Krankhafte Spielsucht ist gesundheitsgefährdend

Süchte sind schon immer ein Thema. Zum einen werden potenzielle Süchte ausgenutzt, um damit Geld zu verdienen, zum anderen Stellen sie für die Betroffenen oftmals eine hohe Gefahr dar. Bisher wurde hier das Hauptaugenmerk am ehesten auf Drogensüchte wie Alkohol, Zigaretten oder andere Rauschmittel gelegt. Allerdings sind nun auch die Zahlen der Spielsüchtigen alarmierend. Die Zahl der betroffenen pathologischen, also krankhaften, Spieler scheint weiterhin zuzunehmen. Grund hierfür ist die stetige Erweiterung des Angebots und die dadurch anwachsende Nachfrage.

Ergebnisse der der Baden-Württemberg-Studie zu krankhaftem Glücksspiel von dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI):

  • Wachsendes Glücksspielangebot, vor allem auch im Internet sorgt für Zunahme der Spielsucht
  • in Deutschland sind etwa 0,3 bis 0,5 Prozent der Erwachsenen (bis 64 Jahre) krankhafte Spieler
  • gleichhohe Anzahl an problematischer Nutzung des Glücksspiels
  • 30.000 Betroffene allein in Baden-Württemberg
  • anwachsende Zahl an Hilfesuchenden

Verbesserte Therapie und Prävention dringend erforderlich

Die Anzahl der krankhaften Spielsüchtigen ist für die Beratungsstellen alarmierend. Hier wird bereits seit langer Zeit gefordert, dass die Therapien und Präventionsmaßnahmen verbessert werden. Seit Einführung des Glücksspielstaatsvertrages im Jahr 2008 hat sich hier bereits etwas getan, dennoch gibt es weitere Möglichkeiten, das Therapie- und Präventionsangebot zu verbessern.

Spielsucht in Zahlen:

  • Studie wurde mit 515 Patienten durchgeführt
  • 87% der Spieler präferieren das Automatenspiel
  • einhergehend mit der Vorliebe für Spielautomaten waren Nikotin- und Alkoholsucht bei entsprechenden Patienten besonders ausgeprägt (80 und 28 Prozent)
  • Depression als ernstzunehmende Folge der Spielsucht (16 Prozent)
  • 16 Prozent der befragten berichteten von mindestens einem Suizidversuch
  • Verwandtschaft oftmals mit ähnlichem Suchtpotenzial

Die Studie wurde von dem Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, dem Therapiezentrum Münzesheim im Kraichgau, der AHG Klinik Münchwies im Saarland und 22 Beratungsstellen in Baden-Württemberg organisiert. Zudem beteiligten sich Institutionen wie das Universitätsklinikum Mainz, das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin Greifswald sowie die Universität Lübeck an der Studie.

Das strengste Spielhallengesetz auf dem Prüfstand

Das strengste Spielhallengesetz auf dem Prüfstand

Bei der Anziehungskraft alleine bleibt es jedoch meistens nicht, sondern die Spieler verlieren viel Geld an den Spielgeräten und manchmal auch sich selbst. Das Suchtpotenzial in Spielhallen ist groß, dementsprechend stellen die Spielautomaten eine große Gefahr für die Berliner dar. Genau aus diesem Grund wurde im Jahr 2011 ein Spielhallengesetz verabschiedet, welches deutschlandweit als das strengste gilt. In diesen Tagen wird bereits davon geredet, dass dies nur der erste Schritt gewesen sei und die Gesetzgebung noch einmal überarbeitet werden soll. Das bereits strengste Gesetz soll verschärft werden, um so im Kampf gegen die Spielhallen weitere Erfolge verbuchen zu können.

Für Spielhallenbetreiber in Berlin brechen harte Zeiten an

Nachdem das strenge Gesetz im Jahr 2011 verabschiedet wurde, wurde das Geschäft für die Spielhallenbetreiber immer schwerer. Allerdings im ersten Schritt vorrangig für diejenigen, die über die Eröffnung einer neuen Spielhalle nachdachten. Hierbei kamen bereits die strengen Regelungen zum Einsatz. Die Betreiber, die bereits über Konzessionen verfügten, hatten erst einmal nichts zu befürchten, erst in diesem Jahr brechen harte Zeiten für diese an. Von damals 58 Spielhallen sind heute noch 47 in dem Bezirk Spandau geöffnet, die Zahl soll mit dem Auslaufen des Bestandschutzes Ende Juli noch weiterhin sinken. Wie können die Spielhallenbetreiber ihren Betrieb vor Ort aufrechterhalten?

– Beantragung einer neuen Konzession bis zum 5. Juli 2016

– Ordnungsamt prüft, ob ein Sachkundenachweis vorliegt und ob die Abstände zu anderen Spielhallen und zu Schulen eingehalten werden

– künftig darf ein Standort nur noch eine Spielhalle beherbergen

– bis zum 31. Juli 2016 wird der aktuell noch bestehende Bestandsschutz erlöschen

Es wird davon ausgegangen, dass in Spandau weitere Spielhallen schließen müssen. Mit der Gesetzgebung erlangen Regelungen Gültigkeit, die das Leben der Betreiber deutlich schwerer machen werden. Zu diesen Regelungen zählen folgende:

– Mindestabstandumsetzungsgesetz

– häufigere Kontrollen

– Bußgeld wird von 50.000 auf 500.000 Euro verzehnfacht

– Automaten für Bargeldabhebung in und an der Spielhalle sind künftig verboten

– landesweites Sperrsystem für Spielsüchtige

– Werbung im Schaufenster und im Umfeld ist untersagt

– Imbisse mit Geldspielautomaten müssen ihre Geräte auf zwei reduzieren

Politiker gehen davon aus, dass diese strengen Regelungen dazu führen werden, dass die Anzahl der Spielsüchtigen, die bereits bei 50.000 Personen in Berlin liegt, sinken wird. Darüber hinaus hoffen die Politiker, dass sich langfristig auch das Stadtbild verschönern wird. Für die Betreiber hingegen bedeuten die Regelungen in vielen Fällen, dass sie ihr Geschäft aufgeben müssen und manchmal sogar die eigene Existenz verlieren.

Das Suchtpotential des Glücksspiels

Das Suchtpotential des Glücksspiels

Es gibt unterschiedliche Arten des Glücksspiels, zu denen Automatenspiele, Lotterien, Sportwetten, Casinospiele und Internet Games gehören. Je nach Glücksspielvariante ist bei den Spielen mal mehr und mal weniger Glück von Nöten. Bei Spielen wie Poker kann auch Geschick über den Spielausgang entscheiden, an Spielautomaten hingegen hängen Gewinn und Verlust nur vom Glück des Spielers ab.

Wer sich auf sein Glück verlässt, der ist am Ende meist verlassen. Wer verliert spielt oft weiter, um eben diesen Verlust wieder auszugleichen. Dieses Verhalten kann ganz schnell in die Spielsucht führen. Meist merken die Spieler ihr auffälliges Verhalten nicht und erst wenn es viel zu spät ist, dann merken die Spieler, dass sie der krankhaften Sucht erliegen. Vor allem Spielen mit einer schnellen Spielabfolge wird ein hohes Suchtpotential zugesprochen. Wer schnell einen Gewinn erzielen oder sein Geld verlieren kann hat das Gefühl, in diesem Spiel schnelle Entscheidungen treffen zu müssen. Auf diesem Weg kann die Sucht schnell vorhanden sein, ohne dass die Spieler es merken. Aus diesem Grund wird Spielautomaten und Casinospielen ein hohes Suchtpotential zugesprochen.

Wenn der Gewinn kurz bevor steht

Gerade bei den Spielen, wo die Spieler das Gefühl haben, fast den Gewinn erspielt zu haben, spricht man von schnellen Spielen, bei denen das Suchtpotential besonders hoch ist. Bei Spielautomaten kann das zum Beispiel eine Serie sein, die fast erreicht wurde. Hier bekommen die Spieler das Gefühl, dass die Serie beim nächsten oder übernächsten Mal erreicht werden muss, weil man als Spieler ja bereits kurz davor gewesen ist, den Jackpot zu knacken.

Wer also bereits kurz davor war, den Gewinn abzuräumen, der fühlt sich dazu aufgefordert, immer weiter zu spielen, bis der Gewinn dann tatsächlich eintrifft. Tritt der Gewinnfall dann nicht ein, dann hören die Spieler in vielen Fällen nur dann auf, wenn das Geld zum Einsetzen aufgebraucht ist. Dieses Verhalten kommt dem generellen Verhalten von Spielsüchtigen sehr nahe und an dieser Stelle beginnt es auch in den meisten Fällen. Aus diesem Grund gehören die Spielautomaten zu den für die Spieler gefährlichsten Glücksspielarten.

Echtgeldspiele auf dem IPhone im Big Fish Casino

Echtgeldspiele auf dem IPhone im Big Fish Casino

In der Werbung heißt es, dass die App mit fast allen Smartphones und Tablets kompatibel ist und gratis heruntergeladen werden kann. Hiervon konnten wir uns direkt selbst überzeugen. Natürlich können auch im Big Fish Casino In-App-Käufe getätigt werden, mit denen zusätzliche Features freigeschaltet werden können. Nichtsdestotrotz können wir an dieser Stelle vielen Kritiken von Kunden nicht zustimmen, denn letztendlich ist das Herunterladen und Anmelden erst einmal gratis. Wer natürlich Geld gewinnen möchte, der muss dann auch Geld investieren, das ist logisch.

Vorteile:

– kostenlos herunterladbar

– zahlreiche Casino-Games wie BlackJack, Poker, Roulette und vieles mehr

– lohnenswerte Gewinnmöglichkeiten

– Multiplayer-Vergnügen

– Bonussystem

Nachteile:

– viel Werbung bei der Gratisversion

– das Casino gewinnt meistens

– Gewinnchancen werden durch Geldeinsatz erhöht

Grundsätzlich gilt bei dieser App, wie bei fast allen anderen Apps auch, dass es von der Erwartung abhängt, wie zufrieden man als Kunde damit sein kann. Wir hatten beim Test nicht viel erwartet, denn letztendlich war uns bereits im Vorfeld bewusst, dass man nur dann wirklich Geld gewinnen kann, wenn man einen entsprechenden Einsatz tätigt. Wenn also von der kostenlosen Variante ausgegangen wird, dann bietet die App euch Spielern viel Potential.

Ihr könnt Abwechslung erleben und euch in den entsprechenden Casino-Spielen verbessern. Gerade als übung ist diese App wirklich zu empfehlen. Viele High-Roller hatten sich beklagt, dass der Anbieter betrügt und gewinnen nicht möglich ist. Auch wenn wir keine High Roller sind, dann ist klar, dass das Casino natürlich letztendlich immer am meisten gewinnt. Dennoch konnten wir bei unserem Test ein durchaus erfolgreiches Spiel absolvieren. Diese App hat unserer Meinung nach in jedem Fall Suchtpotential und grundsätzlich sollte einfach nicht davon ausgegangen werden, dass mit den Casinogames das eigene Leben finanziert werden kann.

Suchtpotential von Online-Poker

Suchtpotential von Online-Poker

Weitere zentrale Fragen sind bei Deutschlandradio sowie auch grundsätzlich bei Interessenten, welches Suchtpotential vom Pokern ausgeht. Hier gibt es verschiedene Meinungen, einige sagen, dass das Suchtpotential besonders hoch sei, andere sagen, dass die Gefahr eher gering sei. Beide Meinungen können durch Beispiele untermauert werden.

Das Angebot im Netz, nicht nur was Poker betrifft, sondern auch was grundsätzliche Online-Spiele betrifft, ist besonders umfassend. Der Zugang ist für die Menschen besonders einfach. Dass hier also Gefahren vorhanden sind, das kann nicht bestritten werden. Im Zuge der Deutschlandradio Sendung Breitband wurde die Plattform tradimo näher unter die Lupe genommen. Der Name ist in der Szene bereits bekannt, da der Gründer von PokerStrategy, Dominik Kofert, als Gründer in Erscheinung tritt.

Auch die Sichtweise von dem Wirtschaftswissenschaftler Ingo Fidler, der zur aktuellen Sendung geladen war, wird für viele Zuschauer von großem Interesse sein Bereits im Vorfeld hatte Fidler sich einen Namen gemacht, indem er eine Studio über das Spielverhalten im Onlinebereich veröffentlichte. Eben diese Studie, bei der 4,6 Millionen Spieler und ihr Verhalten beim Spiel näher betrachtet wurden, sorgte schon für viele Diskussionen rund um dieses Thema.