Neue Entwicklung des Wettmarktes

Neue Entwicklung des Wettmarktes

In Frankreich sorgen aktuell neue Entwicklungen bezüglich des Wettmarktes für Diskussionen. Grund hierfür ist die erteilte Erlaubnis, Live-Sportwetten in einer ausgewählten Anzahl an Annahmestellen anzubieten. Diese Erlaubnis hat die staatliche Lotto-Gesellschaft vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen bekommen. Während dies, zumindest für die staatliche Lotto-Gesellschaft, durchaus positiv klingt, kann diese Entwicklung negative Folgen für die Pferdewetten in Frankreich haben.

Folgen für die PMU als Anbieter der Pferdewetten:

  • rückläufige Umsätze durch Abwanderung zu Sportwetten
  • Gefahr für die Pferdewette
  • Gefahr für den gesamten Rennsport

Während die staatliche Lotto-Gesellschaft Frankreichs „La Française des Jeux (kurz FdJ) sämtliche Sportwetten in Frankreich betreibt, werden Pferdewetten durch die private Gesellschaft PMU betrieben. Aufgrund der beliebter werdenden Sportwetten, hat der Markt der Pferdewetten bereits seit geraumer Zeit einen schweren Stand. Die Beliebtheit der Sportwetten sorgt dafür, dass das Interesse an Pferdewetten sinkt. Mit den neusten Entwicklungen könnte dies Größere Ausmaße annehmen. Durch die Erlaubnis von Live-Sportwetten befürchtet man, dass der Markt der Pferdewetten weiterhin Rückschläge hinnehmen muss.

Vergleich der Umsätze beim Wettgeschäft:

  • Umsatz der staatlichen Lotto-Gesellschaft Frankreichs in 2004: 8,553 Milliarden Euro
  • Umsatz der privaten Gesellschaft PMU in 2004: 2,33 Milliarden Euro

Gefahr für den gesamten Rennsport

Die neusten Entwicklungen in Bezug auf die Sportwettenbranche stellen eine ernst zu nehmende Gefahr für die PMU dar. Hier befürchtet man bereits, dass die Erlaubnis von Live-Sportwetten zur Bedrohung für den gesamten Rennsport werden könnte. Bisher fließen die erzielten Gewinne aus dem Bereich der Pferdewetten in die Staatskasse. Das Geld wird hierbei für kulturelle und soziale Projekte genutzt, auch im Bereich der Nachwuchsförderung im Sport. Sinkende Einnahmen waren bereits in der Vergangenheit ein Problem für die PMU. Mit der Erlaubnis für die Sportwetten wird befürchtet, dass man im Bereich der Pferdewetten weitere Rückgänge des Umsatzes zu erwarten hat.

Casinoboom in Ungarn

Casinoboom in Ungarn

Dies scheint sich jedoch drastisch geändert zu haben, de facto seit in Ungarn das Verbot von Geldspielautomaten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos eingeführt wurde. Seit dem Verbot schießen die Besucherzahlen wieder in die Höhe und auch wenn die Regelung in Ungarn von Außenstehenden als selektives Geldspielautomatenverbot bezeichnet wird, haben die Casinos in Ungarn und der Staat allen Grund zur Freude.

Neben dem eingeführten Verbot von Geldspielgeräten außerhalb von staatlich lizensierten Casinos wurden in Ungarn zum gleichen Zeitpunkt neun neue Casino-Lizenzen ausgegeben. Somit wurde das Angebot nicht wirklich eingeschränkt, sondern einfach nur verlagert. Während private Anbieter am Markt keine Chance mehr haben, verdient der Staat reichlich dazu. Nach Meinung der EU ist das Geldspielautomatenverbot nicht nur selektiv, sondern stellt auch einen deutlichen Eingriff in die Dienstleistungsfreiheit dar. Nach Angaben der Verantwortlichen in Ungarn diene die Vorgehensweise jedoch in erster Linie dem Spielerschutz und der nationalen Sicherheit.

Eigennützige Glücksspielregulierung

Auch die Regulierung in Ungarn erweckt den Eindruck, dass es weniger darum geht, das Glücksspielangebot in kontrollierte Bahnen, zum Schutz für die Spieler, zu lenken, sondern mehr darum, die Gelder in den Staatskassen klingeln zu lassen. Zugegeben, das Konzept scheint aufzugehen. Im Laufe der vergangenen Jahre stiegen die Casinoeinnahmen scheinbar unaufhaltsam. Während im Jahr 2011 die Einnahmen bei einer Summe in Höhe von 33,1 Mrd. Forint lagen, ergaben die Einnahmen in diesem Jahr bis Ende Juni eine Summe in Höhe von 88,4 Mrd. Forint.

Macau: Zocker haben Angst

Macau: Zocker haben Angst

Aus Macau gab es oft Schlagzeilen, dass Regierungsbeamte vor Ort Gelder aus den Staatskassen verzockten. Viele der Zocker konnten geschnappt werden und wurden als Folge daraus natürlich aus dem Staatsdienst entlassen, andere Spieler kamen bisher jedoch ungeschoren davon. Es wird davon ausgegangen, dass dies daran liegt, dass der amerikanische Geheimdienst vor Ort sehr aktiv war und die chinesischen Regierungsbeamten erpresste, die durch das Zocken vor Ort mit Staatsgeldern verwundbar geworden waren.

Bedeutungslose Spekulationen

Der Glücksspielbetreiber Sands hatte eine Untersuchung in Auftrag gegeben, bei der genau diese Vermutung, dass CIA Agenten vor Ort die chinesischen Regierungsbeamten unter Druck setzen würden, bestätigt wurde. Die Untersuchung wurde veröffentlicht doch nun reagierte der Betreiber verschiedener Casino Resorts anders auf die Veröffentlichung als erwartet und gibt an, dass es sich bei den Informationen aus dem Bericht lediglich um Spekulationen handle. Was nun er Wahrheit entspricht, ob der amerikanische Geheimdienst in China tatsächlich sein Unwesen treibt und ob die chinesischen Regierungsbeamten in Angst und Schrecken leben müssen ist daher ungewiss. Potential um mit diesem Material einen Krimifilm zu drehen hat die Geschichte dennoch allemal.

(Quelle:faz.net)

Erneute Erhöhung der Vergnügungssteuer

Erneute Erhöhung der Vergnügungssteuer

Das Innenministerium hatte in der Vergangenheit bereits die Empfehlung an die Haushalte ausgesprochen, alle Einnahmequellen möglichst ausgiebig auszuschöpfen, um Löcher in den Staatskassen zu verhindern. Die Vergnügungssteuer erscheint vielen Kommunen als gute Möglichkeit, die Staatskassen etwas aufzubessern.

Die letzte Erhöhung der Vergnügungssteuer ist in vielen Städten gar nicht so lange her. Zuletzt wurde die Steuer um ein Prozent angehoben, nun ist bereits von einer erneuten Erhöhung in Höhe von rund sechs Prozent die Rede. Bisher hat sich lediglich die FDP-Fraktion gegen eine erneute Steuerhöhung ausgesprochen, da die Vergnügungssteuer bereits im vergangenen Jahr angehoben worden sei. Erst zu Beginn dieses Jahres wurden zudem die Grundsteuer und Gewerbesteuer erhöht.

Vergnügungssteuer auch für sexuelles Vergnügen

In manchen Kommunen bezieht sich die Vergnügungssteuer nicht allein auf das Glücksspiel beziehungsweise das Automatenspiel, sondern schließt auch die die gezielte Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen in Bordellen, Bars, Sauna-, FKK- und Swingerclubs sowie ähnlichen Einrichtungen ein. Berechnet wird die Steuer in diesen Fällen anhand der Quadratmeter-Fläche der jeweiligen Etablissements. Beim Glücksspiel richtet sich die Höhe der Vergnügungssteuer nach der Anzahl der Automaten. In manchen Fällen werden sogar Spielgeräte besteuert, an denen kein Gewinn erzielt werden kann.

(Bildquelle: zeitungen.boyens-medien.de)

Spielbanksanierung auf Kosten der Spieler und Steuerzahler

Spielbanksanierung auf Kosten der Spieler und Steuerzahler

Doch auch hier haben die Spieler die Rechnung ohne den Staat gemacht, denn was die Spielbanken nicht an Gelder einnehmen, müssen die Verantwortlichen anders erwirtschaften. Neben der Möglichkeit, Kunstschätze zu versteigern, wie es erst kürzlich durch die Westspiel GmbH getan wurde, nutzt der Staat jede Chance Gelder einzutreiben. Hier gibt es auch Methoden, wie die Staatskassen durch die Spieler selber gefüllt werden können.

Mit dem Verkauf der Andy Warhol Bilder sorgte Westspiel für einen lauten Protestschrei von Seiten unterschiedlicher Personen. Die Bilder brachten dem Glücksspielunternehmen eine Summe in Höhe von 150 Millionen Dollar ein. Mit diesem Geld sollen Etatlöcher des Staates gestopft werden und zugleich soll das Geld in den Bau des neuen Casinos in Köln fließen. Mit Kunst soll also tatsächlich der Spieltrieb der Menschen gefördert werden, um so den Staatsverdienst gewährleisten zu können?

Und somit beantwortet sich die Frage: Die Spielsucht der Menschen wird, auch wenn vom Staat immer anders publiziert, letztendlich ausgenutzt, damit die Kassen klingeln. Zwar ist gerade in Bezug auf die Spielbanken der Spielerschutz und Jugendschutz immer in aller Munde, doch dies scheint Fake zu sein, in Anbetracht dessen, dass weitere Casinos gebaut werden sollen, um mit dem Spieltrieb der Menschen Geld zu verdienen.

Wiederspruch bei der Glücksspielbekämpfung?

Während ein Kunstverkauf für den Bau eines neuen Casinos dem Staat Recht zu sein scheint, kämpft dieser gleichzeitig gegen das private Glücksspielangebot. Vor allem Online Glücksspiele werden von privaten Anbietern präsentiert, die meist außerhalb Deutschlands über Lizenzen verfügen und daher in Deutschland keine Steuern zahlen. Natürlich ist dies dem Staat ein Dorn im Auge, denn so gibt es zwar Spieler und Spielsüchtige, aber in diesem Fall kann der Staat davon nicht profitieren. Genau aus diesem Grund werden Spielhallen und Online Glücksspiel in Deutschland immer stärker bekämpft, ob jedoch der Grund dafür der Richtige ist, danach fragt offensichtlich keiner.