Gesetz zur Bestrafung bei Sportwettenbetrug

Gesetz zur Bestrafung bei Sportwettenbetrug

In Zukunft soll es somit einfacher sein, Betrug bei Sportwetten strafrechtlich zu verfolgen und auch Manipulationen im Profisport als Straftat einzuordnen. Zuvor gab es noch Gesetzeslücken, durch die nicht alle Fälle von Betrug und Manipulation strafrechtlich verfolgt werden konnten. Durch den neuen Gesetzesentwurf sollen eben diese Gesetzeslücken geschlossen werden.

Im Folgenden gelten auch folgende Sachverhalte als Straftat:

– wenn Sportler im Zusammenhang mit einer Sportwette Geld für eine geplante Wettbewerbsmanipulation versprochen bekommen

– Vereinbarungen mit Trainern, Schieds-, Wertungs- oder Kampfrichtern

Auch unabhängig von Sportwetten sind Absprachen dieser Art im Bereich des Sports strafbar, da solche Manipulationen große finanzielle Auswirkungen für Sportler und Vereine mit sich bringen können.

Wo gilt der neue Gesetzesentwurf?

Der neue Gesetzesentwurf wurde so aufgestellt, dass sowohl in- und ausländische Sportwettbewerbe erfasst werden. Dies bedeutet, dass die Strafvorschriften Gültigkeit haben, egal ob Wettbewerbe im Inland oder im Ausland ausgetragen werden. Dies bedeutet gleichermaßen, dass bei einem Sportwettbewerb im Inland grundsätzlich deutsches Strafrecht gilt, auch wenn die Wettbewerbsmanipulation beispielsweise im Ausland vereinbart wurde.

Betrugsfall im Palms Casino Las Vegas

Betrugsfall im Palms Casino Las Vegas

In Las Vegas sorgt nun jedoch ein Fall für Aufsehen, der genau die Situation aufzeigt, die eintreten kann, wenn das Casino keine vertrauenswürdigen Mitarbeiter angestellt haben bzw. diese den großen Versuchungen nicht wiederstehen können.

Bei dem Fall im Palms Casino in Las Vegas haben drei ehemalige Mitarbeiter des Casinos zusammen mit Kunden der Sportwetten-Bar das Casino um insgesamt 800.000 US-Dollar betrogen. Der Sportwettenbetrug konnte jedoch aufgedeckt werden und daher wurden die drei ehemaligen Mitarbeiter sowie einige der Sportwetter nun vor Gericht angeklagt. Die ehemaligen Mitarbeiter beauftragten ihre Komplizen, Sportwetten zu platzieren und so konnte das Trio ein Jahr lang einen ansehnlichen Gewinn einspielen.

Zu den nun Angeklagten zählen der ehemalige Manager der Sport- und Pferdewetten im Palms, Michael Albanese, die Schaltermitarbeiterin Kassie Baker und Charles Pecchio, der als Kunde der Sportwetten-Bar bekannt war. Der Betrugszeitraum bezieht sich auf die Zeit vom Juli 2006 bis zum Juli 2007. In diesem Zeitraum ließen die Mitarbeiter des Casinos ungültige Pferdewetten zu. Damit konnten die Betrüger sich im Laufe dieser Zeit einen insgesamt hohen Gewinn einspielen.

Neben dem angeklagten Kunden der Sportwetten-Bar soll es auch noch weitere Kunden als Komplizen gegeben haben, jedoch ist es bisher zu keinen weiteren Anklagen gekommen. Ein Gerichtstermin ist bisher noch nicht festgelegt worden. Die Betreiber des Palms Casino befinden sich auch derzeit noch in Zusammenarbeit mit dem Nevada Gaming Control Board in der Aufarbeitung des Falls, um dann vor Gericht Argumente und Beweise vorbringen zu können.