Illegales Glücksspiel über die Bundesstaaten-Grenzen

Illegales Glücksspiel über die Bundesstaaten-Grenzen

Auch die Lotterien selber geben an, dass der Verkauf der Lose ins Ausland mit Vorsicht zu genießen ist. Wer Lose per Post oder das Netz über die Bundesstaaten-Grenzen oder die Grenzen der USA vertreibt, betreibe illegales Glücksspiel. Was bedeutet dies für die deutschen Spieler? Dürfen diese an entsprechenden Glücksspielen teilnehmen?

Zu den interessanten Lotterieangeboten aus dem Ausland gehören "Powerball" (USA), "Mega Millions" (USA) und "El Gordo" (Spanien). Diese Lotterieangebote mit verlockenden Millionenjackpots werden auch durch Onlineanbieter wie Tipp 24 und Lottoland.com angeboten. Die ausländischen Lotterieunternehmen besitzen nach deutschem Recht keine Genehmigung. Dies bedeutet für die Spieler in Deutschland, dass diese bei Teilnahme an entsprechenden Lotterien dem illegalen Glücksspiel nachgehen. Dies ist den Spielern nicht zwingend bewusst, denn die Aufmachung der Internetseiten mit entsprechenden Lotterieangeboten macht für die Spieler den Eindruck, sie würden an einer bekannten Lotterie der staatlichen Veranstalter teilnehmen.

Vor entsprechenden Lotterieangeboten wird gewarnt, denn die Spieler nehmen hierbei nicht an der Lotterie selber teil, sondern setzen genau genommen Wetten auf den Ausgang der Lotterieziehung im Ausland. Auch die Auszahlungen an die Spieler werden durch den Lotterieanbieter vorgenommen, nicht von der Lotterie im Ausland selber. Den Spielern wird empfohlen sich vor entsprechenden Angeboten zu schützen, da diese Angebote illegal sind.

Wie Spieler sich schützen können:

Es ist darauf zu achten, dass der Anbieter über eine gültige deutsche Lizenz verfügt. Es gibt laut Sachsen-Anhalt Lotto und Westlotto keinen Lotterieanbieter mit Sitz im Ausland, der eine Genehmigung für Deutschland besitzt. Spieler sollten ausschließlich den Angeboten der staatlichen Anbieter des eigenen Bundeslandes nachgehen. Spieler können sich an der sogenannte White List der Glücksspielaufsichtsbehörden orientieren, die alle Anbieter mit einer Erlaubnis in Deutschland umfasst.

Gewinneinbuße bei Tipp24

Gewinneinbuße bei Tipp24

Während im letzten Jahr Umsätze in Höhe von 26,2 Millionen Euro generiert wurden, so liegt das Ergebnis in diesem Jahr bisher bei einem Betrag in Höhe von 11,1 Millionen Euro. Die Einbußen sind jedoch für das Unternehmen nicht überraschend, denn aufgrund der hohen Ausgaben für den Ausbau des Unternehmens, fielen die Unternehmensziele in diesem Jahr nach Angaben des Vorstands schon in der Planung deutlich geringer aus.

Die Unternehmensprognose wurde bereits zum Ende des letzten Jahrs von Seiten des Vorstandes angepasst. Von daher überrascht das Ergebnis der ersten drei Quartale in diesem Jahr die Unternehmer nicht und das gesetzte Ziel ist nach Angaben des Unternehmenschefs Hans Cornehl voll erreicht. Im September wurde die Gewinnzielprognose erneut angepasst, wodurch die Finanzaufsicht auf den Plan gerufen wurde. Aufgrund dessen sanken die Aktien des Anbieters Tipp24 in der vergangenen Woche um fünf Prozent ab.

Geschäftsausbau von Tipp24

Die Pläne des Anbieters Tipp24 haben den Ausbau des eigenen Unternehmens vorgesehen. In der Vergangenheit wurde daher in den Aufbau neuer Dienstleistungen und Produkte investiert. Das Unternehmen betreibt seinen Unternehmenssitz jeweils in Großbritannien und Spanien. In Deutschland ist das Angebot von Tipp24 aufgrund des hier vorherrschenden Staatsvertrags nicht gestattet.

Dennoch wird von Tipp24 eine eigene Lotterie veranstaltet, die auf den Lottoziehungen innerhalb Deutschlands basiert. Für die Zukunft ist eine Umfirmierung von Tipp24 geplant, über die die Aktionäre auf der Versammlung im November entscheiden sollen. Nach der Umfirmierung würde aus Tipp 24 das ZEAL Network werden.