Privatisierung von griechischen Staatsfirmen ein Reinfall

Privatisierung von griechischen Staatsfirmen ein Reinfall

Mit der Privatisierung sollten 50 Milliarden Euro in die Staatskassen fließen, doch bisher floss nicht einmal ein Zehntel dieser Summe in die Kassen. Dafür ist der griechische Lottoanbieter in Hochform. Die Lotto-Geschäfte boomen und das nachdem der Staat seinen Anteil an dem Wettmonopolisten bereits im Jahr 2013 verkauft hatte, für einen geringeren Erlös als die nun erwarteten Einnahmen pro Jahr. Nachdem nun die neue Linksregierung die Staatsgeschäfte in der Hand hat, sollen die Verkäufe von Staatseigentum wie Häfen und Energieversorgung gestoppt werden.

Sowohl in der Syriza-Regierung als auch bei der Bevölkerung herrscht Unmut. Es wird erwartete, dass das bestehende Hilfsprogramm weiterhin verlängert werden wird. Dies wiederum wird die Regierung von Alexis Tsipras nicht im besten Licht stehenlassen.

Entscheidungen, die im Vorfeld von Seiten Tsipras gefallen sind, wie zum Beispiel der Aufstieg des Politikers Prokopis Pavlopoulos zum Staatspräsidentensorgten bei den Wählern und den Koalitionsparteien für Unmut, denn der Politiker hatte bereits in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass sich die Staatsausgaben in diesem Zeitraum verdreifacht hatten. Die Syriza-Politiker schimpften über die Personalentscheidung von Seiten Tsipras und machten deutlich, dass dies das letzte Mal gewesen sei.

Schuldenerlass soll die Geldnot beheben

Um nun im Land für bessere Stimmung zu sorgen versucht die Regierung die Bevölkerung mit Hilfsangeboten zu überzeugen. So wurde den Griechen nun Angeboten nur die Hälfte der Schulden beim Staat mit einem Schlag zu bezahlen, um so die andere Hälfte erlassen zu bekommen. Auch Ratenzahlungen seien möglich. Dieses Angebot gelte sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen.

Auf diesem Weg verfolgt die Regierung das Ziel Geld in die Staatskassen zu spülen. Es sei nicht damit zu rechnen, dass alle Schulden eingetrieben werden können, weil viele der Schuldner seien komplett pleite oder sogar im Gefängnis. Mit diesem Entgegenkommen erhofft sich die Regierung, dass zumindest ein Teil der Schulden möglichst schnell in die Kassen des Landes fließen wird.