Stuttgart ist vorsichtig mit Spielhallenschließungen

Stuttgart ist vorsichtig mit Spielhallenschließungen

Ein Sprichwort besagt „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Vielleicht trifft dieses Sprichwort auch im Zusammenhang mit Spielhallenschließungen zu. In Stuttgart will man die Umsetzung der Spielhallen- und Ausführungsgesetze vorsichtig angehen. Der Grund dafür?

Es besteht die Angst, dass die Städte und Gemeinden der Region finanziell für die Gesetzgebung aufkommen müssen, wenn die nächsten Schritte nicht gut überlegt eingeleitet werden. Aus diesem Grund werden die nächsten Schritte mit Bedacht und vor allem langsam durchgeführt. Für die Spielhallen in der Region bedeutet dies vorerst Sicherheit, wie lange diese Sicherheit anhalten wird, ist allerdings noch unklar.

Erwartete Folgen bei Schließungen von Spielhallen:

  • Klagen von Seiten der Betreiber
  • Prozesskosten für die Städte und Kommunen
  • möglicherweise Schadenersatz

Generell wird deutlich, dass die drohenden Folgen, resultierend aus der Gesetzgebung, vor allem hohe Kosten für Kommunen und Städte mit sich bringen könnten. Diese Kosten sind vielleicht sogar nicht tragbar für die Städte und Kommunen. Aus diesem Grund hat man in Stuttgart, der baden-württembergischen Hauptstadt, entschieden es langsam anzugehen. Bevor die nächsten Schritte umgesetzt werden wollen, will die Stadt das Risiko besser kalkulieren können. Daher ist hier besondere Vorsicht geboten.

121 Spielhallen sind betroffen

In Stuttgart gibt es aktuell 121 Spielhallen. Nach der aktuellen Gesetzgebung müssten Schätzungen zu Folge etwa die Hälfte der Spielhallen geschlossen werden. Bei eventuell folgenden Prozessen und möglichen Schadensersatzansprüchen ist das Risiko für die Stadt besonders hoch und vor allem schwer zu kalkulieren. Geplant ist es den Vollzug bis zum letztinstanzlichen Urteil heraus zu zögern.

Verdacht auf illegales Glücksspiel bestätigt

Verdacht auf illegales Glücksspiel bestätigt

In Stuttgart sorgt bereits seit 2015 ein Fall für Aufsehen bei der Polizei. Die Behörden ermitteln schon seit dieser Zeit gegen einige Personen, bei denen Verdacht auf das Angebot von illegalem Glücksspiel besteht. Nach einigen Durchsuchungen wurden nun Gelder beschlagnahmt und insgesamt fünf Männer festgenommen.

Tatbestand in Stuttgart:

  • Ermittlungen der Polizei wegen Verdachts auf illegales Glücksspiel seit 2015
  • Durchsuchungen in Stuttgart, Leonberg und Nürtingen
  • Festnahme von fünf Männern
  • Beschlagnahmung von rund 170.000 Euro

Aufgrund der Ermittlungen, die wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel seit 2015 erfolgten, wurden vor wenigen Tagen fünf Gaststätten und drei Wohnungen durchsucht. Bei den Razzien konnte nicht nur sehr viel Bargeld beschlagnahmt werden, welches mutmaßliches Wettgeld ist. Auch wurden fünf verdächtige Männer festgenommen, denen eine Beteiligung an illegalen Wettgeschäften unterstellt wird. Die Verdächtigen sitzen aktuell in Untersuchungshaft.

In diesem Fall bei dem Verdacht auf illegales Glücksspiel scheinen die Ermittlungen nun erfolgreich gewesen zu sein. Leider kann nicht in jedem Fall von Erfolg gesprochen werden. Das illegale Glücksspiel ist weit verbreitet und auch wenn es oft anonyme Hinweise gibt und die Behörden illegales Glücksspiel vermuten, so kommt es nicht in jedem Fall zu einer Aufdeckung. Den fünf Festgenommenen wird nun ein Prozess bevorstehen.

Ist Online Glücksspiel bald legal?

Ist Online Glücksspiel bald legal?

Der Chef des Deutschen Spielbankenverbandes (DSBV), Otto Wulferding, hat diesbezüglich eine ganz andere Idee: staatlich reguliertes Online Glücksspiel von den Spielbanken. Wieso sollten die traditionellen Spielbanken den Schritt nicht wagen und ihr Angebot in Zukunft auch online präsentieren?

Der Chef der baden-württembergischen Spielbankengesellschaft in Stuttgart ist überzeugt davon, dass ein staatlich reguliertes Online Glücksspielangebot durch die Spielbanken dafür sorgen würde, dass das Angebot fair und kontrolliert sein würde. Einhergehend damit könnte auch die Suchtprävention gewährleistet werden und der Spielerschutz sei eines der obersten Ziele. Auf diesem Weg könnten nahezu alle Voraussetzungen erfüllt werden, die von den privaten Online Anbietern aktuell nicht immer berücksichtigt werden. Auf diesem Weg könnte man der Nachfrage entgegen kommen und würde gleichzeitig gegen die illegalen Anbieter vorgehen.

Auflösung der aktuellen Lage

Mit diesem Schritt könnte der aktuelle Wildwuchs der Online Angebote aufgehalten werden. Online Glücksspiel ist in Deutschland nicht legal, aber auch nicht wirklich illegal. Zahlreiche ausländische Anbieter präsentieren ihr Angebot in einer Grauzone. Dies kann durch den Staat nicht kontrolliert werden, gleichzeitig kann der Staat davon auch nicht profitieren, da die ausländischen Anbieter im Inland keine Steuern zahlen.

Glücksspiel in Baden-Württemberg

Glücksspiel in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es drei Spielbanken: Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz. In den Spielbanken gibt es in der heutigen Zeit nicht mehr nur noch Glücksspiel, sondern ein viel modernes und umfassenderes Angebot, zu dem Shows, Unterhaltung und gastronomische Highlights zählen.

Besucherzahlen der baden-württembergischen Spielbanken:

– Stuttgart: 285 000 Besucher

– Baden-Baden: 206 000

– Konstanz: 99 000

Die Spielbanken spielen nicht nur Gewinne für die Besucher aus, sondern bieten auch Einnahmen für das Land. Das Land nahm insgesamt 78,31 Millionen Euro durch die Spielbanken ein. Nachdem es einige Jahre für die Spielbanken in Deutschland sehr schwierig war, stieg der Bruttospielertrag der baden-württembergischen Spielbanken von 2014 zu 2015 um 13,68 Prozent an.

Die meisten Einnahmen wurden durch das Automatenspiel generiert, ein Drittel der Umsätze stammt aus den Einnahmen aus dem klassischen Glücksspiel. Der Trend geht nach oben, wodurch die Hoffnung besteht, dass die neuen Konzepte der Spielbanken tatsächlich Wirkung zeigen und die Spieler weiterhin interessiert sind an dem klassischen und legalen Glücksspiel.

Pächterwechsel in der Gastronomie der Spielbank Stuttgart

Pächterwechsel in der Gastronomie der Spielbank Stuttgart

Nun hat öxle, dem der Dank der Baden-Württembergischen Spielbanken gebührt, seine Tätigkeit abgegeben und die Möglichkeit den Pachtvertrag zu übernehmen, wurde europaweit ausgeschrieben. Hier hat sich nun bereits ein Betreiber für die gastronomischen Einrichtungen der Spielbank Stuttgart gefunden: die Schräglage GmbH.

Woher die Schräglage GmbH bereits bekannt ist:

– Club Schräglage

– das Restaurant Schräglage Meals & More

– die Bewirtschaftung im GAZI-Stadion der Stuttgarter Kickers

– die Vereinsgaststätte Eintracht auf der Stuttgarter Waldau

– Event- und Catering-Bereich im Raum Stuttgart

Das Unternehmen ist bereits seit 2006 in diesem Bereich aktiv und hat sich nun mit dem eigenen Konzept für die Bewirtschaftung der Stuttgarter Spielbank durchgesetzt. Bereits seit dem 1. Dezember 2015 hat das Unternehmen die Bewirtung im Spielbank-Club Grace übernommen und ab dem 15. Dezember 2015 wird auch die Gastronomie in der Spielbank durch die Schräglage GmbH durchgeführt. Zur Einstimmung in das Konzept und Angebot des gastronomischen Unternehmens, wird durch die Schräglage GmbH als erste große Veranstaltung die Silvesterparty der Spielbank organisiert. Dies ist ein guter Start in die zukünftige Zusammenarbeit, so die Unternehmer. Auch der passende Sound wird durch das Schräglage Team organisiert und bereitgestellt.

Konzept der Schräglage GmbH

Das gastronomische Konzept der Schräglage GmbH sieht ein anderes Angebot vor als bisher. Es wird einige Veränderungen geben, dazu gehört auch der neue Name des Bistros in der Spielbank, welcher "Joyce" sein wird. Ziel des Unternehmens ist es jedem Gast das passende, gastronomische Angebot zu präsentieren. Angefangen mit Snacks bis hin zu einem edlen Menü soll jeder Gästewunsch erfüllt werden. Ein junges, frisches Konzept soll für Modernität in den gastronomischen Einrichtungen der Spielbank sorgen.

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