Zwischenbilanz zum neuen Glücksspielvertrag

Zwischenbilanz zum neuen Glücksspielvertrag

Es wurden Vorträge gehalten und Meinungen präsentiert, die sich mit dieser Thematik eingehend beschäftigten. Neben dem Glücksspielstaatsvertrag als Thema, wurde gleichzeitig vor Ort die Konferenz "Gender Issues in Gambling" durchgeführt, bei der es um geschlechterspezifisches Spielsuchtverhalten ging. Die Vorträge des Symposiums sind online einsehbar.

Vorträge wurden bei dem Symposium beispielsweise von dem Geschäftsführer der Schmidt Gruppe, Robert Hess, durchgeführt. Bei seinem Vortrag ging er in erster Linie auf die Spielhalle der Zukunft ein. Auch im nächsten Jahr soll es wieder Vorträge dieser Art geben, hierfür wurde bereits ein Termin festgelegt. Im nächsten Jahr soll das Symposium am 12. und 13. März 2015 veranstaltet werden.

Bei der Konferenz zum Thema Gender Issues ging es in erster Linie um das Spielverhalten von Frauen, im Vergleich zu dem von Männern. Hierbei konnten interessante Fakten ausgewertet werden. Grundsätzlich sind die Männer dem Glücksspiel eher zugetan, dies machte die Auswertung verschiedener Umfragen deutlich. Doch während mehr Männer spielen und der Spielsucht verfallen und dies auch meist in jüngeren Jahren eintritt, sind Frauen laut der Studie schneller Spielsüchtig. Im Durchschnitt würden die Frauen etwa 10 Jahre später als die Männer mit dem Glücksspiel beginnen.

Auch wenn das Interesse auf Seiten der Frauen für das Glücksspiel erst später vorhanden ist, so wurde festgestellt, dass die Frauen dafür schneller die Merkmale für das krankhafte Glücksspiel aufweisen. Hierzu zählen hohe Verschuldung und Entfernung von sozialen Kontakten. Neben diesen Tatsachen wurde vor Ort außerdem über entsprechende Hilfsangebote gesprochen und darüber, welche Angebote für Frauen sinnvoller sind, da diese meistens als Grund für die Spielsucht in der vorherigen Zeit ein traumatisches Erlebnis durchleben mussten und dies teilweise auch als Grund für das krankhafte Spielverhalten gesehen wird.