Steuergelder beim Glücksspiel verspielt

Steuergelder beim Glücksspiel verspielt

Gemeldet wurde dieser Skandal von seinem Pateikollegen Ünal Dogrul, der bei Facebook ein Bild des Steuerbetrügers auf Facebook veröffentlichte. Der Politiker von der CHP, Ünal Dogrul, spielte selber gerne die eine oder andere Partie in einem bulgarischen Casino, daher ist nicht klar, wieso dieser den Spieltrieb seines Parteikollegen an den Pranger stellt. Es wird davon ausgegangen, dass die beiden Politiker sich zuvor wegen Geld oder Frauen gestritten hatten.

Dem Istanbuler Distrikt-Bürgermeister Özcan Isiklar wird vorgeworfen Steuergelder in bulgarischen Casinos verzockt zu haben. Nach aktuellen Vorwürfen sei der Politiker regelmäßig mit seinem Dienstwagen nach Bulgarien gefahren, um vor Ort die Casinos zu besuchen. Sein Stammcasino soll das Nymphes Princess Casino in der Stadt Svilengrad gewesen sein, in dem er die Steuergelder der eigenen Bevölkerung an den Spieltischen eingesetzt haben soll. Der Skandal wurde bekannt, weil sein Parteikollege Dogrul Bilder von den Casinobesuchen und von dem Dienstwagen auf dem Casinoparkplatz in dem sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht hatte.

Auseinandersetzungen innerhalb der CHP Partei Istanbul

Neusten Meldungen zu Folge habe dieser Skandal innerhalb der Partei für sehr viel Unruhe gesorgt. Es soll Auseinandersetzungen zwischen den Parteimitgliedern der CHP Istanbul gegeben haben. Einige Stadträte sollen sogar aus Protest ihre ämter aufgegeben haben. Der Partei wird natürlich, aufgrund des Skandals, Korruption unterstellt. Nun, so kurz vor den Parteiwahlen, ist es an dem Parteioberhaupt wieder Klarheit in die Angelegenheit zu bringen und gegen die Korruptionsvorwürfe vorzugehen.

Illegales Glücksspiel auf dem Vormarsch

Illegales Glücksspiel auf dem Vormarsch

Nachteil hierbei jedoch ist, dass zum einen kaum Kontrollmöglichkeiten gegeben sind und der Spielerschutz somit nicht gewährleistet werden kann. Zum anderen kommen die Einnahmen beim illegalen Glücksspiel nur den Betreibern zu Gute, nicht jedoch der Allgemeinheit.

Beim staatlichen Lottoangebot gibt es Steuergelder, die für verschiedene Zwecke genutzt werden. So werden mit diesen Geldern Wohlfahrtspflege, Denkmalschutz, Kunst oder Sport finanziert. Bei den illegalen Angeboten fließen die Einnahmen einzig und allein in die Kassen der Betreiber, die Staatskassen bleiben an dieser Stelle leer. Die illegalen Anbieter jedoch werden nicht ausreichend verfolgt, so die Meinung vieler Experten. Als Grund hierfür wird oftmals angegeben, dass die in Deutschland illegalen Betreiber im Ausland über eine Lizenz verfügen und daher eine Verfolgung oder Verurteilung nicht möglich sei.

Schwierige Situation in Deutschland

Die aktuelle Situation wird nicht einfacher gemacht dadurch, dass eigentlich gesetzlich längst Lizenzen vergeben worden sein sollten, dies ist aber bisher noch nicht geschehen. Sportanbieter gehen Verträge mit den illegalen Glücksspielanbietern ein und lassen sich für ein wenig Werbung von diesen sponsorn. Die Illegalität scheint hier keine Rolle zu spielen. Die privaten Anbieter scheinen keine Probleme damit zu haben eben solche Sponsoringverträge einzugehen. Auch der Lotto-und Toto Block hätte hierzu die Möglichkeit, allerdings kann dieser das eigene Angebot nicht im Internet präsentieren, denn dies sei illegal und als staatlicher Anbieter wolle man sich nicht der Illegalität verschreiben.

Besucherrückgang in der Spielbank Lindau

Besucherrückgang in der Spielbank Lindau

Neben den Automatenspielhallen gibt es eine weitere Konkurrenz für das Casino Lindau. Hiermit ist das Casino Bregenz gemeint, in welchem Rauchersääle vorhanden sind und kein generelles Rauchverbot herrscht.

Durch diese Besonderheit fahren viele Spieler gerne in das nahe gelegene Bregenz, anstelle in der Spielbank Lindau zu spielen. In dem Casino in österreich ist darüber hinaus auch das Spielen bereits ab dem 18. Lebensjahr gestattet.

Der Spielbankchef Nikolaus Bartl beklagt, dass die Marktbedingungen ungerecht seien und die Spielbank Lindau daher so gut wie keine Chance habe. In österreich können sowohl jüngere Spieler bereits das Casino besuchen, als auch vor Ort in den dafür vorgesehenen Säälen rauchen.

Neben diesen Möglichkeiten, gibt es in Österreich außerdem kein so strenges Werbeverbot wie in Deutschland. Viele Casinobesucher fahren deshalb an der Spielbank Lindau vorbei und nutzen die Gelegenheit im österreichischen Bregenz zu spielen. Bartl erkennt an, dass die Casinos ein gutes Prinzip verfolgen und daher auch vor Ort bei der Bevölkerung richtig anerkannt werden.

Während Bartl positiv über das Prinzip in Österreich spricht und fast schon ein wenig neidisch klingt, so übt er gleichzeitig große Kritik an den Regelungen im eigenen Bundesland Bayern aus. Er könne kein Verständnis dafür aufbringen, dass in Bayern immer mehr Spielhallen genehmigt werden, um so Steuergelder in die Landeskassen zu spülen, jedoch gleichzeitig die Existenz der Spielbanken auf dem Spiel stehe.

Neben dieser Ungerechtigkeit bemängelt er außerdem die mangelnde Kontrolle, durch die die Spieler ernsthaft in Gefahr geraten. Er wirft den Betreibern der Automatenhallen teilweise Manipulation vor, natürlich auf Kosten der Spieler, die oft noch sehr jung sind, da das Spielen auch hier ab 18 Jahren erlaubt ist.

In den Spielbanken hingegen, wird besonders viel Wert auf Suchtprävention gelegt. So können Spieler durch die Spielbank gesperrt werden, wenn sie sich selbst in Gefahr begeben. Darüber hinaus ist das Spielen in den Spielbanken erst ab dem 21ten Lebensjahr gestattet.

Der Spielbankenchef fordert die Gleichbehandlung aller Glücksspieleinrichtungen und die Einhaltung der Regelungen, die für die Spielbanken vorgeschrieben sind. Dass die Bedingungen der Automatenspielhallen angeglichen werden, wird jedoch wohl weiterhin ein Traum von Bartl bleiben.

Noch neben den Einbußen, die die Spielbanken selber hinnehmen müssen, leiden auch die Städte unter den geringeren Einnahmen der Spielbanken, denn die Spielbankabgabe sinkt dadurch auch enorm. Welche Folgen dies für die Städte wie Lindau haben wird, bleibt für die Zukunft erst einmal noch abzuwarten.

Migranten spielen, um ihre Familien zu ernähren

Das aus dem Boden schießen der Automatenhallen ist in ganz Deutschland ein grundsätzliches Problem. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Hallen in Vierteln zu finden sind, in denen hauptsächlich hinzugezogene Migranten leben.

Diese scheinen auch vermehrt von der Spielsucht betroffen, so ergeben es Statistiken. Neben Dönerbuden, 24h-Getränkemärkten und Gemeinschaftseinrichtungen finden sich die bunt beleuchteten Spielhallen, die vorrangig junge arabisch-, türkisch- und kurdisch-stämmige Männer zu faszinieren scheinen.

Neben den verschiedenen Wett- und Spielmöglichkeiten werden hier meist Wasserpfeifen geraucht und Pay-TV angeboten, ein guter Platz für viele um ihre Freizeit zu verbringen. Oft sind auch sehr junge Jugendliche unter den Gästen, denn die Kontrollen fallen an diesen Orten eher rar aus.

Wie es in der Spielsucht so üblich ist, schleicht sich diese langsam an. Viele Menschen sind fasziniert von der Möglichkeit das schnelle Geld zu machen. Die Angebote der Betreiber scheinen verlockend: wenig Einsatz und einen satten Gewinn als Ergebnis.

Doch meist tritt genau dieser nicht sofort ein, weshalb immer mehr Leute weiter und weiter investieren, bis sie sich mitten in der Spielsucht und meist auch einer zusätzlichen Schuldenfalle bis hin zur Existenzgefährdung befinden. Gerade Arbeitslose und hoch verschuldeten Menschen bietet das Spielen ihrer Meinung nach oft die beste Alternative, ohne dass gesehen wird, dass diese die Lebenssituation meist nur noch schlimmer macht.

Es gibt viele Migranten, die den Besuch in der Spielhalle als Rettungsring sehen. Die Gefahr der Spielsucht scheint für sie nicht sehr präsent. Meist sind es Männer, die eine Mehrköpfige Familie zu ernähren haben und keine Arbeit besitzen. Die türkische Gesellschaft untereinander tabuisiert dieses Thema, in der öffentlichkeit wird das Spielen als Ablenkung und Freizeit dargestellt. Suchtexperten haben verschiedene Analysen betrieben, die ergaben, dass etwa 40 Prozent der Spielsüchtigen einen migrantischen Hintergrund haben.

Politiker scheinen hier jedoch kein Handlungsbedarf zu sehen. Es wird auf Suchtberatungsstellen und kirchliche Einrichtungen verwiesen. Die Frage ist hier, ob die Migrantencommunities hierüber überhaupt Bescheid wissen und auch wissen, an wen sie sich wenden könnten. Experten sehen eine Alternative darin, dass Organisationen und Vereine von Migranten sich mit den Suchtberatungsstellen zusammenschließen sollten, um allen Suchtgefährdeten und Spielsüchtigen helfen zu können, egal woher sie stammen.

Die Liberalisierung des Glücksspiels ist in Deutschland gerade ein brennendes Thema. Dies steht im klaren Kontrast zu den steigenden Zahlen der Spielsüchtigen. Während eine Seite das Staatsmonopol aufrecht erhalten will, um sich die Steuereinnahmen zu sichern, gibt es auf der anderen Seite die die Privatisierung des Glücksspielmarkts vorziehen.

Hierbei würden jedoch eventuell Steuergelder verloren gehen. Wieder andere Meinungen besagen, dass die Liberalisierung und die Legalisierung des Glücksspiels das Beste sei, um so einen kontrollierten Markt zu schaffen. Ein komplettes Verbot des Glücksspiels in Form von Automatenhallen fordert wieder eine andere Seite.

Kein Wunder, dass sich nichts tut und kein Kompromiss gefunden werden kann. Wie der künftige Glücksspielstaatsvertrag für Deutschland aussehen wird ist bis heute daher noch ungewiss.

Nach der Meinung vieler Suchtberatungsstellen wird einem Bereich zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt: der Spielsucht und allem was damit zusammenhängt. In allen Diskussionen in der Politik wurde bisher nicht einmal das hohe Suchtpotential von Menschen mit Migrationshintergrund besprochen, obwohl Zahlen dies eindeutig belegen und es in den verschiedenen Bezirken auch zu sehen ist.

Während ein junger Mann die Tageseinnahmen aus seinem Wettbüro abholt und dann mit seinem erste Klasse Wagen davon düst, rennen Landsmänner den Automatenhallen und Wettbüros die Türen ein, da sie auch gerne ein schönes Auto hätten oder zumindest schon mal die Rechnungen für ihre mehrköpfigen Familien bezahlen müssen. Zum Teil wird das Glücksspielangebot direkt auf die Zuwanderer zugeschnitten und es gibt spezielle Angebote, die zum Beispiel die Thematik des Ramadans aufgreifen.

Als Suchtberater ist man hier jedoch scheinbar machtlos, da man kaum Zugang zu den verschiedenen Gemeinden findet und nur dann Hilfe anbieten kann, wenn die Menschen sich helfen lassen wollen.

Australien hat 2010 die größten Verluste je Spieler

Wenn man sich gerne mit Wetten befasst, Lottospiel oder Casinos nutzt, dem ist klar, dass das Glücksspiel hin und wieder Verluste bergen kann.

Das Unternehmen "H2 Gambling Capital", welches im Beratungsbereich tätig ist, hat sich mit diesem Thema in Bezug auf das letzte Jahr auseinandergesetzt. Dabei fertigte man eine Liste mit den zehn Ländern an, die die meisten Verluste pro Spieler beinhalteten.

In diesem Dokument findet man auch einige Besonderheiten, denn die die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich sind nicht unter den ersten Zehn zu finden, und das, obwohl sie zu den größten Spielerländern überhaupt zählen. Vielleicht ist eine bessere Spielweise der Grund für das Nichtvorhandensein bei den ersten zehn Plätzen.

Rang Zehn nimmt Spanien ein, seine Verluste pro Kopf belaufen sich auf 418 Dollar, Platz Neun geht nach Griechenland, hier belaufen sich die Verluste auf 420 Dollar je Spieler. Rang 8 und 7 gehen an Norwegen mit einer Summe von 448 Dollar und Hongkong mit einem Betrag von 503 Dollar. Italien erhält Platz 6 mit einem Betrag von 517 Dollar pro Nase.

Unter den Top Five befindet sich Finnland auf dem fünften Platz, das eine Summe von 553 Dollar pro Spieler vorweist und der vierte Platz geht an Kanada, es verzeichnet pro Spieler einen Verlust von 568 Dollar. Rang 3 und 2 gehen an Irland mit einer Summe vom 588 Dollar und Singapur mit 1.174 Dollar je Nase.

Den größten Verlust je Spieler muss aber Australien verzeichnen, dieser liegt bei 1.288 Dollar, deshalb geht der erste Platz an Down Under. Die letzten Fünf auf dieser Liste kommen nicht überraschend, denn die beiden Länder haben sich als "Glücksspielliebhaber" einen Namen gemacht.

Dass Kanada auf dem vierten Platz landet, ist etwas Neues, denn das Land ist nicht dafür bekannt, dem Glücksspiel besonders zu frönen, wie es von den südeuropäischen Staaten und Skandinavien bekannt ist.

Der Unterschied von Bronze zu Silber fällt hoch aus, der Verlust beträgt fast das Zweifache. Inländische Casinos sind in Singapur noch nicht allzu lange etabliert, doch man möchte dieses Defizit, was Bakkarat und Automaten angeht, so schnell wie nur möglich ausgleichen.

Der Gewinner ist Australien, es ist das Land mit den meisten Spielerverlusten pro Kopf. Auf jeden erwachsenen Nutzer kam im letzten Jahr ein Spielverlust von rund 1.300 Dollar, doch dies kommt nicht überraschend. Die Bewohner des Landes mögen bekannterweise Pferdewetten, Spiele im Casino, Poker und Lotto und sie gehen diesem Hobby auch zu Genüge nach.

Der Markt des Online Glücksspiels erfährt momentan Veränderungen. In Italien dürfen Seiten für Online Poker auch Geldspiele bereitstellen und Griechenland möchte mithilfe der Strukturierung von virtuellem Poker und Online Casinos mehr Steuergelder in die Kassen bekommen.

Man wird sehen, ob diese Entwicklungen die kommende Rangliste der 10 Länder mit den höchsten Verlusten pro Spieler beeinflussen werden.