Rückzahlung der Spielverluste

Rückzahlung der Spielverluste

Allein im Crown Casino in Melbourne verspielte der Immobilienverkäufer innerhalb von 14 Monaten 1,5 Milliarden Dollar. Der Unternehmer versucht nun, das Casino dafür verantwortlich zu machen und erhebt Klage, um so einen Teilbetrag des verspielten Geldes zurückzufordern.

Der notorische Spieler Kakavas konnte sich seinen eigenen Reichtum durch den Verkauf von Immobilien an der australischen Gold Coast anhäufen. Doch dieses Vermögen nutzte der Unternehmer offensichtlich, um große Teile davon in den Spielcasinos zu verzocken.

Neben den regelmäßigen Besuchen in den einheimischen Casinos reiste Kakavas auch nach Las Vegas und Macau, um dort dem Spielverlangen nachzugehen. Nicht zum ersten Mal versucht der Immobilienmakler nun Teile der verlorenen Gelder vor Gericht von dem Casino einzufordern.

Viele werden sich nun fragen, aus welchem Grund das Casino eine Rückzahlung veranlassen sollte. Die Beschwerde bezieht sich auf die unterlassene Sorgfaltspflicht des Casinos, so zumindest scheint es in Kakavas Augen gewesen zu sein. Er gibt an, dass die Betreiber und Mitarbeiter des Casinos durch seine regelmäßigen Besuche und durch die hohen Einsätze gemerkt haben müssten, dass er ein notorischer Spieler sei.

Es sei die Pflicht der Mitarbeiter gewesen, ihn vom Spielen abzuhalten. Da dies nicht getan wurde, versucht der Unternehmer nun einen Teilbetrag von Seiten des Casinos zurückgezahlt zu bekommen. Schon vor vier Jahren veranlasste Kakavas eine ähnliche Klage gegen das gleiche Casino und verlor vor Gericht. Auch die Berufung wurde im Anschluss daran von Seiten des Gerichts abgelehnt.

Kakavas ist nicht der einzige Spieler auf der Welt, der vor Gericht versucht aufgrund seiner Spielsucht einen Vorteil zu bekommen und Gelder, die im Spiel verloren wurden, zurückzuerhalten. Erst vor nicht allzu langer Zeit wurde ein Fall in Bayern bekannt, bei dem der Spieler Oskar K. den Freistaat verklagte und von diesem etwa eine Million Euro zurückforderte.

Auch hier lautet der Vorwurf, dass die Mitarbeiter der Etablissements die Spielsucht des Spielers hätten erkennen und diesen vom Spielen abhalten müssen. Vor Gericht bleiben die Kläger jedoch bisher meist erfolglos, denn die Richter sind sehr vorsichtig, solche Vorwürfe und Klagen anzuerkennen. Der Fall des australischen Unternehmers steht noch aus und es bleibt spannend, wie sich das Gericht dieses Mal entscheiden wird.