Holland im Zwiespalt

Die niederländische Zeitung "Telegraaf" schrieb über Vermutungen, dass der Wechsel der Regierung in Holland das Glücksspielverbot abändern könnte. Nach der Zeitung sagen Regierungsquellen, dass eine Rechtmäßigmachung des Online Glückspiels und ein Kontrollrahmen hier erwünscht sind.

Der Ursprung für diese Veränderungen liegt vermutlich in erhofften steuerlichen Gewinnen von 270 Millionen Euro. Weitere europäische Staaten wie Frankreich und Italien beispielsweise haben das Glücksspiel im Netz schon gesetzmäßig gemacht und andere Staaten tun es ihnen gleich.

Holland sollte auf keinen Fall hinter den anderen Staaten herhinken. Fachleute sind der Ansicht, dass die Niederlande das Modell von Frankreich lieber hätten, denn ein starker Betreiber von Seiten des Staates würde mit einem strikt kontrollierten Markt in Konkurrenz stehen.

Eine Studie seitens des Justizministers von Holland vom August 2010 bringt die Idee vor, dem Online Glücksspiel liberaler zu begegnen. Der Report hatte auch die Idee, lediglich Zulassungen für Online Poker zu verteilen und die anderen Arten des Online Glücksspiels wie beispielsweise Sportwetten Bingo und Casino unrechtmäßig zu lassen.

Die öffentlichmachung des Reports in der Zeitung rief viele Reaktionen hervor. Der Sender "Radio Netherlands" berichtete, das mehr als eine halbe Million Niederländer in regelmäßigen Abständen im Netz spielen, ungeachtet dessen, dass es nicht erlaubt ist.

Ein Sprecher des Holland Casino, welches das Staatsmonopol für Casinos im Land darstellt ließ durchblicken, dass man gerne eine Internetseite für Online Glücksspiel in einer Umgebung unterhalten würde, die rechtmäßig sei.

Der Sprecher sagte auch, dass die Sicherheit und alle weiteren kritische Gesichtspunkte im Hinblick auf die Online Casinos Beachtung finden müssen. Bislang existiert noch keine einheitliche Lobby für das Glücksspiel im Netz.

Das Suchtzentrum "Tactus" macht der Regierung den Vorschlag, nicht zum Glücksspiel zu ermutigen. IVO, ein Rahmen für Suchtforschung hält allerdings dagegen.

Die Sprecherin der Einrichtung ist der Ansicht, dass wenn das Thema richtig angepackt werden würde und die entsprechenden Kriterien für Anbieter schaffen würde, dann wäre die Gesetzlichmachung eine gute Sache.