Soziale Wahrnehmung über das Glücksspiel in Spanien 2016

Soziale Wahrnehmung über das Glücksspiel in Spanien 2016

Diese Spieler machen zwei Prozent der Bevölkerung aus und sind im Alter zwischen 18 und 75 Jahren. Die Studie wurde gemeinschaftlich vom Institut für Politik und Staatsführung der Universität Carlos III. in Madrid und der Stiftung Codere erstellt.

Erkenntnisse der Studie:

– Anstieg der Sportwetten im vergangenen Jahr

– Sportwetten als größter Anteil der Internet-Glücksspiele

– Zuwächse bei den "Slot Machines"

– Rückgänge bei Bingo und Poker

Neben den Interessen, die sich bei den Spielern immer wieder verschieben, hat sich auch die Zielgruppe ein wenig gewandelt. Die Studie hat ergeben, dass der typische Online-Glücksspieler männlich ist, unter 35 Jahre alt und aus der Mittelschicht stammt. Die Spielsucht stellt eine Gefahr für alle Spieler dar, allerdings ergab die Studie außerdem, dass vor allem die Spieler unter 25 Jahren hier am gefährdetsten sind.

Studie: Die Süchte der Jugend

Studie: Die Süchte der Jugend

In den letzten Jahren befand sich hierbei die Zigarettensucht auf Platz Eins, doch nun wird diese durch die Glücksspielsucht abgelöst, wie eine aktuelle Studie aufzeigt. Bei der Delmenhorster Schülerstudie des &qout;Aktionsbündnisses Riskanter Konsum &qout; ist im Ergebnis herausgekommen, dass die Jugendlichen der Stadt weniger rauchen und Alkohol trinken, ein Erfolg also in diesem Bereich. Es gibt jedoch auch ein Aber, denn die Sportwetten erfreuen sich in der Region offensichtlich zunehmender Beliebtheit.

Bei der Delmenhorster Studie wurden insgesamt 1904 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren befragt. In jedem zweiten Jahr wird die Studie erhoben, dies passiert in Zusammenarbeit mit der Realschule an der Lilienstraße, der IGS Delmenhorst, der BBS II, dem Josef-Hospital Delmenhorst, der Delmenhorster Jugendhilfestiftung, der Drogenberatungsstelle Drob und der Hochschule Emden-Leer.

Studienergebnisse im Überblick:

– ein Drittel der Jugendlichen trinkt Alkohol

– erste Berührung mit Alkohol im Durchschnitt im Alter von 14 Jahren

– Anteil der Jugendlichen, die mit 17 Jahren noch nie getrunken haben, ist von 24,1 Prozent im Jahr 2012 auf jetzt 41,8 Prozent gestiegen

– mehr Jugendliche können sich heute vorstellen, eine Party ohne Alkohol zu feiern

– täglicher Tabakkonsum bei Jugendlichen ist stark abgesunken

– das durchschnittliche Einstiegsalter beim Rauchen liegt bei 12,9 Jahren

Problematischer Internetkonsum

Während die Ergebnisse in Bezug auf Rauchen und Alkoholkonsum sehr erfreulich sind, steigt das Interesse für Online Glücksspiel bei den Jugendlichen stark an. Hier ist jedoch vor der direkten Glücksspielsucht auch erst einmal die Rede von einem problematischen Internetkonsum. Während bei den jungen Mädchen soziale Plattformen besonders beliebt sind, interessieren sich die Jungs vermehrt für Computerspiele und seit den vergangenen Jahren vor allem auch für Sportwetten.

Doch hier ist heute nicht mehr nur von Interesse die Rede, viele der Jugendlichen setzen im Monat mehrfach Geld für Sportwetten oder Spielautomaten ein. Suchtexperten warnen vor der aufkeimenden Sucht bei Jugendlichen und auch vor den Gefahren der Spielsucht. Fest steht, dass Prävention in diesem Bereich in diesen Tagen mehr und mehr zum Thema wird.

Glücksspielteilnahme in Deutschland weiterhin rückläufig

Glücksspielteilnahme in Deutschland weiterhin rückläufig

Mit den Ergebnissen bestätigt sich ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren abzeichnete: die Glücksspielteilnahme in Deutschland ist insgesamt weiterhin rückläufig. Die Studie zur Verbreitung von Glücksspielen und damit assoziierten Problemen in Deutschland wird von Seiten der BZgA in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lotto- und Totoblock (DLTB) alle zwei Jahre erhoben.

Ergebnisse im Überblick:

– 40,2 Prozent der Befragten nahmen in den letzten 12 Monaten an einem Glücksspiel teil (zuvor 37,3 Prozent)

– Teilnahme an LOTTO 6aus49 heute 22,7 Prozent (zuvor 25,2 Prozent)

– Abnahme des Spielens an Geldspielgeräten (2015: 2,6 Prozent, zuvor 3,7 Prozent)

– Teilnahme von Jugendlichen an gewerblichem Glücksspiel ist gesunken (2015: 14,6 Prozent, zuvor 15,8 Prozent)

– Zunahme der Teilnahme an illegalen Sportwetten bei unter 18- bis 20-jährigen Männern (2015:12,8 Prozent, zuvor 5,7 Prozent)

Drohende Gefahr der Spielsucht

In Verbindung mit dem Glücksspiel ist die Spielsucht schon immer ein Thema. Die aktuellen Studienergebnisse zeigen, dass vor allem junge Männer in Deutschland weiterhin gefährdet sind. Generell ist festzustellen, dass Männer häufiger von problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten betroffen sind als Frauen. Es betrifft nach den Auswertungen der Ergebnisse vor allem junge Männer unter 25 Jahren mit Migrationshintergrund, die über einen niedrigen Bildungsstatus verfügen. Besonders beliebt bei dieser Spielergruppe sind nach neustem Stand auch heute noch die Geldspielautomaten und die Sportwetten.

Studie: Wie beliebt ist das Glücksspiel tatsächlich?

Studie: Wie beliebt ist das Glücksspiel tatsächlich?

Besonders durch die Vielfältigkeit der Angebote ist es interessant, mit Hilfe einer Studie zu ermitteln, wie viele Menschen tatsächlich an Glücksspiel teilnehmen. Darüber hinaus gilt es zu beleuchten, welche Glücksspiele sich bei den befragten Personen besonderer Beliebtheit erfreuen. Von Seiten des DSbV Deutscher Spielbankenverband e.V. wurde nun eine Studie genau zu diesem Thema veröffentlicht, mit folgenden ausschlaggebenden Ergebnissen:

– im Jahr 2013 haben 15,5 Prozent der Befragten im Alter bis 65 Jahre das Angebot einer Spielbank genutzt, im Jahr 2014 16,1 Prozent

– Akzeptanz der Spielbank bei 36-45-Jährigen am höchsten, danach folgen die Altersgruppen 56-65 und 46-55 Jahre

– Bewertung des Großen Spiels zwischen 2014 und 2015 um 0,9 Prozent gesteigert

– Bewertung des Automatenspiels gleichbleibend bei 6,9 bzw. 7 Prozent

– Das Online-Spiel hat seine Höchstwerte in der Gruppe der 26 bis 35-Jährigen

In der Auswertung bedeutet dies, dass vor allem junge Menschen sich eher der digitalen Welt und damit dem Online Glücksspiel hingezogen fühlen. Auch wenn bei den älteren Gruppen Personen dabei sind, die durchaus ein digitales Verständnis vorweisen können, so scheinen diese die gehobene Unterhaltung, das zuverlässige legale Spiel und den garantierten Spielerschutz in den traditionellen Spielbanken zu bevorzugen.

Handyapp zur Prävention von Spielsucht

Handyapp zur Prävention von Spielsucht

Mit der Unterstützung von Lotto Baden-Württemberg und Experten der südbadischen Villa Schöpflin wurden ein neues Programm und eine neue App entwickelt, die bei der Präventionsarbeit, vor allem bei Jugendlichen und jungen Männern, helfen sollen.

Zielgruppe für das neue Programm und die neue App sind Spieler männlichen Geschlechts, mit einem geringen Bildungsstand, einem niedrigen sozial-ökonomischen Status, Erwerbslosigkeit und/oder Migrationshintergrund. Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) haben in den vergangenen Jahren ergeben, dass immer mehr Spieler dieser Zielgruppe der Spielsucht verfallen. Mit dem Programm und der App wird die Zielgruppe direkt angesprochen. Beides ist unter dem Namen &qout;Joker&qout; bekannt.

Was bietet das Projekt "Joker"?

– App gibt Impulse zur Information und Motivation des Benutzers

– stellt ein selbst gewähltes Einsatzlimit zur Selbstkontrolle dar

– vermittelt Wissen über gewerbliches Glücksspiel und Formen der Glücksspielsucht

– zeigt Lösungswege aus risikoreichem, problematischem oder pathologischem Glücksspiel auf

– soll zur Selbstreflexion anregen

– kann in Unterrichtsmodulen vorgestellt werden

– kann auch unabhängig von Fachkräften auf dem Smartphone installiert und genutzt werden

– ist bisher das einzige bekannte selektive Präventionsprojekt von pathologischem Spielverhalten in Deutschland

Die Entwicklung von Programm und App ist bereits abgeschlossen, im Jahr 2015 wurde eine erfolgreiche Pilotphase durchgeführt. Als nächste Phase steht die Modellphase bevor und wenn auch diese erfolgreich abgeschlossen werden kann, dann soll &qout;Joker&qout; bundesweit verbreitet werden.