Ermittlungsverfahren gegen Hertha

Ermittlungsverfahren gegen Hertha

Das Ermittlungsverfahren läuft beim Landeskriminalamt und dem Absteiger-Verein wird vorgeworfen illegal Werbung für den Sportwettenanbieter Cashpoint gemacht zu haben. Mit Werbung dieser Art hätte der Bundesliga-Absteiger gegen den Glücksspielstaatsvertrag verstoßen.

Bestätigt wurden die Vorwürfe bereits von Mitarbeitern der zuständigen Behörde der Berliner Morgenpost. Gerüchten zu Folge wurde bereits eine Strafanzeige gegen den Verein gestellt. Diese Anzeige befände sich Angaben zu Folge auch schon bei der Staatsanwaltschaft. Diskussionen rund um das Thema Glücksspielstaatsvertrag gibt es schon seit jeher.

Die Formulierungen des Gesetzes werfen Unklarheiten auf. So gibt auch Herthas Geschäftsführer Ingo Schiller an, dass in Bezug auf das Thema Werbung von Sportvereinen und Sportwettenanbietern Unsicherheit vorherrsche und die Gesetze nicht eindeutig seien.

Zu Beginn des Jahres 2012 wurde von dem Zweitligisten bereits die Zusammenarbeit mit dem Sportwettenanbieter Cashpoint öffentlich bekannt gegeben. Der Vertrag wurde auf ein Jahr festgelegt und soll demnach bis zum Jahr 2013 gelten. Einhergehend mit diesem Exklusivvertrag wurden Werbebanner mit Werbung für den Sportwettenanbieter Cashpoint im Berliner Olympiastadion auf gehangen.

Auch wurde dem Sportwettenanbieter eine Loge im Stadion zugesprochen und es erfolgte eine Unternehmenspräsentation im Stadionsmagazin. Inwieweit dieser Vertragsabschluss und die Bewerbung des Partners nun rechtliche Folgen für den Fußballverein der 2. Bundesliga, Hertha BSC, mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten. Das Verfahren läuft bereits und in den kommenden Tagen und Wochen wird es mit Sicherheit weitere Informationen rund um dieses Thema geben.

Diskussionen über Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein halten an

Diskussionen über Glücksspielgesetz in Schleswig-Holstein halten an

Die restlichen Bundesländer Deutschlands haben sich einheitlich gegen die vollkommene Liberalisierung entschieden und zwar begonnen die Legalisierung vorzunehmen, jedoch in kleinen Schritten. Laut des neuen Gesetzes für den Glücksspielstaatsvertrag sollen künftig 20 Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben werden.

Online Casinospiele und Online Poker sollen jedoch in Deutschland weiterhin verboten werden. Eine Ausnahme hierfür stellt Schleswig-Holstein dar, denn mit Verabschiedung des eigenen Gesetzes ist das Online Glücksspiel in dem nordischen Bundesland komplett legalisiert.

Während die eine Seite die totale Geldgier hinter den Initiatoren vermutet, betonen diese, dass ein regulierter Glücksspielmarkt der einzig richtige Weg sei und auch die anderen Bundesländer lieber in diese Richtung tendieren sollten. Um Geld scheint es auch in Bezug auf die neuen Regelungen bezüglich der Werbung zu gehen, Dank dem neuen Gesetz in Schleswig Holstein ist das Werbeverbot aufgehoben und einige Vereine können davon enorm profitieren. Der VfB Lübeck zum Beispiel hat das Stadion an der Lohmühle in das Poker Stars Station umgewandelt und erhält dafür rund 120.000 Euro pro Jahr. Damit kommen zusätzlich auch die Sportvereine auf ihre Kosten.

Der Grund dafür, dass sich vorab und auch jetzt noch viele Seiten gegen das Kieler Gesetz aussprechen ist die erhöhte Gefahr der Spielsucht, der Kriminalität und des nicht gewährleisten Könnens des Jugendschutzes. Viele Stimmen meinen, dass dies alles durch die Legalisierung nicht mehr gewährleistet werden könnte und sehen daher bei den Verantwortlichen nur die Geldgier.

Geld macht es möglich, dass etwas erlaubt ist, was sich auf der schwarzen Liste der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung befindet. Für die schleswig-holsteinische Regierung heißt es nun, das Modell vorzuführen und die Vorbehalte auszuräumen, um auch die anderen Bundesländer von dem Modell überzeugen zu können.

Von Seiten der Kieler Regierung wird hingegen immer wieder betont, dass die Legalisierung und die Regulierung des Marktes die einzigen Methoden seien, um dem Schwarzmarkt den Kampf anzusagen. Nach dieser Aussage ist davon auszugehen, dass das freie Online Glücksspiel in Schleswig-Holstein sogar dazu führen soll, dass die Bevölkerung weniger der Spielsucht verfallen könnte, als sie es bisher tut. Was jedoch mit den Einnahmen aus dem legalisierten Glücksspiel passiert ist unklar.

Die Gegner gehen davon aus, dass ein großer Teil in die Staatskassen fließen wird, obwohl gerade diese Gelder dafür genutzt werden sollten, die Suchtprävention zu verstärken und die Gelder in Kultur und gemeinnützige Projekte zu investieren.

Hat deutsches Glücksspielmonopol bald ausgedient?

Hat deutsches Glücksspielmonopol bald ausgedient?

Auf den zweiten Blick konstatierten Viele, dass damit auch der Lottoschein, mit dem jede Woche gespielt wird oder die Lose für die "Aktion Sorgenkind" gemeint sind.

Dazu gehört auch die Tombola beim Stadtfest oder auf der Feier des Sportvereins. Prinzipiell gehören zu den Glücksspielen alle Formen von Spiel, deren Ergebnisse zufallsgebunden sind. In der Bundesrepublik herrscht das Monopol vor, das heißt, dass der Staat die Kontrolle bei solchen Spielen hat, bei denen es um Geld geht, so lautet auch die Definition von Fachleuten aus der Branche.

Hierbei tritt die Frage auf, in welchem Maße der eigentliche Zweck des Monopols noch anwendbar ist. Es wurde zum Zweck der Verantwortung der Regierung für den Kampf gegen Spielsucht und die Einschränkungen der kriminellen Nebenwirkungen etabliert. Fachleute bemängeln diese Vorgaben nicht nur, sie zeigen auch Alternativen für eine öffnung des Marktes auf.

Eins steht auf jeden Fall fest, die Bundesbürger wechselten in regelmäßigen Abständen seit dem Alleinanspruch zum Spiel ins Ausland und haben so die vorgesehenen Kriterien zunichte gemacht. Auch die Urteile des Europäischen Gerichtshofs in Luxemburg haben die Entschlüsse des Landes in diesem Fall zunichte gemacht und eine überarbeitung verlangt.

An vielen Ländern auf der Welt kann sich die Bundesrepublik nun ein Beispiel nehmen. Aber so leicht wird dies im Land nicht passieren, denn der Staat fürchtet um viel Geld, das durch steuerliche Einnahmen generiert wird.

Ein wesentliches Thema des Monopols ist die These, dass Leute vor der Spielsucht mithilfe von Aufklärung geschützt werden sollen oder wenn die Sucht da ist, Hilfe bereitzuhalten. Die BzgA hält aus diesem Grund viele Informationen im Hinblick dessen bereit und Menschen, die Hilfe suchen oder deren Familien bekommen Adressen und Kontakte.

Forschungsresultate hinsichtlich dieser besonderen Suchtkrankheiten oder auch "gewöhnliche" Süchte werden öffentlich gemacht und so einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt.