Glücksspiel-Tagung in Luxemburg

Glücksspiel-Tagung in Luxemburg

Hierzu kamen Bernhard Stracke (ver.di), Christoph Dreher und Carsten Meerpohl als Teilnehmer zusammen. Insgesamt gehören 900 Gewerkschaften in 140 Ländern zu der UNI und bei der Sitzung wurden diese durch insgesamt 20 Delegierte aus acht Ländern Europas vertreten.

Neben wichtigen Gesprächen stand bei der Tagung in Luxemburg dieses Mal auch eine Besichtigung des einzigen Casinos vor Ort an. Hierzu besuchten die Teilnehmer der Tagung das Casino 2000 in Bad Mondorf. Es wurde am darauffolgenden Tag direkt ein Vortrag über die derzeitige Situation in Bezug auf das Glücksspiel in Luxemburg gehalten und der Geschäftsführer des Casino 2000, Guido Berghmans, stellte sein Unternehmen vor. Berghmans ist außerdem als Vizepräsident der Europäischen Spielbankenvereinigung bekannt.

In einer Diskussionsrunde mit den Teilnehmern der Tagung wurde ausführlich besprochen, wie sich die Folgen des Glücksspiels auf die Umsätze der Casinos auswirken. Auch wurden die Auswirkungen der jetzigen Spielbankensituation auf die Arbeitnehmer diskutiert und erörtert. Natürlich wurden Problematiken aufgeworfen, gleichzeitig saß man auch zusammen, um Lösungsansätze zu finden. Die Teilnehmer wurden sich schnell einig, dass die traditionellen Casinos Stärkung von außen brauchen. Die Interessen der Teilnehmer und deren Gewerkschaften schienen, wie sich herausstellte, sehr ähnlich zu sein.

Auf einer Tagung, bei der es um Glücksspiel geht, darf das Thema Spielsucht nicht fehlen. Frau Eleonora Iacobelli von EURODAP präsentierte einen Vortrag zum Thema "Spielen als soziales Phänomen". Das Spielen sei ihrer Rede nach ein Teil der Natur des Menschen und dennoch bestehe für jeden Menschen die Gefahr, hiervon abhängig zu werden. Grundsätzlich sprach die Expertin sich für eine staatliche Regulierung des Glücksspiels aus, da dieses so besser kontrolliert werden könnte und entsprechende Regelungen und Gesetze auch die Spieler in erster Linie vor den Gefahren der Sucht schützen könnten.

In der Folgenden Zeit sollen die Politiker der verschiedenen Länder davon überzeugt werden, wie sinnvoll es ist Regelungen und Regulierungen einzuführen. So werden in Bezug auf das Glücksspiel nach Meinung der Experten nicht nur die Spieler selbst geschützt, sondern vielmehr auch die Arbeitsplätze, die unzählige Menschen innerhalb der Glücksspielindustrie beschäftigen.

Die Gewerkschaft ver.di für Deutschland habe sich gegen eine Regulierung des Glücksspiels in Deutschland ausgesprochen und unterstützt weiterhin das Vorhaben, dass die durch den Glücksspielstaatsvertrag verbotenen Glücksspiele in Deutschland auch weiterhin verboten bleiben sollen.

Fachtagung in Frankfurt befasst sich mit Sportwetten und Glücksspiel

Fachtagung in Frankfurt befasst sich mit Sportwetten und Glücksspiel

Am 13.06. dieses Jahres werden hier offene Themen im Hinblick auf die Gesetze der Verfassung und der EU sowie das Spiel an Automaten in Casinos und Kneipen nach Inkrafttreten des neuen Glücksspielvertrags besprochen.

Das "Forum Institut für Management" organisiert diese Tagung. Einer der detaillierten Punkte auf der Tagesordnung ist eine Debatte über den neuen Glücksspielvertrag und trägt den Namen "Irrweg oder Königweg".

Diese Diskussion findet zwischen dem Staatssekretär der Staatskanzlei in der rheinlandpfälzischen Hauptstadt Mainz und einem Professor der Rheinischen Friedrichs-Wilhelm-Universität in Bonn statt.

Ein anderes Gesprächsthema wird die striktere Regulierung von Automatenspiel auf gewerblicher Basis in Spielhallen und Kneipen infolge des neuen Glücksspielvertrags sein, der zum obengenannten Datum in Kraft tritt. Hierzu hält der Referent im Bereich Glücksspiel von Bremen einen Vortrag.

Die Tagung ist nach Informationen der Organisatoren besonders auf Angehörige der Geschäftsführung und Justiziare zugeschnitten. Diese arbeiten unter anderem bei Glücksspielunternehmen im privaten und staatlichen Bereich und auch bei Vermittlern von Glücksspiel.

Zu den Adressaten der Veranstaltung gehören zudem Medien im Bereich Rundfunk und TV, Aufsichts- und Ordnungsämter sowie auch Rechtsexperten.

Die deutsche Regierung hat es nicht eilig – Tagung bezüglich des Glücksspielvertrages verschoben

Die Glücksspielgesellschaft hatte gezittert und gehofft, dass im Hinblick auf einen neuen Glücksspielvertrag für Deutschland bei dem kürzlichen Treffen ein Entschluss gefasst werden würde.

Doch damit war es nichts, denn die Tagung wurde auf den März des kommenden Jahres verschoben, was bei der deutschen Regierung nichts Neues sein dürfte.

Die 16 Bundesländer und die Bundeskanzlerin fanden sich zwar zusammen, doch eine übereinkunft konnte nicht erzielt werden und so ist es mit dem neuen Glücksspielvertrag vorerst Essig.

Die Bundesländer haben vor das Monopol des Staates auf Glücksspiel beizubehalten, das vom EuGH vor drei Monate als unrechtmäßig befunden wurde. Er verlangte von der deutschen Regierung einen zeitgemäßeren Vertrag, der Ende des kommenden Jahres seine Gültigkeit verliert, zu erarbeiten.

Ein Monopol des Staates ist nur gerechtfertigt, wenn die Spielsucht bekämpft wird und alle Formen des Glücksspiels darunter fallen. Ein passender Kompromiss muss noch im Hinblick auf Anbieter von Glücksspiel wie Online Casinos und Sportwetten von staatlicher und privater Seite gefunden werden.

Momentan sind zwei Möglichkeiten im Gespräch, von denen die Zweite effektiver zu sein scheint, da es die Liberalisierung des Glücksspielmarktes beinhaltet, auch wenn das Monopol im Bereich Lotterien bestehen bleibt.

Bei dem ersten Modell würden nur Betreiber von staatlicher Seite diesen Markt in der Bundesrepublik dominieren.