Ratgeber – Der Weg aus der Spielsucht

Ratgeber – Der Weg aus der Spielsucht

Jeder Spieler sollte sich über die Gefahr des Glücksspiels bewusst sein und sich nicht erst, wenn es zu spät ist, über die Gefahren und Hilfsangebote im Bereich der Spielsucht informieren. Hier gibt es drei Buchempfehlungen, die sowohl Betroffene, als auch Freunde und Familie von Betroffenen oder Interessierte in jedem Fall lesen sollten:

M. TroJan gilt als bekannter Autor von Motivationsratgebern, die gerne einmal als Spiegel der Gesellschaft bezeichnet werden. Auch im Bereich des Glücksspiels hat der Autor einige erfolgreiche Ratgeber herausgebracht. Der Autor ist bekannt und beliebt für seine direkte und ehrliche Schreibweise und durch diese und die ungeschönten und unerbittlichen Texte unterscheidet TroJan sich stark von anderen Ratgeberautoren.

Spielautomatensucht – Der Weg des Spielers: In diesem Buch geht es um den aktuell anhaltenden Glücksspielboom und eine Glücksspielindustrie, die es schafft, durch immer neuere und spannendere Glücksspielangebote Spieler in die Spielsucht zu treiben. Nicht nur die zahlreichen Spielvarianten sind hierbei nach Angabe des Autors besonders verlockend für die Spieler, sondern vor allem auch die Tatsache, dass jederzeit und überall gespielt werden kann. Das Buch macht deutlich, dass die Spielsucht gerade im Bereich der Automatenindustrie rasant verbreitet hat und den Spielern werden hier Tipps geliefert, wie sie es schaffen aus den Fängen der Spielsucht zu entkommen. Das E-Book gibt es über google books schon ab 6 Euro.

Spielst du noch, oder verlierst du schon?: Dieses Buch ist ein Appell an die Spieler. Mit dem direkten Schreibstil versucht der Autor hier noch intensiver direkt zu den Spielern durchzudringen. Die Suchtproblematik wird hier von Seiten des Autors deutlich dargestellt und soll dem Leser klarmachen, dass er betroffen ist und wie er einen Weg aus der Sucht herausfinden kann. Der Spielsucht-Ratgeber ist sowohl für Spieler als auch Angehörige zu empfehlen.

Unversucht: Ratgeber für ein Leben ohne Automatenspielsucht: Auch in diesem Buch geht es dem Autor darum, den Spieler direkt anzusprechen, diesen auf die mögliche Sucht oder die Suchtgefahr aufmerksam zu machen und dem Spieler mit diesem Buch aus der Automatenspielsucht herauszuhelfen. Der Ratgeber soll den Spielern dabei helfen, der Sucht endgültig den Rücken zuzuwenden.

Hilfe bei Spielsucht

Hilfe bei Spielsucht

Auch ein Verlust nimmt den Spielern die Hoffnung auf den Gewinn nicht, weil es ja beim nächsten Mal klappen könnte. Doch meist klappt es nicht und am Ende ist das Geld alle und die pathologischen Spieler sehen sich dem eigenen Existenzminimum gegenüber. Die Spielsucht kann schlimme Folgen mit sich bringen, bis hin zu Kriminalität und daher gibt es viele Hilfsangebote, die für die pathologischen Spieler zur Verfügung gestellt werden.

Wenn ein Freund oder Bekannter der krankhaften Spielsucht verfallen ist, dann ist klar, dass das soziale Umfeld dem Betroffenen gerne helfen möchte. Viele unterstützen den Spieler mit finanziellen Mitteln, wovon jedoch dringend abgeraten wird. Bei krankhaften Spielern ist Geld ein großes Thema und auch wenn die Spieler kein Geld mehr haben, um zu spielen, so beginnen sie sich Geld zu leihen und sich hoch zu verschulden. Viele Suchtberatungsstellen arbeiten daher eng mit Schuldnerberatungen zusammen, um den pathologischen Spielern so auf allen Ebenen helfen zu können.

Die Spielsucht ist sehr weit verbreitet, auch wenn bisher nur wenige pathologische Spieler die Hilfsangebote der Institutionen tatsächlich annehmen. Etwa 80% der Spielsüchtigen sind Automatenspieler, aber auch andere Glücksspielvarianten, wie beispielsweise Roulette, können die Spieler in die krankhafte Sucht treiben. Neben dem Geldverlust und der Verschuldung, die bei pathologischen Spielern meist sehr schnell eintreten, verlieren viele der krankhaften Spieler ihren Arbeitsplatz und wenden sich mehr und mehr von dem eigenen sozialen Umfeld ab.

Die Spieler selber können sich an entsprechende Suchtberatungsstellen wenden, bei vielen Stellen haben aber auch die Angehörigen die Möglichkeit, um Rat zu fragen. Durch die Zusammenarbeit mit den Schuldnerberatungen soll nicht nur die Spielsucht abgebaut werden, sondern auch der Schuldenberg soll reduziert werden, damit die Spieler wieder die Möglichkeit haben, in ein ganz normales Leben einzusteigen.

Das Ausmaß der Spielsucht

Das Ausmaß der Spielsucht

Welchem Glücksspiel dabei nachgegangen wird spielt keine Rolle, egal ob Pferdewette, Sportwette, Automatenspiel oder Tischspiele im Casino, mit der gleichen Intention dahinter verfallen Spieler sehr schnell der Spielsucht. Forscher haben sich bereits mehrfach mit dieser Thematik auseinander gesetzt und erforschen durch unterschiedliche Versuche, warum die Spieler tatsächlich zum Spielen angetrieben werden.

Der größte Faktor beim Glücksspiel ist laut Forschern die Unterhaltung und der Spaß. Glücksspiel begeistert die Menschen, aufgrund des hohen Spaßfaktors. Die zusätzliche Gewinnmöglichkeit ist für viele Spieler nur ein weiterer Anreiz. Durch die Präsenz des Glücksspiels in den Medien, zum Beispiel die Lottoschlagzeilen in Bezug auf Millionenjackpots, werden die Spieler zusätzlich animiert dem Vergnügen nachzugehen. Bei jeder Sucht ist das Problem, dass die Spieler dem Drang nachgehen und einfach zu viel wollen. Wer zu viel will, zu viel spielt, zu viel trinkt oder zu viel raucht ist bereits in einem Anfangsstadium der Sucht oder sogar bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Es gibt auch beim Glücksspiel Parallelen zu anderen Süchten, wie beispielsweise der Alkoholsucht. Beim Glücksspiel stellt sich den Forschern doch immer wieder die Frage, warum manche Spieler problemlos mit dem Spielen aufhören können und das Spielen bei anderen ein pathologisches Ausmaß erhält.

Die Spielsucht kann für die Betroffenen gravierende Folgen haben, wie zum Beispiel hohe Schulden, Probleme mit sozialen Kontakten, Probleme innerhalb der Familie, kriminelle Machenschaften und manchmal sogar bis hin zum kompletten Existenzverlust. Während es nach Statistiken viele spielsüchtige Menschen gibt, fehlt es an entsprechenden Suchtberatungsstellen.

Sehen und gesehen werden

Sehen und gesehen werden

Während es früher bei dem Besuch in der Spielbank hauptsächlich um Geld ging, die Spieler also einen Spielbankbesuch unternahmen, um danach mit einem dicken Geldbündel das Etablissement zu verlassen, so gibt es heute andere Gründe für einen Besuch in einem Glücksspielhaus. Ein gutes Beispiel für den Wandel der Zeit ist die bekannte Spielbank Bad Homburg.

Mit dem Beginn des digitalen Zeitalters kamen auch in Bad Homburg die ängste und Befürchtungen auf, dass die Casinos damit untergehen könnten. Die digitalen Angebote in Form von Online Casinos und Apps fürs Smartphone wurden zuerst als Konkurrenz gesehen, doch diese Annahme stellte sich als Trugschluss heraus. Die digitalen Apps sind lediglich eine Art Testfeld, bevor der richtige Gang ins Casino tatsächlich gewagt wird. Gleichzeitig ist jedoch auch die Welt innerhalb der Spielbanken im Laufe der Jahre digitaler geworden. Auch im Casino Bad Homburg wurde angebaut, um mehr Spielautomaten im Casino zu integrieren. Nun wird vor Ort ein guter Mix aus digitalem Glücksspiel und traditionellen Tischspielen angeboten.

Weitere Veränderungen sind vor allem auch an dem Verhalten der Spieler zu bemerken. Die Menschen sind innerhalb der Spielbank im Laufe der Zeit kommunikativer geworden. Gerade bei den traditionellen Tischspielen suchen die Spieler Kontakt zu anderen Menschen und besuchen das Casino vielleicht sogar, um Unterhaltung zu erfahren und anderen Menschen zu begegnen. Früher wäre die Störung der Konzentration durch Smalltalk an den Automaten oder an den Tischen für manche Spieler nahezu undenkbar gewesen. Damit wird deutlich, dass das Geld im Bereich der Spielbanken immer weniger Wert zugesprochen wird und die Spieler die Spielbanken besuchen, um vor Ort Unterhaltung zu erleben.

Neben dem positiven Wandel in den Spielbanken sei es jedoch dennoch nicht außer Acht zu lassen, dass Glücksspiel grundsätzlich auch mit der Spielsucht einher gehen kann. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Betreiber von Spielbanken und Spielhallen in engem Kontakt mit Suchtberatungsstellen stehen. Strenge Kontrollen sowohl am Eingang als auch in Bezug auf das Geldwäschegesetz seien in den Spielbanken von heute unumgänglich, so die Experten.

Wege aus der Spielsucht

Wege aus der Spielsucht

Oft werden die Spieler sich fragen, ob sie sich alleine aus den Fängen der Spielsucht befreien können. Grundsätzlich ist es natürlich nicht unmöglich und doch ist es schwer und es wird davon abgeraten, denn auf sich selbst gestellt bedarf es einer großen Willensstärke, um der Spielsucht zu entgehen.

Grundsätzlich werden Suchtberatungsstellen empfohlen, an die sich ein Spielsüchtiger wenden kann und wo er mit psychologischer Betreuung eine reelle Chance hat, der Spielsucht zu entkommen.

Grundsätzlich ist es vorab einmal wichtig, dass der Spieler selbst sein Problem erkennt, sich diesem bewusst ist und den Willen hat an der eigenen Situation etwas zu ändern. Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, dann bringt auch die Suchttherapie meist nicht den gewünschten Effekt, weil den Spielern der Willen fehlt, der Sucht zu entgehen. Wenn der Wunsch und die Erkenntnis da sind, dann kann die entsprechende Hilfe gesucht werden.

Hierfür gibt es unterschiedliche Angebote.

Zum einen werden Selbsthilfegruppen empfohlen. Bei diesen geht es um ein ähnliches Konzept, wie bei den Anonymen Alkoholikern. In einer Selbsthilfegruppe sollen die Gespräche den Betroffenen dabei helfen, zu verstehen warum die Sucht so gefährlich ist und vor allem etwas dagegen unternehmen.

Der Grundgedanke sieht vor, dass die Betroffenen für immer mit etwas aufhören, rigoros und komplett, da suchtgefährdete Menschen meist nicht als Gelegenheits-Spieler oder Gelegenheits-Trinker in Frage kommen. Hier lautet die Devise also: entweder ganz oder gar nicht.

Oft sind gerade mit der Spielsucht weit reichende Probleme verbunden. Viele der pathologischen Spieler haben sich bereits hoch verschuldet und haben die sozialen Kontakte weitestgehend eingegrenzt. Hier geht es also darum, dem Süchtigen nicht nur zu helfen von der Sucht loszukommen, sondern auch diesen ins reale Leben zurückzubringen. Empfohlen werden hier die sogenannten Suchtberatungsstellen.

Diese arbeiten oft in Verbindung mit der Schuldnerberatung zusammen. In persönlichen Gesprächen werden die Probleme aufgelistet und gemeinsam angegangen, sodass Schritt für Schritt daran gearbeitet wird, dass der Spieler wieder zurück in ein normales Leben findet. Bei Problemen mit dem sozialen Umfeld, also Familie und Freunde, besteht außerdem die Möglichkeit, diese in die Therapie mit einzubinden und sich dadurch zusätzliche Unterstützung zuzusichern.