Hermann Pascha: Verdacht auf Steuerhinterziehung

Hermann Pascha: Verdacht auf Steuerhinterziehung

Der Pokerspieler mit seiner frauenfeindlichen Art, versteht es eine Show zu machen, sowohl am Pokertisch als auch sonst offensichtlich, denn es besteht hier der Verdacht der Steuerhinterziehung. Die Steuerbehörde scheint schon seit längerer Zeit diesen Verdacht zu haben, denn bereits im Frühling wurde Pascha für einen Tag inhaftiert. Offensichtlich hatte dieser Verdacht zu dem Zeitpunkt jedoch nicht bestätigt, wodurch der Pokerspieler danach auch wieder bei verschiedenen Pokerrunden zu sehen war.

Von der Bildfläche verschwunden

Seit es den internationalen Haftbefehl gibt, scheint Pascha abgetaucht zu sein. Offensichtlich weiß niemand, wo er sich aktuell aufhält, auch seine Anwälte konnte hierzu keine Informationen weitergeben. Die einzige Information, die die Anwälte von Pascha weitergeben konnten, war, dass sich Hermann Pascha stationär in ein Krankenhaus hat einweisen lassen, jedoch konnten sie diesbezüglich keine genaueren Informationen weitergeben. Das Handy des Gesuchten scheint abgestellt, sodass ihn auch bisher keiner erreichen konnte.

Der internationale Haftbefehl wurde ausgeschrieben, weil der Gesuchte sich nicht wie vereinbart zum entsprechenden Zeitpunkt in Augsburg gemeldet hat. Der Vorwurf der Steuerbeziehung dreht sich um einen Betrag in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Wie der Fall weitergehen wird, ist bisher nicht klar. Aktuell kann der Gesuchte nicht gefunden werden, daher bleibt es abzuwarten, ob die Behörden ihn ausfindig machen werden. An den Pokertischen wird man Pasche jedoch in den nächsten Tagen und Wochen wohl eher nicht sehen.

Das Aus für Spielautomaten Betrüger

Das Aus für Spielautomaten Betrüger

Doch diese Taktik blieb nicht unentdeckt. So sorgte eine bundesweite Razzia in insgesamt 125 Spielhallen und Wohnungen nun dafür, dass den Betrügern das Handwerk gelegt wurde. In allen 125 Etablissements und privaten Wohnungen wurde am Mittwochmorgen durch die Behörden zeitgleich zugeschlagen. Die Polizei stürmte die Einrichtungen und wurde durch schwer bewaffnete Spezialeinsatzkommandos unterstützt.

Es wurden Wohnungen und Etablissements in den Bundesländern Nordrhein-Westphalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen durchgeführt. Der Schlag der Ermittler ging eindeutig gegen die Spielhallen-Mafia. Schätzungen zu Folge sind die kriminellen Banden Schuld an einem Schaden in Millionenhöhe. Grund für die großangelegte Razzia, waren Ermittlungen, die im Vorfeld durch die Staatsanwaltschaft Essen und die Kripo des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen angestellt wurden. Es hatte anonyme Tipps gegeben, denen zu Folge professionelle Manipulation der Software von Geldgeräten in verschiedenen Etablissements vorgenommen wurde, um so die Gewinnausschüttung für die Betrüger positiv zu beeinflussen.

Betrug und Steuerhinterziehung

Die Mitglieder der kriminellen Banden müssen sich nun nicht nur wegen Betrug in den Spielhallen vor Gericht verantworten, auch ist die Rede davon, dass zahlreiche Betrüger jahrelang Steuern hinterzogen haben sollen. Die Razzia wurde hauptsächlich im Ruhrgebiet durchgeführt, wo nach den anonymen Tipps die Banden besonders aktiv sein sollten. Durch die Razzia konnten zahlreiche Beweismittel durch die Beamten sichergestellt und später gegen die Betrüger verwendet werden.

Steuerbetrug durch Manipulation an Spielautomaten

Steuerbetrug durch Manipulation an Spielautomaten

Der Kehler Spielcasino-Betreiber musste sich nun vor dem Offenburger Schöffengericht verantworten. Dieses verteilte den Betrüger zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe. Der Casinobetreiber ergaunerte sich mit seinem Trick insgesamt eine Summe in Höhe von 930.000 Euro, bei denen vor Gericht von Steuerhinterziehung die Rede war. Neben dem Betrug führte der Betreiber die Vergnügungssteuer im Gesamtwert von etwa 180.000 Euro nicht an die Stadt Kehl ab.

Jahrelang konnte der Spielcasino-Betreiber Geld aus den Spielautomaten abzweigen. Hierzu nutzte der Betrüger einen Adapter, sodass Centbeträge, die nicht weiter auffielen, illegal an den Betreiber gingen. Im Laufe der Jahre konnte der Betrüger sich damit eine große Summe ergaunern. Durch den Adapter konnte der 48-jährige Casinobesitzer beim Auslesen die Umsätze um 20 bis 30 Prozent verringern.

Auf diese Weise hielt der Geschäftsmann gegenüber dem Finanzamt die Einnahmen klein und konnte daher Gelder für sich zur Seite packen. Aufgeflogen war der millionenschwere Steuerbetrug durch Centbeträge. Bei einer Betriebsprüfung durch das Finanzamts Offenburgs wurde beim Sichten der Auslesestreifen festgestellt, dass ein Fehler vorliegen muss, denn hier wurde angegeben, dass die Spielautomaten 10-Cent-Beträge ausgeworfen hätten, obwohl die Automaten ausschließlich 20-Cent-Beträge und 2-Euro-Münzen auswerfen konnten.

Spielsucht und Druck verantwortlich für den Betrug

Nach Alarmierung der Steuerfahndung und Haus- und Geschäftsdurchsuchungen gestand der Kehler Casinobetreiber seinen Betrug und lieferte den Beamten den Adapter. Als Grund für seine Tat gab der Betrüger an, dass er von seinem Vermieter unter Druck gesetzt worden sei. Dieser hätte immer mehr Geld von ihm gefordert und den Druck durch Konkurrenz erhöht.

Er habe ihn regelrecht erpresst und Morddrohungen ausgesprochen, so der Angeklagte. Nach eigenen Angaben habe er sich einen Konkurrenzschutz für eine große Summe Bargeld erkauft, dennoch habe er die ganze Zeit unter enormen Druck gestanden. Dieser Druck und die eigene Spielsucht führten der Aussage des Angeklagten nach dazu, dass er die Tat beging.

Verdacht auf Steuerhinterziehung

Verdacht auf Steuerhinterziehung

Nun fällt der Verdacht auf den Profi-Fußballspieler Lionel Messi, der der Steuerhinterziehung beschuldigt wird. Schon Uli Hoeneß machte mit dem Thema Steuerhinterziehung Schlagzeilen, die nicht besonders positiv waren und nun scheint Messi hinterher zu rücken.

Bei der Steuerhinterziehung des Fußballspielers soll es den Gerüchten zu Folge um einen Betrag in Höhe von vier Millionen Euro gehen. Ob die spanischen Behörden mit ihrer Beschuldigung gegen Messi richtig liegen, bleibt vorerst noch abzuwarten, denn zu dem Fall wurde bisher noch kein offizielles Urteil gesprochen.

Bei den brisanten Steuererklärungen des Fußballers handelt es sich um Dokumente von seinem Vater und ihm, die in den Jahren 2006 und 2009 ausgestellt wurden. Der Superstar des FC Barcelona soll nach den Anschuldigungen der spanischen Staatsanwaltschaft Teile seines Millioneneinkommens über Unternehmen in Steuerparadiesen in Belize und Uruguay abgewickelt haben.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wurde die Aktion von Seiten des Vaters bereits vorbereitet, als Messi noch gar nichts über das Thema Steuerhinterziehung wusste. Sollte Messi verurteilt werden, könnten ihn schwere Strafen erwarten, denn für Steuerhinterziehung in Europa bekommen die Angeklagten bis zu sechs Jahren Haft und eine Geldstrafe in doppelter und dreifacher Höhe des eigentlichen Betrages, um den es bei der Steuerhinterziehung ging.

über ein soziales Netzwerk macht der Fußballstar deutlich, dass er selbst von einer Anklage bisher noch nichts weiß und dass er sich auch in Bezug auf das Steuersystem rechtmäßig verhalten habe. Er habe einen Steuerberater, der diese Angelegenheiten für ihn regele und auf dessen Wort habe er sich verlassen.

Illegales Glücksspiel, Kriminalität und Machtlosigkeit

Illegales Glücksspiel, Kriminalität und Machtlosigkeit

Viele Gastronome nutzen die Gelegenheit und stellen Spielautomaten auf, um Geldwäsche oder Steuerhinterziehung zu betreiben.

Für die organisierte Kriminalität bietet Deutschland gute Voraussetzungen, um über das Glücksspiel an Geld zu gelangen. Weder die Polizei, noch die Staatsanwälte und Richter haben in manchen Bereichen die Möglichkeit das illegale Glücksspiel zu stoppen, da zu große Rechtslücken bestehen.

Als Beispiel für die Machtlosigkeit in dieser Hinsicht gibt die Kriminalhauptkommissarin Meike Lukat im Gesundheitsausschuss des Bundestages an, dass in 2011 in Düsseldorf keine Verfahren gegen illegales Glücksspiel eingeleitet wurden und auch bestehende Verfahren ins Nichts liefen und die Angeklagten freigesprochen wurden.

Düsseldorf ist in Bezug hierauf nur ein Beispiel, denn auch in anderen Städten sieht es in Bezug auf das illegale Glücksspiel ähnlich aus. Als Begründung für diese Machtlosigkeit wird das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) von 2010 gesehen. Nach diesem wurde das staatliche Glücksspielmonopol in Deutschland aufgehoben und die Liberalisierung von Seiten des EuGH gefordert.

Bis jetzt befindet man sich in Deutschland jedoch in einer Art Grauzone, da in Bezug auf die Regulierung und die Liberalisierung noch keine bindenden Entscheidungen getroffen wurden und die Diskussionen rund um den ausstehenden Glücksspielstaatsvertrag weiterhin anhalten. Derzeit sind die Länder für die Bereiche Sportwetten und Lotterien zuständig, während die Automatenspiele in den Zuständigkeitsbereich des Bundes fallen.

Der Glücksspielstaatsvertrag soll bereits im Juli verabschiedet werden, doch viele Experten der Branche glauben nicht an eine Einigung bis zu diesem Zeitpunkt. Schleswig-Holstein bleibt weiterhin bei dem Alleingang und dem damit verbundenen eigenen Glücksspielgesetz, welches das Glücksspiel komplett legalisiert hat in dem nordischen Bundesland.

Neben der Uneinigkeit zwischen den Ländern und den Ministerpräsidenten glauben viele Experten der Branche nicht, dass der derzeitige Gesetzesentwurf für den änderungsvertrag bei dem Europäischen Gerichtshof auf Gefallen stoßen wird.

Nachdem bereits der erste Entwurf von Seiten der EU-Kommission abgelehnt wurde und diese die Ministerpräsidenten auf die nötigen Änderungen hingewiesen hatte, ist es umso verwunderlicher, dass der aktuelle Entwurf sich kaum von dem vorherigen unterscheidet und fast nichts verändert wurde.

Nicht nur die EU-Kommission zweifelt an dem Gesetzesentwurf, sondern auch private Anbieter der Glücksspielbranche und Experten aus dem Bereich Glücksspiel sehen, dass die Liberalisierung in dem Entwurf nicht ausreichend umgesetzt wurde und am Ende wahrscheinlich nicht vor dem EuGH durchkommen wird.