Kein vernünftiges Ergebnis bei Tarifverhandlungen

Kein vernünftiges Ergebnis bei Tarifverhandlungen

Bei den Tarifverhandlungen konnte kein zufriedenstellendes Ergebnis für die Mitarbeiter der WestSpiel Spielbanken Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund Hohensyburg und der Westspiel-Verwaltung in Duisburg erzielt werden. Bis Ende des Jahres 2015 waren die Mitarbeiter durch einen Schlichterspruch an die Tarifrunde der Länder gekoppelt. Bei den laufenden Tarifverhandlungen konnte im Jahr 2016 kein vernünftiges Ergebnis erzielt werden. Die Länder konnten sich über eine moderate Tariferhöhung freuen. Von Seiten der Mitarbeiter der WestSpiel GmbH Co KG wird gefordert, dieses Ergebnis übertragen zu bekommen.

Um die Interessen der Mitarbeiter deutlich zu machen, wurde am Samstag, den 11. März 2017 ein Warnstreik in der Spielbank Dortmund Hohensyburg durchgeführt. Grundlage für den Streik war das nicht zufriedenstellende Verhandlungsergebnis. Die Mitarbeiter der WestSpiel Spielbanken wollen für Wechsel- und Wochenendschichten und für harte Arbeit entlohnt werden. Gefordert ist eine angemessene Gehaltserhöhung von Seiten der Mitarbeiter.

Betroffen sind insgesamt rund 500 Mitarbeiter folgender Spielbanken:

  • Aachen
  • Bad Oeynhausen
  • Dortmund Hohensyburg
  • Westspiel-Verwaltung in Duisburg

Die Spielbank Duisburg ist hier nicht betroffen, denn hier gibt es einen eigenständigen Tarifvertrag. Dadurch ist die Spielbank Duisburg nicht Teil der aktuellen Tarifverhandlungen.

Der Streik am 11. März hielt insgesamt 2,5 Stunden an. Angefangen wurde der Warnstreik um 14:30 Uhr, beendet wurde dieser um 17 Uhr. Die Mitarbeiter hoffen, dass mit diesem Warnstreik ein Zeichen gesetzt werden konnte. Es bleibt abzuwarten, ob der Warnstreik Einfluss auf die aktuellen Tarifverhandlungen haben wird.

Rückwirkender Tarifvertrag für die Spielbank Berlin

Rückwirkender Tarifvertrag für die Spielbank Berlin

Bis zuletzt galt der alte Tarifvertrag, der eigentlich fristgerecht zum Januar 2014 gekündigt war. Die Verhandlungen waren notwendig, denn es musste eine Umstellung der Urlaubsstaffel festgelegt werden. Die Urlaubsstaffel wurde nun mit dem neuen Tarifvertrag nach der europäischen Rechtsprechung zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) für die Beschäftigten und das Unternehmen selber gleichermaßen vorteilhaft umgestellt.

Im Zuge der Tarifvertragsverhandlungen wurde ein modernes Aus- und Weiterbildungssystem entwickelt. Mit diesem Angebot soll der Arbeitsplatz für die Beschäftigten attraktiver gestaltet werden. Für das Unternehmen bedeutet dies außerdem den Vorteil, dass die Dienstpläne flexibler gehandhabt werden können. Mit dem Tarifabschluss konnte außerdem eine angemessene Erhöhung der Gehälter und Sozialleistungen erreicht werden. Damit bedeutet der erfolgreiche Abschluss der Tarifvertragsverhandlungen sowohl für das Unternehmen als auch für die Beschäftigten des Unternehmens eine erfolgreiche Veränderung für die Zukunft.

Etablierung neuer Strukturen

Die Etablierung neuer Strukturen kann damit für die Zukunft gewährleistet werden. Der Geschäftsführer der Spielbank Berlin, Ralph Gnath und der Verhandlungsführer der ver.di, Bernhard Stracke, freuen sich über die übereinkunft in Bezug auf den Tarifvertrag, erst Recht, weil die erfolgreichen Verhandlungen in der schwierigsten Zeit der Glücksspielbranche abgeschlossen werden konnten. Der Tarifvertrag wird bereits von Insidern aus der Glücksspielbranche als richtungsweisend erachtet.

(Bildquelle:virtualtourist.com)

Neuer Tarifvertrag für Lübecker Casinoangestellte

Neuer Tarifvertrag für Lübecker Casinoangestellte

Es wurden verschiedene Anläufe der Neuverhandlung unternommen und auch die Mitarbeiter drängten auf ihr Recht auf einen neuen Tarifvertrag. Nachdem nun eine solch lange Zeit vergangen war, wurden endlich neue Regelungen innerhalb des Tarifvertrags bestimmt und die Angestellten der Spielbank Lübeck können sich über einen Abschluss dieser Angelegenheit freuen.

Die Geschäftsführung macht deutlich, dass der Abschluss des Tarifvertrags nicht sonderlich einfach war, gerade weil die rosigen Zeiten der Spielbanken heute schon irgendwie vorbei zu schein scheinen und eben die Spielbanken einen besonders schweren Stand haben.

Hier eine entsprechende Regelung zu finden, die auch den Angestellten des Lübecker Casinos zu Gute kommt war nicht einfach, doch die Geschäftsführung sei erfreut darüber, dass nun doch ein Tarifvertrag entstehen konnte, der auch die Mitarbeiter hoffentlich zufrieden stellen wird.

Die Verhandlung rund um den Tarifvertrag wurde von Seiten des Verhandlungsführers Bernhard Stracke v on ver.di geführt. Darüber hinaus nahmen die Geschäftsführer Jürgen Kiehne und Mathias Hein an den Verhandlungen teil. Die beteiligten konnten sich auf ein vereinfachtes Abrechnungssystem einigen, durch welches meist deutliche Verbesserungen des Gehaltes für die Mitarbeiter eintreffen werden.

Auch die Arbeitszeit pro Jahr wurde um insgesamt 48 Stunden verringert. Es dauerte eine Weile, doch die Verhandlungen waren für beide Seiten erfolgreich laut der Geschäftsführung, sodass der neue Tarifvertrag sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen einen guten Kompromiss darstellen sollte.

Ver.di Kritik an Videoüberwachung und fehlendem Tarifvertrag

Ver.di Kritik an Videoüberwachung und fehlendem Tarifvertrag

überwacht werden sollen die Casinos Duisburg, Aachen, Bad Oeynhausen, Dortmund, Bremen, Berlin und Erfurt, doch die Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter stößt bei ver.di übel auf.

Von Seiten ver.dis wurde ein Gutachten in den Spielbanken Nordrhein-Westphalens durchgeführt, welches besagt, dass die Videoüberwachung vor Ort unverhältnismäßig sei und die Mitarbeiter durch die Installation der überwachungstechnik in den Casinos unter einem ständigen Druck arbeiten müssten. Dies sei nicht gerechtfertigt, so ver.di.

Die Reaktion auf diese Kritik blieb natürlich nicht aus und so erklärte Westspiel, dass sich die überwachung ausschließlich auf die mittelbaren und unmittelbaren Spielbereich beziehe und die Geldfluss vor Ort überwache. Aufgrund dessen würden die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter vor Ort laut Westspiel nicht verletzt werden.

Das Gutachten von ver.di besagt allerdings genau das Gegenteil und darüber hinaus wird hier angegeben, dass die Mitarbeiter gegen die Betriebserlaubnis klagen könnten und darüber hinaus eventuell sogar einen Anspruch auf Schadensersatz geltend machen könnten. Das Gutachten sei laut ver.di auch bereits bei der Landesregierung vorgelegt worden.

Von Seiten des NRW Innenministeriums wurden die Vorwürfe jedoch dementiert. Die überwachung sei gesetzlich geregelt und das Ziel dieser überwachung sei es, dass Strafdaten verhindert, gesichert und aufgedeckt werden sollen. Die Videoüberwachung der Spielbereiche sei daher sogar notwendig, auch wenn hierbei eine überwachung von Toilettenräumen und Gastronomiebereichen nicht eingeschlossen sei.

Neben der Kritik liefert das Gutachten ver.dis außerdem noch einen Vorschlag einer anderen Art der Kontrolle. So sollte laut ver.di das Aufsichtspersonal vermehrt werden. Die Gewerkschafter kritisieren gleichzeitig jedoch nicht nur die überwachung des Personals, auch das Fehlen des Tarifvertrags im Casino Duisburg unterliegt der Kritik von ver.di.