Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs

Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs

Bei den Ermittlungen wurden Razzien durchgeführt mit folgenden Ergebnissen:

– Durchsuchungen von Firmenräumlichkeiten und einem Privathaus in Arnsberg-Sundern

– ein 60-jähriger Mann aus Sundern wurde in Untersuchungshaft genommen

– umfangreiche Beweismittel wurden sichergestellt

– noch vorhandene Kontoguthaben wurden gepfändet

Versprochene sichere Gewinne

Die verdächtige Firma ist deshalb ins Blickfeld der Ermittler geraten, da das Unternehmen auf Internetseiten und mittels YouTube-Videos eine Kapitalanlage mit dem Versprechen nach einer Laufzeit von nur 14 Wochen eine Rendite von 48 Prozent zu erhalten. Darüber hinaus werden von Seite der Firma sichere Gewinne versprochen, die durch das Platzieren weltweiter Sportwetten erzielt werden.

Wenn Beteiligte neue Kunden anwerben, dann wird diesen zudem eine Beteiligung als Vertriebspartner versprochen. Die Ermittler vermuten, dass ein Schneeballsystem hinter den Angeboten des Unternehmens steckt. Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden bereits rund 1,2 Millionen Euro von Anlegern in das Systeminvestiert, ein Großteil dieser Gelder wurde dann ins Ausland transferiert.

Durchbruch gegen das illegale Glücksspiel

Durchbruch gegen das illegale Glücksspiel

Zuletzt hatte die Polizei in Friedlingen Erfolg, hier wurde eine Kontrolle einer Gaststätte durchgeführt, bei der der Betreiber unter Verdacht stand illegales Glücksspiel und Geldwäsche zu betreiben.

Bei Fällen wie diesem können die Behörden zwar Erfolge verbuchen, aber dennoch entwickelt sich das illegale Glücksspiel in Deutschland immer weiter. Das Online Glücksspiel und Sportwetten sind in Deutschland sehr beliebt und der Boom hält weiterhin an, die Regulierung ist jedoch undurchsichtig und daher agieren viele Betreiber in einer Grauzone oder sogar auf dem Schwarzmarkt.

Razzien sind eine Methode, die von den Behörden genutzt werden, um gegen das illegale Glücksspiel vorzugehen. Oftmals können die Polizisten und die Staatsanwaltschaft hierbei auch Erfolge verbuchen, in vielen Fällen öffnen entsprechende Etablissements jedoch einige Tage später wieder. Die Betreiber, die illegale Wetten anbieten oder Automaten aufgestellt haben, machen mit dem illegalen Glücksspiel ein großes Geschäft, ohne dabei Steuern zu zahlen. Die Betreiber nehmen dafür das Risiko in Kauf, hierbei geschnappt zu werden und gegebenfalls sogar hohe Strafen zahlen zu müssen.

Das illegale Glücksspiel floriert

Wie ist das überhaupt möglich in einem Land mit Gesetzen für jeden Bereich, dass das illegale Glücksspiel so enorm boomt. Für Europa gelten eigentlich in Bezug auf das Online Glücksspiel einheitliche Regelungen. Demnach ist es nach den europäischen Richtlinien legal Online-Casinos zu betreiben. Eine Lizenz, die in einem Staat der Europäischen Union vergeben wurde, ist uneingeschränkt und ohne Ausnahme in allen anderen EU-Ländern gültig. Eigentlich müsste Deutschland sich nach den europäischen Regelungen richten, jedoch weigert sich das Land das nationale Recht umzusetzen.

Nach dem Glücksspielstaatsvertrag ist nach dem letzten Stand Online Glücksspiel weiterhin verboten und es sollten Lizenzen für private Sportwettenanbieter vergeben werden. Die Regelung ist leider gescheitert, aber es gibt trotzdem Sportwettenanbieter in Deutschland, die über eine Lizenz in Schleswig-Holstein verfügen, denn das nordische Bundesland hatte eine Sonderregelung eingeführt. Viele Beteiligte wünschen sich eine Liberalisierung in Deutschland, allerdings scheint diese noch sehr weit entfernt zu sein.

Kritik am Casino Lugano

Kritik am Casino Lugano

Erst vor Kurzem war die Spielbank wieder mit negativen Schlagzeilen in den Medien. Diesmal ging es um den Betreiber der Diskothek und Lounge Nyx, die sich in dem Casino befindet. Der 45-jährige Betreiber wurde auf Anweisung der Staatsanwaltschaft verhaftet.

Dem Betreiber und seinem 47-jährigen Compagnon, der als Marketingchef des Casinos fungierte, werden mehrere Delikte vorgeworfen. Zu den vorgeworfenen Delikten zählen unter Anderem schwere Körperverletzung, Betrug, Freiheitsberaubung, Urkundenfälschung und Unterschlagung.

Auch wenn das Casino Lugano hier als geschädigte Partei auftritt, so gerät es dennoch in ein äußerst schlechtes Licht, da Details über die Beteiligten und über das Casino bekannt werden, die nicht sonderlich löblich für das Etablissement sind. Eigentlich sollten Casinos wie das in Lugano über ein Sicherheitskonzept verfügen, welches in erster Linie vor Kriminalität jeglicher Art schützen soll. Nun hat sich bereits die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) eingeschaltet und eine Administrativuntersuchung eingeleitet.

Die Stadt ist zu gewissen Teilen an der Spielbank beteiligt, die für sich selbst und auch für die Stadt fast nur noch Verluste einfährt. Der Wert der Spielbank ist stark gesunken und die Skandale zehren an dem Image der Stadt und vor allem an dem Image der Politiker, die an den Geschäften der Spielbank beteiligt sind.

Der Schaden, den die negativen Schlagzeilen und Affären anrichten, trifft vor allem den Ruf des Casinos und auch den Ruf der Stadt. Weiterhin besteht auch die Gefahr, dass die ESBK sich dazu entscheidet, dem Casino in Lugano die Konzession zu entziehen.

Zuständige von "Full Tilt" sollen tief in die Taschen greifen

Zuständige von "Full Tilt" sollen tief in die Taschen greifen

Jetzt verlangt die Staatsanwaltschaft ein Minimum von 130 Millionen Dollar von den Zuständigen für Online Poker. Die Prozesse im Zuge des "Schwarzen Freitags" laufen weiter. Die Staatsanwaltschaft vom "SDNY" ("Southern District of New York") hat nun eine weitere Version der geänderten Klage auf ziviler Basis vorgelegt.

Als Zusatz gab es noch ein Zuwiderlaufen gegen den "Travel Act", Bußgelder und auch die Pfändung von privatem Eigentum. Das "Department of Justice", kurz "DoJ", sagte, dass etwa 444 Millionen Dollar an 23 Aktionäre gezahlt wurden. Vier dieser Teilhaber sollen nun zahlen, wobei sich die geforderte Summe auf minimal 130 Millionen beläuft.

Die überweisungen des Unternehmens "Pocket Kings Consulting Ltd." an "HH Lederer Consulting" belegen, dass Herr Lederer rund 43 Millionen für sich erwirtschaftet hat. Es gibt auch Belege, dass dieses Geld zum Kauf des 10 Millionen Dollar teuren Hauses in Vegas verwendet wurde; auf dieser Grundlage wird auch das Haus gepfändet. Es finden sich zudem noch eine Menge Luxusgefährte.

Auch Herr Bitar sieht sich der Pfändung seines Wohnsitzes in Kalifornien gegenüber. Grund: Es gibt eine unmittelbare Verknüpfung zu Konten des obengenannten Unternehmens. Von Herrn Lederer will man 42,5 Millionen Dollar, Herr Ferguson soll 42 Millionen bezahlen, Herr Bitar soll rund 41 Millionen hinlegen und von Herrn Furst verlangt man 11,7 Millionen Dollar.

Interessanterweise ist auch der "Travel Act" Bestandteil der Anklagepunkte. Dieser ist 51 Jahre alt und untersagt die Nutzung der Post und Reisen zwischen einzelnen Bundesstaaten und außerhalb Amerikas für die Beteiligung an festgelegten Straftaten. Die Taktik der Staatsanwaltschaft ist dahingehend interessant als das ein unerlaubtes Glücksspielunternehmen als Reisemittel angesehen wird.

Der "Wire Act" hingegen greift nur für Sportwetten und der "Illegal Gambling Business Act" ist wegen des Richterspruchs im Fall DiCristina für die Staatsanwaltschaft ebenso nicht zu gebrauchen. Deshalb will man auf diese Art die Zuständigen beim Betreiber vor Gericht bringen.

Die Anklage enthält nun 12 Punkte. Hierin enthalten sind unerlaubtes Glücksspiel, Verletzung des "Travel Acts", Betrug der Banken, Betrug im Netz und auch acht Formen der Geldwäsche, wozu auch der Betrug gegenüber den Nutzern gehört.

Haben Spielstätten nun Steuern unterschlagen oder nicht?

Man vermutet, dass einige Spielstätten im Vogtland Hinterziehung von Steuern betrieben haben.

Die Staatsanwaltschaft in Chemnitz geht dieser Vermutung nun auf den Grund und prüft nun die Bücher der Spielstätten. Der Betreiber fühlt sich hierbei als Opfer, doch die Steuerprüfer dokumentieren wegen dieser Vermutung alle Fakten, diese Akte hinsichtlich der Spielstätten ist dreitausend Seiten dick.

Man vermutet, dass der Leiter nicht wenig Geld gemacht und seine Abgaben nicht richtig entrichtet hat. Als Konsequenz dessen kann es nun eine komplizierte juristische Auseinandersetzung geben. Die Staatsanwaltschaft erhob Klage gegen den Mann aus Plauen, denn unrechtmäßiges Glücksspiel und Hinterziehung von Abgaben sind keine leichten Vergehen.

Ein Sprecher sagt, dass man die Geräte so verändert hat, dass nicht jede Einnahme angezeigt wird. Dies ist ein sehr schwerer Fall von Hinterziehung und dies sollen die Prüfer herausgefunden haben. Die Verdeckung von Gewinnen, die keine geringe Summe darstellen, ist der Hauptpunkt.

Manche Automaten wurden konfisziert und werden nun unter die Lupe genommen. Sie fungieren auch als Beweisstücke für den Anhörungsprozess. Es stellt sich die Frage, ob die Spieler unter falschen Voraussetzungen gespielt haben oder ob sie gar keine Gewinnchancen hatten.

Diese Fakten müssen nun geklärt werden, aber der Leiter der Spielhalle möchte nichts zugegeben, er betrachtet sich aber als Opfer eines Komplotts gegen die Glücksspielsparte. Der Herr sagte, dass es bei ihm keine Betrügereien gibt und dass er sich keiner Schuld bewusst ist.

Neutrale Fachleute sind der Ansicht, dass die Automaten nicht verändert werden können, weil die neuartigen Systeme alle Summen anzeigen, die in sie investiert werden. Der Chef hat bereits drei Rechtsvertreter beauftragt, denn er sieht sich nicht richtig behandelt, dieser Fall könnte Geschichte schreiben.