Mit Lotto in die Spielsucht

Mit Lotto in die Spielsucht

Die Wahrscheinlichkeit, beim Lotto zu gewinnen, ist extrem gering. Gleichzeitig bewerben die Lotto-Gesellschaften aggressiv das große Glück und die ewige finanzielle Unabhängigkeit. So hat sich Lotto zur großen Suchtgefahr für viele Spieler entwickelt. Mit 69 Prozent waren die Lotto-Annahmestellen bereits im Jahr 2013 die dominierenden Orte des Glücksspiels. Das Spiel im Online Casino erfreut sich auch großer Beliebtheit, lag (und liegt) jedoch mit 11 Prozent hinter dem Lottospiel.

Auch Sportwetten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der aktuelle Suchtbericht zeigt dies. Während sich die Beliebtheit beim Lotto und beim Online Glücksspiel nicht groß verändert haben, stieg die Akzeptanz von Wettangeboten von vor Jahren noch 0,3 Prozent bereits 2013 auf 4,2 Prozent Spieler und liegt derzeit (2017) bei über 6% Spieler, die regelmäßig die Wettstuben besuchen. Der Trend scheint weiterhin anzusteigen.

Männer spielen Lotto

Das beliebteste Lottospiel ist dabei auch heute noch der Klassiker „6 aus 49“. Dies gilt vor allem für Erwachsene. Die Jugendlichen konzentrieren sich in der heutigen Zeit vermehrt auf die beliebten Sofortlotterien. Wie die Suchtstudie, beweist sind es vorrangig Männer, die dem Glücksspiel nachgehen. Dieser Fakt trifft auch auf das Lottospiel zu, denn mehr Männer geben einen Tippschein ab als Frauen. Grundsätzlich ergaben die Befragungen, dass die Mehrheit der Spieler in Deutschland nur gelegentlich an Glücksspielen teilnimmt. Die Anzahl der regelmäßigen Spieler scheint danach aktuell noch eher gering, was sich aber nicht mit unseren Erfahrungen im Casino-Spiel deckt.

 

Drogensucht sinkt, während Spielsucht weiter ansteigt

Drogensucht sinkt, während Spielsucht weiter ansteigt

Die Sucht in diesen Bereichen ist stark zurückgegangen, was durchaus positiv ist. Gleichzeitig jedoch wurde auch ein Anstieg in anderen Suchtbereichen vermerkt, wie zum Beispiel im Bereich der Internetsucht.

Die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) zeigt sich in Bezug auf die Meldung, dass sowohl die Spielsucht bei Jugendlichen als auch die Computer- und Internetsucht in Deutschland stark angestiegen ist sehr besorgt. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurde die exzessive bzw. pathologische Nutzung des Computers und Internets vermehrt festgestellt.

Gerade junge Menschen verbringen den größten Teil ihrer Freizeit im Internet, sprechen mit ihren Freunden über den Chat und spielen Computerspiele, wie beispielsweise World of Warcraft. Das Problem wurde lange unterschätzt und hat nun eine enorme Komplexität gewonnen.

Es gibt natürlich unterschiedliche Arten von Computerspielen. Von manchen Spielen geht ein höheres Suchtpotential aus, wie beispielsweise bei Rollenspielen, zu denen sich die Jugendlichen oft im Internet mit ihren Freunden verabreden. Studien beweisen, dass von diesen Spielen eine besonders hohe Suchtgefahr ausgeht. In dem Bericht der Bundesregierung werden die Zahlen zur Internet- und Computersucht offen dargelegt, was die Aufmerksamkeit von vielen Personen erreichen soll, damit in Zukunft gegen diese Entwicklung vorgegangen werden kann.

In der heutigen Zeit ist die Benutzung von Computern, Smartphones und des Internets quasi normal. Die neuen Medien gehören für die meisten zum alltäglichen Leben dazu und auch während des Studiums oder der Schulzeit wird das Internet dazu genutzt, um Hausarbeiten zu erhalten oder an Informationen für ein Referat oder ähnliches zu gelangen. Dass die tägliche Nutzung normal ist, ist auch den Suchtexperten klar, jedoch ist es wichtig darauf zu achten, dass dieser normale Umgang mit den neuen Medien nicht in die Sucht umschlägt.

Um die Suchtgefahr zu verringern ist es wichtig, von Seiten der Bezugspersonen, wie Eltern und Lehrern, den richtigen Umgang mit den neuen Medien zu erlernen. Dazu müssen natürlich auch die Vorbilder der Jugendlichen informiert sein und die entsprechenden Medien kennen, damit der richtige Umgang damit beigebracht und vorgemacht werden kann.

Wahrscheinlich ist es außerdem besonders wichtig, dass die Kinder auch heute noch lernen, in der freien Natur zu spielen und sich verschiedenen Hobbys wie Sport oder Musik zu widmen, so dass der Computer bzw. das Internet nicht das komplette Leben einnimmt, sondern nur ein Teil der eigenen Freizeit in diese Medien investiert wird.

Von Seiten der Regierung kann in dieser Hinsicht kaum etwas getan werden. Lediglich die Aufklärung und das Angebot von Hilfe müssen zur Verfügung gestellt werden. In Bezug auf die Spielsucht an Spielautomaten müsse von den verantwortlichen Politikern jedoch bald gehandelt werden.

Die Einschränkung der Spielautomaten und die stärkere Kontrolle sind Vorschläge, die in absehbarer Zeit in die Tat umgesetzt werden sollen, um das weitere Ansteigen der Spielsucht aufzuhalten und vielleicht sogar zu verringern.