Das Glück ist beeinflussbar

Das Glück ist beeinflussbar

Einer der sich bereits als Falschspieler bekannt hat ist Maik M. Paulsen, der zudem Unterhaltungskünstler und Hauszauberer im Wintergarten Variete in Berlin ist. Wenn die Spieler vom Ehrgeiz gepackt werden, dann ist für den Falschspieler genau der richtige Zeitpunkt, um richtig abzuräumen. Doch der Erfolg des Falschspielers ist gleichzeitig des Spielers leid. Genau der Ehrgeiz, der viele Spieler bei einem Verlust packt, kann schnell in die Spielsucht führen – eine große Gefahr für alle Spieler.

Als Falschspieler ist Paulsen jedoch nicht gleichzusetzen mit einem Betrüger, denn er zockt nicht die Spieler ab, sondern er manipuliert seiner Aussage nach das Glück. Seine Tricks und Techniken verrät er aber nicht, denn wenn das Glücksspiel von jedem beeinflusst werden könnte, dass würde es wohl kein Glücksspiel mehr geben. Er gibt jedoch zu, dass er die Karten manipuliert und die Spieler beeinflusst. Dennoch passiert auch bei ihm manchmal etwas Unvorhergesehenes, spätestens dann ist er doch ein wenig auf sein eigenes Glück angewiesen.

Falschspiel ohne Abzocke

Falschspieler wie Paulsen sind keine Abzocker. Hier wissen die Zuschauer und Mitspieler worauf sie sich einlassen, denn Paulsen steht dazu, dass er ein Falschspieler ist. Andersherum gibt es auch Falschspieler vor denen Spieler sich in Acht nehmen sollten, hierzu gehören zum Beispiel die illegalen Hütchenspieler. Hier ist es offiziell bekannt, dass die Hütchenspieler meist Betrüger sind. Nichtsdestotrotz üben auch solche Angebote auf viele Spieler einen Reiz aus, der Reiz des Nervenkitzels und die Möglichkeit, das eigene Glück auszutesten.

(Bildquelle: berliner-kurier.de)

Eine Sucht der immer mehr junge Menschen verfallen

Eine Sucht der immer mehr junge Menschen verfallen

Gerade in Bezug auf das Glücksspiel hat sich die Personengruppe in diese Richtung entwickelt, mehr und mehr Jugendliche und Personen mit Migrationshintergrund geraten in die Fänge der Spielsucht. Das Thema Spielsucht und Glücksspiel wird auf den Aktionstagen zur Suchtprophylaxe in Steinfurt besonders thematisiert. In den vergangenen Jahren haben immer mehr Spielhallen und Spielcafes eröffnet, gerade für junge Menschen ist es im Laufe der Zeit immer einfacher geworden, dem Glücksspiel nachzugehen.

Bei den Aktionstagen soll vor allem die Suchtprävention thematisiert werden. Im Kreis Steinfurt werden anlässlich der Aktionstage bis zu 80 Veranstaltungen durchgeführt, die sich mit dem Thema Sucht und Suchtprävention befassen. Auf unterschiedliche art und Weise sollen an diesen Tagen die Besucher über die Thematik informiert werden, so werden unter Anderem Theaterstücke, Vorträge, Lesungen und Veranstaltungen angeboten, die das Thema Glücksspiel zum Schwerpunkt haben.

Im Kreis Steinfurt gibt es insgesamt 15 Beratungsstellen, die sich mit den unterschiedlichen Suchtproblematiken und vor allem mit der Prävention befassen. Finanziert werden diese Stellen zum Teil durch das Land Nordrhein-Westphalen und durch weitere Zuschüsse. Für die Beratungsstellen geht es im Zuge der Aktionstage vor allem um Aufklärung und darum, gerad auch die jungen Menschen für das Thema Sucht zu sensibilisieren und sowohl auf Gefahren als auch Risiken hinzuweisen.

Auch bei der Jugend- und Drogenberatung sei das Thema Glücksspiel immer wichtiger geworden. Gerade junge Menschen würden mehr und mehr der Spielsucht verfallen. Gerade Jugendliche im Alter zwischen 17 und 24 seien vermehrt und vor allem auch schneller von der Spielsucht betroffen. Der Beginn der Spielsucht nimmt häufig in Spielhallen seinen Lauf, so auch Experten aus den Suchtberatungsstellen.

In den vergangenen Jahren sind die Spielhallen wie Pilze aus dem Boden gewachsen, dazu kommen illegale Wettbüros und weitere Etablissements dieser Art. Durch fehlende Zugangskontrollen haben hier auch Jugendliche vermehrt die Chance dem Glücksspiel nachzugehen und diesem schlimmstenfalls zu verfallen.