Spielhallen Epidemie in München

In München ist das aus dem Boden schießen von Spielhallen in der heutigen Zeit nichts Ungewöhnliches mehr. Sobald Geschäfte frei werden reißen sich die Betreiber von Spielhallen um die frei gewordenen Räumlichkeiten.

Bereits bestehende Spielhallen im westlichen Teil Münchens sollen nun den Rahmen für das eventuell künftige Megaprojekt in der Hansastraße bzw. Westendstraße darstellen. Passanten die dort entlang gehen, sehen neben den riesigen Werbeplakaten mit Werbung für bestehende Spielhallen einen großen Komplex, in dem sich teilweise bereist Spielhallen befinden und wo es ausreichend Platz gib, um das Mega Spielhallen-Projekt in diesem Gebiet zu realisieren.

Die Werbeplakate in der Umgebung sind eindeutig: sie werben dafür, dass die Passanten die bestehenden Spielhallen besuchen und ihr Glück herausfordern sollen. Neben den Plakaten und Werbebannern, sollen auch die Öffnungszeiten zum Teil rund um die Uhr die Anwohner, Spaziergänger und Passanten zum Besuch in den Spielhallen einladen. Sollte das neu geplante Spielparadies dazu kommen, dann würde der gesamte Komplex auf einer Fläche von weit über 2000 qm den größten Komplex überhaupt in München darstellen.

Die Bewohner der Region und auch die Bezirksleiter sehen den Plänen skeptisch entgegen. Seit einigen Jahren ist es in München so, dass die Spielhallen nur so aus dem Boden schießen.

Noch spricht keiner von einem überangebot, jedoch könnte es sich mit der Zeit in diese Richtung entwickeln. Die Gefahr wird vor allem in der Spielsucht gesehen. Bei einem unkontrollierten Angebot, können die Kontrollen nicht mehr so verschärft gemacht werden und das Spielsuchtpotential steigt zunehmend an.

Das Projekt selbst wird trotzdem von einigen Experten bestaunt. Der Standort und die Kombination aus den rieseigen Spielhallen, wäre ein einmaliges Projekt mit guten Umsatzaussichten, aus Sicht der Unternehmer. Bisher haben die Betreiber jedoch noch nicht alle Genehmigungen, da die Ausmaße und die Anzahl der Automaten aus Präventionsgründen und Jugendschutzgründen noch ziemlich bedenklich sind. Der Standort selbst bietet jedoch gute Voraussetzungen für die Eröffnung einer weiteren Spielhalle.