Erfundene Forderungen zu offenen Beitragszahlungen

In der heutigen Zeit ist es fast schon keine Seltenheit mehr, dass Firmen und Privatpersonen Mails und Briefe mit Forderungen erhalten. Oftmals können sich die Empfänger nicht einmal daran erinnern, jemals mit dem Versender der Nachricht in Kontakt gewesen zu sein oder eine Leistung erhalten zu haben. Ähnlich geht es aktuell zahlreichen Empfängern von Briefen der „Deutsch-Europäische Collections Group“ (DE-C). Das Unternehmen mit Sitz in Aachen hat in den letzten Wochen zahlreiche Briefe versendet, in denen das Unternehmen im Namen des „Fachverbandes der Lotterie und Glückspielanbieter“ offene Beitragszahlungen fordert.

Was die Forderung beinhaltet:

  • Forderung der DE-C im Namen des „Fachverbandes der Lotterie und Glückspielanbieter“ nach offenen Beitragszahlungen
  • 795,00 Euro samt Mahnkosten und vorgerichtlicher Inkassokosten
  • bei Überweisung innerhalb von drei Tagen schrumpft der Betrag auf 315 Euro
  • Überweisung des Betrags auf ein bulgarisches Konto
  • bei Nicht-Zahlung angedrohte Folgen wie gerichtliches Mahnverfahren und Schufa-Eintrag

Rat von der Verbraucherzentrale

In Fällen wie diesen rät die Verbraucherzentrale eindeutig davon ab, Zahlungen zu leisten. Zahlungen seien nur dann zu leisten, wenn ein rechtsgültiger Vertrag geschlossen wurde. Sollte kein Vertrag geschlossen worden sein, so wird angeraten, der entsprechenden Forderung zu wiedersprechen. Der Wiederspruch muss zeitnah und nachweisbar erfolgen, denn auch wenn die Forderung unberechtigt ist, so kann eine Eintragung bei Auskunfteien wie der Schufa oder Infoscore die Folge sein. Auch eine Strafanzeige bei der Polizei wird angeraten, um sich selbst abzusichern. Bei Unsicherheit des Empfängers, ist es sinnvoll, wenn man sich die Forderung durch Nachweise belegen lässt. Beratungsstellen können in solchen Situationen helfend zur Seite stehen.

Cyber-Coup gegen Bangladeschs Zentralbank

Cyber-Coup gegen Bangladeschs Zentralbank

Die Bank hatte noch Glück, denn eigentlich war der Raub einer weit höheren Summe geplant, was jedoch zum Glück für die Bank nicht klappte, da den Cyber-Dieben ein Fehler unterlaufen war. Neben der Beute in Höhe von 81 Millionen Dollar erreichten die Hacker weitere Folgen, denn der Chef der Zentralbank, Atiur Rahman, verlor seinen Job und zwei Mitarbeiter des Chefs mussten nach dem Überfall ebenfalls den Job aufgeben.

Was passiert ist:

– unbekannte Hacker erbeuteten Millionen von einem Konto der Zentralbank von Bangladesch bei der US-Notenbank Fed

– die Sicherheitssysteme der Notenbank in Bangladesch wurden geknackt

– Hacker gelangten an die Zahlungsdaten für Überweisungen

– bdie US-Notenbank (Fed) in New York wurde zu einer Vielzahl von Transaktionen angewiesen

– etwa 30 Millionen Dollar wurden in bar an einen Chinesen in Manila ausgezahlt

– circa 50 Millionen Dollar wurden zwischen einem Casino und einer philippinischen Glücksspielfirma aufgeteilt

Von Seiten der Anti-Geldwäsche-Behörde auf den Philippinen wurde nun Strafanzeige gestellt. Diese richtet sich gegen einen Bankmanager der Rizal Commercial Banking Corp. (RCBC) und vier weitere Männer. Grund für diese Anzeige ist die Tatsache, dass das Geld auf RCBC Konten gelagert haben soll und der Manager die Erlaubnis erteilt haben soll, dass die mutmaßlichen Täter dieses abheben können.

Den Hackern unterlief ein Fehler

Trotzdem es sich bei der erbeuteten Summe in Höhe von 81 Millionen Dollar um sehr viel Geld handelt, so hatte die Bank noch Glück, denn eigentlich plante die Cyber-Crew den Diebstahl einer weit höheren Summe. Die Hacker wollten eigentlich weitere 850 bis 870 Millionen Dollar erbeuten und auf ein Konto einer Stiftung in Sri Lanka überweisen. Bei der Überweisung machte einer der Räuber jedoch einen Tippfehler, welcher dazu führte, dass die Überweisung von Seiten der Zentralbank Bangladesch gestoppt wurde.

Migros zahlt Strafen wegen größerer Gewinnchancen

Migros zahlt Strafen wegen größerer Gewinnchancen

In Zürich gab es die Option, über die Gewinnspiele "Mega Win" und "Die Lose sind los!" Lose zu kaufen, durch die die Spieler eine höhere Gewinnchance hatten. Aufgrund der Verbindung zum Glücksspiel-Einsatz ist hier ganz klar festzustellen, dass dies gegen das Lotteriegesetz verstößt und daher streng geahndet werden muss. Glücksspiele dieser Art müssen erst bewilligt werden. Da hier jedoch keine Erlaubnis vorlag, war das Veranstalten dieser Games illegal.

Gegen Migros wurde von Seiten der Lotterie- und Wettmarkt-Aufsichtsbehörde Comlot Strafanzeige gestellt. Die Bussen, die Migros nun zu erbringen hat, wurden akzeptiert und sollen auch schnellstmöglich beglichen werden, so lautet eine Aussage von Seiten Migros. Viele Spieler werden sich fragen, warum dieser Fall geahndet wird, obwohl das Gewinnspiel für die Gamer kostenlos war. Von Seiten des Statthalteramtes wird deutlich gemacht, dass durch die höhere Gewinnchance im Falle dieses Glücksspiels nicht die gleichen Chancen vorherrschten und daher gegen das Lotteriegesetz verstoßen wurde.

Für Migros war die Aktion gleichzeitig offenkundig eine Werbemaßnahme, denn durch das Sticker-Sammeln, durch welche man einfach an der Lotterie teilnehmen konnte, kauften die Leute mehr Migros Produkte, um auf diese Art und Weise an dem Gewinnspiel teilzunehmen. Wer mehr Produkte kaufte, hatte höhere Gewinnchancen, da mehr Sticker. Für Migros ging die Werbeaktion damit wohl nach hinten los, denn der Anbieter muss nun mit Geldstrafen für beide Gewinnspiele in Höhe von jeweils vierstelligen Beträgen rechnen.