Wiesbadener Steuererhöhung auf Spielautomaten

Wiesbaden fährt mit der derzeitigen Steuererhöhung auf die Glücksspielautomaten, harte Geschütze im Kampf gegen die Spielsucht auf. Bei der Stadtverordnetenversammlung Wiesbaden wurde festgelegt, dass die Vergnügungssteuer auf Spielautomaten 20 Prozent anstelle von 13 Prozent betragen soll. Die bedeutet eine Erhöhung von 7 Prozent.

Die Betreiber der Spielotheken sind über diese Neuigkeit weniger erfreut. Betreiber von mehreren Automatenhallen fürchten nun um ihre Existenz, da ängste bestehen, die hohen Ausgaben mit den Einnahmen nicht mehr abdecken zu können. Dazu kommt der Wegfall der Kappungsgrenze an den Automaten. Zudem kommt die gewöhnliche Gewerbesteuer noch zusätzlich zu den Ausgaben oben drauf. Für die Betreiber der Casinos erscheint das enorm.

Als Vergleich brachten die Verantwortlichen die Spielbanken ins Spiel. Diese würden 80 Prozent an Angaben tragen, was eine große Menge ist im Vergleich zu den Automatenhallen, die bisher leidglich 20 Prozent abführen mussten.

Die Einführung der Steuer ist laut der Verantwortlichen dringend notwendig. Durch die fehlenden Regeln und Gesetze zu den Automatenspielhallen, ist die Suchtgefahr immer stärker geworden und viele Spielbegeisterte können in den Automatenhallen ohne Grenzen ihrer Sucht nachgehen. Die Steuererhöhung soll als Mittel dienen, die Suchtgefahr wieder einzudämmen und damit Suchtprävention durchzuführen.

Die Betreiber der Automatenhallen hingegen bezeichnen den Grund der Prävention als Scheinheilig und sehen in der Steuererhöhung den Einnahmevorteil für die Stadt.

Viele Betreiber wollen das nicht akzeptieren und haben Klagen gegen die Stadt Wiesbaden vorbereitet. Auch wenn die Stadt laut Experten nichts zu befürchten ist, da die Gründe für die Steuererhöhung gerechtfertigt sind, wollen die Verantwortlichen die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen. Die Steuerhöhung sei aus Gründen des Schutzes für die Suchtgefährdeten eingeführt worden und dient als Regulierungsinstrument dieses Zweiges der Glücksspielbranche.