Kontrollverlust beim Glücksspiel – Kita Chef verzockt 35.000 Euro

Kontrollverlust beim Glücksspiel – Kita Chef verzockt 35.000 Euro

Als ehrenamtlicher Geschäftsführer einer Kindertagesstätte hatte der Spieler die Quelle des Geldes direkt in seiner Nähe ausgemacht und nutzte die Gelegenheit, um mit den Vereinsgeldern seine Spielsucht zu finanzieren. Der dreifache Vater bereicherte sich an den Vereinsgeldern und überwies insgesamt eine Summe in Höhe von 35.750 Euro auf sein eigenes Konto. Mit diesem Geld finanzierte er die eigene Sucht. Heute sitzt der Familienvater auf der Anklagebank und muss sich aufgrund seiner eigenen Straftat Sorgen um den Zusammenhalt seiner Familie machen.

Als Vater hatte der gelernte Mechaniker einfachen Zugang zu der Vorstandsposition des Vereins. Diese Position nutzte der Familienvater schamlos aus, überwies Gelder des Vereins auf sein eigenes Konto. Insgesamt sechs überweisungen tätigte der Familienvater selber, einmal sogar eine Summe in Höhe von 10.500 Euro mit einer überweisung. Sein Motiv war die Spielsucht. Das Geld des Vereins nutzte der 36-jährige um sein Laster zu befriedigen und verzockte das gesamte Geld im Casino. Heute habe er die Spielsucht bereits behandeln lassen, so der Anwalt, der vor Gericht überzeugen will, dass die Spielsucht des Angeklagten nun der Vergangenheit angehöre.

Die Veruntreuung der Gelder sei nach Angaben der Staatsanwältin ein großer Vertrauensbruch. Der Verein lebte von Spenden und eingezahlten Geldern der Eltern, die der Spielsüchtige ohne mit der Wimper zu zucken im Casino verspielte. Die Richterin entschied sich für die Verhängung einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung. Zudem hat der Verurteilte die Auflage, den Schaden wieder gut zu machen. Er selbst gab nach dem Prozess an, dass er Angst habe, mit seiner Sucht die Familie zerstört zu haben und befürchtet nun sogar den Verlust von Frau und Kindern, die im Vorfeld nichts über die Sucht des Familienvaters wussten.