Spielautomaten sollen aus Gaststätten verschwinden

Spielautomaten sollen aus Gaststätten verschwinden

Auch aktuell ist erneut die Rede davon, dass der Spielerschutz und die Suchtprävention nur dann gewährleistet werden können, wenn es weniger Spielautomaten in Gaststätten gebe. Von Seiten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) wird die Forderung nach einem generellen Verbot von Geldspielgeräten in Gaststätten unterstützt.

Die Umsätze aus dem Glücksspiel im Allgemeinen gehen zurück, Spielbanken kämpfen mit Schließungen und Spielhallen müssen sich nach strengen Regelungen richten. Ein Bereich, der jedoch weiterhin floriert sind die Spielautomaten, die in Gaststätten und Imbissen zu finden sind. Hier gibt es jährlich neue Spielautomaten, mit denen ein großer Teil des Umsatzes generiert wird.

Studien zeigen jedoch auch gleichzeitig auf, dass es eben diese Spielgeräte sind, die für die Spieler eine besonders hohe Suchtgefahr darstellen. Auch die Spielhallen sind in den vergangenen Jahren weiterhin wie Pilze aus dem Boden geschossen. Manche Regelungen werden von Seiten der Anbieter umgangen, indem das Punktespiel in den Etablissements eingeführt wurde und die Betreiber in Bezug auf die Namensgebung der Etablissements kreativ wurden. Während auf den Straßen kaum noch blinkende Casinoschilder zu finden sind, sind es kleine Cafés und Gaststätten in denen mehr und mehr Spielgeräte stehen.

Verringerung des Angebots soll zur Verringerung der Nachfrage führen

Suchtexperten und Politiker hatten in der Vergangenheit mit Hilfe von neuen Gesetzen und Regelungen bereits versucht, das Suchtpotential einzudämmen und die Spieler vor der Spielsucht an den blinkenden Geldspielgeräten zu schützen. Als erfolgreich können die Regelungen bisher nicht eingestuft werden, Spielautomaten sind weiterhin zuhauf vorhanden und die Spielsucht hängt wie ein Schleier drohend über entsprechenden Etablissements.

Aktuell ist die Rede davon, Geldspielgeräte in Kneipen, Imbissen und Gaststätten komplett zu verbieten. Wo kein Angebot vorherrscht könnte auch keine Nachfrage entstehen, so die Logik hinter diesem Vorhaben. Ob diese Idee tatsächlich umgesetzt werden wird und ob sie dann von Erfolg gekrönt sein wird, dies bleibt erst einmal noch abzuwarten.

Erneute Kritik an Hessens Spielhallengesetz

Erneute Kritik an Hessens Spielhallengesetz

Der Geschäftsführer der Landesstelle für Suchtfragen (HLS), Wolfgang Schmidt-Rosengarten, machte deutlich, dass das Gesetz seiner Ansicht nach nur unzureichend befolgt werde. Es sei offensichtlich, da sich an dem äußeren Erscheinungsbild der Spielhallen bisher so gut wie gar nichts verändert habe, so die HLS. Die Kritik kommt schnell und sehr eindeutig und die HLS macht hierbei deutlich, dass es eben in erster Linie um die suchtgefährdeten Spieler gehe und man diese zu schützen versuche.

Laut dem in Hessen verabschiedeten Spielhallengesetz dürfen die Spielcasinos vor Ort keine Eigennamen mehr haben. Dies bedeutet für die meisten Casinos vor Ort, dass Namen wie "Las Vegas" oder "Magic Casino", die als Reklame an den Etablissements hängen, eigentlich abgenommen werden müssen. Dich eben dies sei nun seit einem halben Jahr nicht der Fall und dies sei nun auch der Hauptgrund für verschärfte Kritik, denn das Spielhallengesetz wird offensichtlich von den Betreibern nicht ausreichend befolgt und damit wird das Gesetz offensichtlich von den Verantwortlichen nicht eindringlich genug durchgesetzt.

Die Hilfe für die Spielsüchtigen sollte in Zukunft weiter in den Vordergrund gestellt werden. Diese Meinung vertreten bereits einige Kritiker der Spielhallengesetze, die sich derzeit sehr stark unter Beschuss befinden. Auch in Brandenburg stand eigentlich die Verabschiedung des Spielhallengesetzes auf dem Plan, allerdings wurde diese durch die EU gestoppt. Grund für das Eingreifen der EU war der, dass das Spielhallengesetz für Brandenburg offensichtlich die Dienstleistungsfreiheit berühre. Die EU müsse das Gesetz explizit erst genehmigen, bevor es verabschiedet werden kann. Bisher ist diese Genehmigung von Seiten der EU allerdings nicht erfolgt.