Maßnahmen gegen pathologisches Glücksspiel

Maßnahmen gegen pathologisches Glücksspiel

Im Zusammenhang mit dem Thema Glücksspiel ist die Spielsucht auch in der heutigen Zeit leider immer noch ein Thema. Es gibt viele Möglichkeiten, wie Prävention betrieben werden kann. Genau solche Methoden zur Prävention und Intervention wurden bei dem Kongress in der Eurac besprochen. Hier wurde auch noch einmal besonders viel Wert darauf gelegt, das Phänomen besser zu verstehen und mögliche Lösungsansätze zu präsentieren.

Themen des Kongresses in der Eurac:

  • allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse zur Spielsuchtthematik
  • aktuelle Situation in der Provinz Bozen
  • epidemiologische Ergebnisse
  • Erfahrungen im Bereich der Prävention
  • Erfahrungen aus der ambulanten und stationären Therapie
  • politischen Maßnahmen zur Eindämmung des pathologischen Glücksspiels

Die Spielsucht und ihre Folgen

Die Spielsucht selber und vor allem auch die Präventionsmaßnahmen und mögliche Hilfestellungen sind wichtige Themen im Zusammenhang mit dem Glücksspiel. Im besten Fall sollen die Spieler vor der Spielsucht geschützt werden. Dies ist jedoch nicht immer möglich, denn oftmals sind es Gruppen mit hoher Verwundbarkeit, die für entsprechendes Suchtverhalten anfällig sind. Auch wenn zu Präventionszwecken Aufklärung betrieben wird und die Spieler vor den Gefahren des Glücksspiels gewarnt werden, so gibt es dennoch pathologische Spieler. Die Gefahr für diese Spieler ist es, dass die Spielsucht für Einzelne schwere Folgen mit sich bringen kann. Zu diesen möglichen Folgen gehören:

  • schweren Beeinträchtigungen des Einzelnen
  • Unkontrollierbarkeit des Spielverhaltens
  • ernste soziale Probleme
  • finanzielle Probleme
  • kriminelles Verhalten

Pathologisches Glücksspiel ist eine Krankheit

Die Spielsucht steht im Zusammenhang mit anderen Süchten, wie der Alkoholsucht oder Drogensucht. Auch wenn bei der Spielsucht nichts eingenommen wird, was den eigenen Sinneszustand verändern kann, so kann die Abhängigkeit nach dem Glücksspiel doch ähnliche Auswirkungen auf den Betroffenen haben. Nicht zuletzt aus diese

Immunität gegen Spielsucht

Immunität gegen Spielsucht

Forschungen ergaben bereits, dass die Spielsucht ein schleichender Prozess ist und dass hauptsächlich junge Männer der Sucht unterliegen. Derzeit werden Forschungen durch britische Wissenschaftler angestellt, die eine für die Spielsuchtthematik besonders interessante Entdeckung gemacht haben sollen.

Bei Hirnforschungen, die durch ein Team aus britischen Wissenschaftlern angestellt wurden, wurde festgestellt, dass ein Hirndefekt die Spielsucht verhindern kann. Hierbei handelt es sich um Schäden in einer bestimmten Hirnregion, der sogenannten Insula. Bei den Forschungen wurde festgestellt dass Schäden an diesem Hirnbereich dafür sorgen können, dass die Menschen nicht mehr der Spielsucht verfallen, quasi immun gegen die Sucht werden können. Diese Thematik wird nun sicherlich weiterhin untersucht, denn die Erkenntnis könnte neue Möglichkeiten im Bereich der Suchttherapie mit sich bringen.

Nach dem derzeitigen Erkenntnisstands der Forschungen sollen die Hirnschäden an dem Bereich der Insula dafür Sorge tragen, dass der Optimismus der Menschen geschwächt wird, die im Bereich des Glücksspiels immer wieder Fehleinschätzungen zu Wahrscheinlichkeiten machen lässt. Diese Fehleinschätzung führt beim Glücksspiel bei den meisten Spielern dazu, dass auch nach einem Verlust wieder und wieder Einsätze getätigt werden, weil die Spieler denken, dass die Wahrscheinlichkeit nach mehreren Verlusten ansteigen muss, beim nächsten Spiel auch einmal zu gewinnen. Dies zeigen meist die Anfänge der Spielsucht.

Bei der Forschung des Gehirndefekts an der Insula wurden Probanden, bei denen bereits eine Hirnschädigung dieser Art vorliegt, untersucht und dabei wurde festgestellt, dass diese Personen dem Trugschuss seltener unterliegen und die Wahrscheinlichkeiten demnach nicht so falsch einschätzen. Die Wissenschaftler zeigen damit also auf, dass eine verringerte Funktionsfähigkeit der Insula dabei helfen kann, die Spielsucht zu bekämpfen.

Sollten weitere Forschungen diese Erkenntnis bestätigen, könnte dies einen Fortschritt bei der Suchtbekämpfung bedeuten, denn bei spielsüchtigen Menschen könnte mit Hilfe von Medikamenten die Aktivität der Insula bewusst reduziert werden, um so die Spielsucht langfristig reduzieren oder sogar unterdrücken zu können.