

Der Profiboxer ist nicht nur aus der Boxszene, sondern auch aufgrund seiner Rolle in dem Kinofilm Rocky Balboa bekannt. In seiner Rolle als Champion Mason Dixon hat sich Tarver auch in der Filmszene einen Namen gemacht. Die aktuellen Schlagzeilen liegen allerdings nicht an seinem schauspielerischen Talent, sondern beziehen sich auf Spielschulden, die der Star in einem der bekannten Casinos in Las Vegas angesammelt haben soll.

Die Verhaftung Tarvers erfolgte nach Meldungen der Presse am vergangenen Wochenende in Florida. Bisher wurden die Gründe für die Festnahme nicht bestätigt, doch Gerüchten zu Folge soll die Verhaftung aufgrund der hohen Spielschulden im Wynn Casino Las Vegas erfolgt sein. Der Spieler hatte im Wynn Casino einen Kredit erhalten im Wert von 200.000 US-Dollar, um vor Ort dem Spielvergnügen nachzugehen.

Allerdings scheint die Rückzahlung nicht erfolgt zu sein, denn der Haftbefehl für den Profiboxer lag aus Nevada vor und wurde nun in die Tat umgesetzt. Wie der Fall ausgehen wird und die Bestätigung, dass die Festnahme tatsächlich aufgrund der Spielschulden erfolgte, bleibt vorerst noch abzuwarten.